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Hamburg, 30.06.2017

Teil 4: Postitive Aspekte überwiegen

KI wird neue Jobs schaffen, aber viele Menschen befürchten auch, dass sie durch KI-Technologien ihre Arbeit verlieren. Wie kann der Übergang gestaltet werden?
Suh:
Die Technologie entwickelt sich immer weiter, und die menschlichen Fähigkeiten müssen sich mitentwickeln. Bei IBM erwarten wir, dass sich neben den klassischen „Blue Collar Workers“ und „White Collar Workers“ neue Jobprofile, Rollen und Kompetenzen entwickeln werden – sozusagen „New Collar Workers“. Diese Menschen werden mit den neuen KI-Systemen arbeiten. Bei der Bildung sollten Staat und Unternehmen zusammenarbeiten. IBM hat zum Beispiel in den USA das Programm P-TECH ins Leben gerufen: 60 Highschools wurden um eine Art kleinen College-Abschluss erweitert. Die Schüler erhalten über zwei Jahre eine Vorbereitung auf die Arbeit mit verschiedenen neuen Technologien – ohne direkt einen kompletten Universitätsabschluss machen zu müssen.

Und Sie haben keine Angst, dass KI außer Kontrolle geraten könnte?
Suh:
Menschen und Organisationen werden Technologie immer nutzen, um ihre Positionen zu verbessern. Aber die Möglichkeiten, die maschinelles Lernen, Advanced Analytics und Quantencomputer bieten, um Probleme wirtschaftlich effizienter zu lösen, sind für mich aufregender als die negativen Aspekte. Und ich denke, jeder hat eine gewisse Eigenverantwortung. Man kann vor den neuen Technologien nicht weglaufen. Stattdessen sollten alle lernen, die Entwicklung anzunehmen und im Kontext ihres Unternehmens oder der Gemeinschaft anzuwenden.

Zur Person

Die Juristin ist Expertin in Big Data und Analyseverfahren. Sie arbeitet seit 18 Jahren in verschiedenen Positionen für IBM und managt zurzeit die Abteilung Collaboration Solutions im Programm IBM Watson

Teil 1: Menschen besser machen

Teil 2: „Welche Daten gehören dir?“

Teil 3: „Technologie zum Wohle der Gesellschaft“

Teil 4: Positive Aspekte überwiegen

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