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Geschäftsübernahme

Wer ein Unternehmen übernehmen möchte, steht vor einer großen Herausforderung. Im Onlineportal der Deutschen Unternehmerbörse finden Sie passende Angebote zur Geschäftsübernahme – und die wichtigsten Aspekte, die Sie dabei beachten sollten.

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Projekt GENF - KI-resistente Spezialsoftware für Verkehr und Industrie

Das Unternehmen entwickelt seit Jahrzehnten geschäftskritische Software zur Verarbeitung und Verteilung von Echtzeitdaten in komplexen Infrastruktur- und Systemumgebungen. Die Lösungen verbinden unterschiedliche Datenquellen und versorgen nachgelagerte Anwendungen und betriebliche Systeme. Ein zweiter Geschäftsbereich überträgt diese Kompetenz auf die Vernetzung von Maschinen- und Anlagendaten. Die Software ist tief in die Kundenlandschaften integriert. Daraus entstehen hohe Wechselbarrieren, langjährige Kundenbeziehungen und wiederkehrende Erlöse aus Pflege- und Wartungsverträgen. Ein zentral gepflegter Softwarekern ermöglicht die effiziente Erweiterung auf zusätzliche Kunden. Trotz marktreifer und skalierbarer Produkte wurden die vorhandenen Marktpotenziale bislang nur begrenzt vertrieblich erschlossen. Diese Software lässt sich durch KI nicht ersetzen. Das gilt für beide Geschäftsbereiche gleichermaßen und hat vier strukturelle Gründe. · Das entscheidende Wissen ist nicht öffentlich. KI kann nur nutzen, was dokumentiert ist. Datenlogik, Abläufe und Schnittstellen der Verkehrskunden sind ebenso wenig veröffentlicht wie Datenstruktur und Sicherheitsfunktionen der Maschinen in der Industrie. · Laufend neue Kundendaten. Im Verkehrsbereich verbindet die Software bis zu 15 gewachsene Fremdsysteme, in der Industrie liefert jede neue Maschine eigene Daten. Diese Rohdaten sind nicht öffentlich, eine KI hat darauf keinen Zugriff. · Stabilität geht vor. KI liefert bei gleichen Daten nicht verlässlich dasselbe Ergebnis. Dauerbetrieb und zertifizierte Industrieschnittstellen verlangen nachvollziehbare, wiederholbare Änderungen. · Datenhoheit schützt zusätzlich. Kundendaten bleiben in den Systemen der Kunden. Bei den Verkehrsbetrieben kommen die NIS-2-Vorgaben für kritische Infrastruktur hinzu. Externe KI-Dienste sind damit nur eingeschränkt einsetzbar. Das Unternehmen nutzt KI selbst als Werkzeug für Dokumentation, Tests und die Aufbereitung von Kundendaten, nicht als Ersatz. Das Umsatzziel 2026 von rund 1,1 Mio. EUR ist bereits im Oktober erreicht, das Geschäftsjahr wird damit über Plan abschließen. Trotz marktreifer und skalierbarer Produkte wurden die Marktpotenziale bislang nur begrenzt vertrieblich erschlossen. Der Gesellschafter begleitet das Unternehmen auf Wunsch drei bis fünf Jahre operativ weiter.

Umsatz
1.000.000 €
Ergebnis
300.000 €
Mitarbeiter
10
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Baden-Württemberg

