SMART COMPANY-Check

Interview: Boris Friedrich, Geschäftsführer ADVISORI FTC GmbH

Zum Unternehmen: ADVISORI hat sich auf die maßgeschneiderte Unterstützung von Unternehmen in den Bereichen Big Data, Digital Process Management, Information Security und Risk Management spezialisiert.

Boris Friedrich ist Geschäftsführer der ADVISORI FTC GmbH.

Boris Friedrich Geschäftsführer der ADVISORI FTC GmbH (Foto: PR).

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Sehen Sie Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter für die Herausforderung der Digitalisierung gut aufgestellt?

Friedrich: Keine Frage! Wir beraten so gut wie alle DAX Konzerne immer wieder zu Digitalisierungs- und Strategiethemen. Außerdem arbeiten natürlich auch kontinuierlich an uns selbst. Herausforderung ist aus unserer Sicht das falsche Wort. Wir begreifen die Digitalisierung als riesen Chance, uns und unseren Kunden einen eklatanten Wettbewerbsvorteil am Markt zu verschaffen. Ich bin völlig überzeugt davon, dass die Frage der Digitalisierungsreife eines Unternehmens zukünftig darüber entscheidet, ob es ein Champion am Markt wird oder mittelfristig vom Markt verschwindet. Und meine Mitarbeiter bilden sich kontinuierlich weiter – das gehört bei uns fest zum Konzept. Wir blicken in eine sehr verheißungsvolle Zukunft.

Welche Chancen sehen Sie für Ihre Firma durch die Digitalisierung? Oder sehen Sie eher die Herausforderung?

Friedrich: Wie schon vorher erwähnt, ist die Digitalisierung für uns mehr Chance als Risiko: Viele Unternehmen stellen sich derzeit die Frage, ob und wie sie von der zunehmenden Digitalisierung profitieren können. Hier können wir ihnen als Beratung in Kernthemen der Digitalisierung, insbesondere Big Data und Information Security, Chancen aufzeigen und gemeinsam mit dem Kunden Themen entwickeln, die am Ende den Unterschied machen.

Wo steht Ihre Branche in Sachen digitaler Transformation? UNd wo stehen Sie und Ihre Firma im digitalen Vergleich?

Friedrich: Die Beratungs- und Prüfungsbranche hat die Digitalisierung als großes Geschäftsgebiet erkannt. Fast jedes größere Beratungsunternehmen unterhält mittlerweile ein "Digi Lab", in dem VR-Brillen, Roboter oder ähnliche Gimmicks effektvoll präsentiert werden. Die tatsächliche Anwendung dieser Ansätze zum Mehrwert der Unternehmen steckt allerdings noch größtenteils in den Kinderschuhen. Da wir den Schwerpunkt unserer Geschäftstätigkeit auf digitalisierungsnahe Themen gelegt haben, sehen wir uns im digitalen Vergleich in einer hervorragenden Position.

Wie wichtig ist ihren Kunden, dass Sie den digitalen Weg gehen?

Friedrich: Unsere Kunden fragen vermehrt nach, inwieweit unsere Dienstleistungen und damit auch sie von den Vorteilen der Digitalisierung profitieren. Insbesondere die Automatisierung von Prozessen oder Auswertung großer Datenmengen spielen dabei eine große Rolle.

Wie bilden Sie sich persönlich und Ihre Mitarbeiter digital weiter?

Friedrich: Da kontinuierliche Weiterbildung ein Schwerpunkt unserer Geschäftsstrategie ist, stehen den Mitarbeitern jährlich umfangreiche Mittel zur Weiterbildung zur Verfügung. Je nach Spezialisierung werden dabei auch Fortbildungen im Kontext der Digitalisierung wahrgenommen. Ferner ist unser Personal aufgrund des niedrigen Altersdurchschnitts noch mehr am Puls der Zeit und vertraut mit aktuellen Entwicklungen.

Inwieweit halten Sie die Rahmenbedingungen für geeignet, den digitalen Wandel zu vollziehen? Was ist erforderlich?

Friedrich: Für uns ist der entscheidende Faktor beim digitalen Wandel die persönliche Einstellung gegenüber den technologischen Entwicklungen, die die Art, wie wir kommunizieren, arbeiten, lernen und leben verändern. Diesbezüglich sind all unsere Mitarbeiter aufgeschlossen, so dass wir kommende Veränderungen entspannt auf uns zukommen lassen können.

Welche konkreten Digitalisierungsmaßnahmen haben Sie ergriffen und welche planen Sie?

Friedrich: Wir automatisieren und digitalisieren kontinuierlich interne Prozesse, bauen uns Roboter und entwickeln unsere Infrastruktur weiter. Unser ganzes Knowledge Management ist digital, die Bücher in unseren Regalen sind mehr Dekoration – und unser Verwaltungs- und Workflowmanagement ist mit anderen wertschöpfenden Prozessen verbunden. Wir haben außerdem eine Echtzeitkommunikationsplattform eingeführt, mit der wir zusätzlich sehr schnell in agilen Projektgruppen tätig werden können. Wir sind voll digital und entdecken trotzdem immer wieder Potential für Neues.

Ihr erster Eindruck: Wie hilfreich war der SMART COMPANY-Schnellcheck für Sie?

Friedrich: Der Schnellcheck bietet mit seinen 12 Fragen eine gute Abdeckung der bedeutsamen Themen rund um die Digitalisierung, und durch die Angabe der Durchschnittswerte lässt sich schnell erkennen, wie das eigene Unternehmen in Relation zu anderen Unternehmen steht.

Welche Frage aus dem Check war für Sie am Wichtigsten?

Friedrich: Persönlich fand ich die Frage 6 nach den konkreten Digitalisierungsmaßnahmen am Wichtigsten für uns, weil mir im Zuge des Nachdenkens darüber erst aufgefallen ist, wie weit wir doch schon sind. Gleichzeitig sind mir neue Ideen gekommen.

Leiten Sie konkrete Schritte aus dem SMART COMPANY-Check ab? Gab es einen Aha-Effekt?

Friedrich: Das habe ich schon in Frage 8 beantwortet.

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