Wettbewerb aus dem Valley – Joint Venture als Option

Joint Venture mit US-Herausforderern, Auslaufmodell Brennstoffzelle, Revolution in der Formel 1: Im Interview mit DUB.de spricht Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, Klartext über Google und Apple als mögliche Partner, die mangelnde Perspektive für die Brennstoffzelle und die Chancen der Digitalisierung in der Formel 1-Übertragung.

„Wir stehen vor der Neuerfindung des Automobils“, kündigt Dieter Zetsche im Interview mit der Deutschen Unternehmerbörse DUB.de an. Aus Sicht des Daimler-Chefs konvergieren die Branche für Consumer Electronics und die Automobilindustrie. Das eröffne unglaublich viele Chancen. Der Grund: „Aus der Idee des autonomen Fahrens wird eine realistische Perspektive“, so der Daimler-CEO. „Das Schlagwort heißt ‚the third place’: Neben dem Zuhause und dem Arbeitsplatz wird mit dem Auto ein dritter Raum geschaffen, in dem nicht nur am Steuer gesessen wird, sondern in dem auch gearbeitet, kommuniziert und entspannt werden kann.“

Den „beeindruckenden Leistungen und der finanziellen Macht“ von Google und Apple zollt Zetsche Respekt. Auf ihr Eindringen in sein angestammtes Territorium verfalle er allerdings nicht in Angststarre, sondern setze auf Wettbewerb oder Zusammenarbeit. „Eine Option könnte sein, dass die Autos in einem Joint Venture entstehen und wir diese dann bauen. Aber ich spreche hier rein fiktiv“, pokert der Daimler-Chef mit Blick auf die Zukunft.

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