Etablierter Fachbetrieb für Heizungs- und Sanitärtechnik

Zum Verkauf steht ein seit vielen Jahren etablierter Fachbetrieb für Heizungs- und Sanitärtechnik mit stabiler regionaler Marktposition. Das Unternehmen ist in einem wirtschaftlich attraktiven Einzugsgebiet tätig und betreut eine breit diversifizierte Kundenbasis aus Privatkunden, Hausverwaltungen sowie Industrie- und Gewerbekunden. Ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells ist der Service-, Wartungs- und Reparaturbereich, der einen hohen Anteil wiederkehrender und planbarer Umsätze generiert. Ergänzt wird dieses Kerngeschäft durch Wohnbau- und Privatkundenprojekte sowie ausgewählte Leistungen für Industrie- und Gewerbekunden. Das operative Tagesgeschäft ist klar strukturiert und weitgehend standardisiert. Die Organisation verfügt über eine eingespielte Mitarbeiter- und Führungsstruktur mit technischer Leitungsebene. Die Abhängigkeit von einzelnen Personen ist begrenzt, sodass das Unternehmen gut für eine Übernahme und Fortführung aufgestellt ist. Das Unternehmen verfügt über langjährig gewachsene Direktbeziehungen zu etablierten Herstellern und Fachgroßhändlern der Heizungs- und Sanitärbranche. Diese sichern eine zuverlässige Materialverfügbarkeit, kurze Lieferzeiten und eine konstant hohe Qualität in Service-, Wartungs- und Projektgeschäft. Die breit aufgestellte Lieferantenstruktur ermöglicht eine flexible und wirtschaftlich stabile Abwicklung ohne Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern.

Umsatz
1.950.000 €
Ergebnis
179.000 €
Mitarbeiter
6
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Ein Unternehmen zur Übernahme finden

Viele Übernahmen erfolgen im Zuge einer altersbedingten Nachfolge, andere aus dem Wunsch nach beruflicher Neuorientierung. Fragen Sie den Verkaufsgrund gezielt nach und prüfen Sie die Geschäftsaussichten umso genauer, je weniger plausibel die Erklärung ist. Neben der Möglichkeit, ein Gesuch zu inserieren, finden Sie im Onlineportal der Deutschen Unternehmerbörse aktuelle Angebote, um ein Unternehmen zu kaufen – gezielt filterbar nach Branche und Region.

Existenzgründung: Übernahme statt Neugründung

Die Geschäftsübernahme ist eine attraktive Form der Existenzgründung. Zwar ist der anfängliche Kapitaleinsatz meist höher als bei einer Neugründung, dafür entfällt der langwierige Aufbau: Sie übernehmen ein eingespieltes Team, einen festen Kundenstamm und oft ein funktionierendes Lieferantennetz. Da Zahlen zu Erträgen und Kosten vorliegen, sind die Risiken überschaubarer.

Wert bestimmen und Finanzierung sichern

Für die Unternehmensbewertung gibt es verschiedene Verfahren – am gebräuchlichsten sind ertragswertorientierte Methoden. Einen guten Richtwert liefern die KMU Multiples; einen ersten eigenen Schätzwert erhalten Sie über Unternehmenswert berechnen. Ermitteln Sie anschließend Ihren Kapitalbedarf so genau wie möglich (Kaufpreis plus etwaige Investitionen in Modernisierung, Neuausrichtung oder Digitalisierung). Für Bank und Kapitalgeber ist ein überzeugender Businessplan mit schlüssigem Finanzkonzept entscheidend.

Das Unternehmen vor der Übernahme prüfen

Ein großer Vorteil der Übernahme: Es liegen historische Daten vor. Prüfen Sie vor dem Kauf insbesondere:

  • Finanzdaten – Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen der Vorjahre, idealerweise mit Blick in die Buchführung und Steuererklärungen.

  • Mitarbeiter – Verträge werden mit übernommen und beeinflussen die künftige Planung.

  • Verträge – Miet-, Leasing-, Lieferanten- und Kundenverträge auf Konditionen und Kündigungsfristen prüfen.

  • Verbindlichkeiten – gehen automatisch auf den neuen Eigentümer über, inklusive möglicher Pensions- oder Steuerlasten.

  • Weiche Faktoren – Ruf des Unternehmens, Stimmung im Team und die Frage, ob das Unternehmen zu Ihnen passt.

Die Übernahme rechtlich absichern

Sind sich Käufer und Verkäufer einig, wird die Geschäftsübernahme in einem schriftlichen Übernahmevertrag geregelt. Neben der genauen Erfassung von Betriebsvermögen und Verbindlichkeiten sollte auch die Haftung – etwa für früher entstandene Geschäftsschulden – klar geregelt werden. Regionale Informationen zur Übernahme bietet Nachfolge in Deutschland.