Das Portal für Unternehmer, Gründer und Investoren
 

Revolution im Herzen der Zeit

Mit Millioneninvestitionen und jahrelanger Entwicklungsarbeit hat es Nomos Glashütte geschafft: Die Uhrenmanufaktur baut mit dem Swing System ein eigenes Assortiment und ist damit unabhängig von Zulieferern. Eine Sensation in der Branche.

Es ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit“, sagte Neil Armstrong, als er 1969 den Mond betrat. 45 Jahre später und rund 385.000 Kilometer entfernt fühlt sich Uwe Ahrendt ein klein bisschen wie der berühmte Astronaut: „Für uns ist es ein wenig wie die Landung auf dem Mond.“ Worauf der Geschäftsführer der Uhrenmanufaktur Nomos Glashütte anspielt, ist die Fertigung eines selbst entwickelten Assortiments. Das Bauteil, das sich aus Unruh, Spirale, Ankerrad und Anker zusammensetzt, ist zwar nur eines von vielen millimeterkleinen Komponenten des mechanischen Uhrwerks. Und doch ist die eigene Herstellung „nichts weniger als eine Sensation“, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ feststellte. Denn mit diesem Schritt macht sich Nomos Glashütte unabhängig von Zulieferern.

Die Kunst der Präzision

Das Nomos-Swing-System – in der Sprache der Uhrenmacher auch Assortiment, Reglage oder Hemmung genannt – ist das Herz der Uhr. Es sorgt also für das typische Tick-Tack. Ohne dieses System würde sich die Kraft aus der gespannten Feder ungebremst auf die Rädchen übertragen. Die Uhr stünde binnen Sekunden still, statt ihre Zeiger unermüdlich im gleichmäßigen Takt zu bewegen. Damit das Assortiment respektive Swing-System zuverlässig funktioniert, muss es außerordentlich präzise gefertigt sein, mit Toleranzen von bis zu vier My – dem Zehntel einer Haaresbreite. Dafür sind nicht nur spezielle Maschinen nötig, sondern auch das ständige Prüfen und Nachjustieren der Werkzeuge. „Es gibt nur wenige Unternehmen auf der Welt, die diese Kunst beherrschen“, erklärt Ahrendt. Seine Premiere feierte das neue Swing-System im Modell Metro, das im Frühjahr 2014 auf der Uhrenmesse Baselworld vorgestellt wurde.

Sieben Jahre Forschung

Der Weg dorthin war lang: 11,4 Millionen Euro hat die mittelständische Manufaktur, die im Gegensatz zu vielen anderen Marken nicht zu einem Großkonzern gehört, investiert und sieben Jahre lang zusammen mit der Universität Dresden geforscht. „Ohne einen so zuverlässigen Finanzierungspartner wie die DZ Bank hätten wir dieses Mammutprojekt nicht stemmen können“, sagt Ahrendt. Die Geschäftsbeziehung besteht seit der Unternehmensgründung. „Das schafft Vertrauen, was bei solchen Langfristprojekten besonders wichtig ist.“ Dass dieses Vertrauen auf Gegenseitigkeit beruht, unterstreicht die Initiative „Deutschland – made by Mittelstand“, mit der die Genossenschaftliche FinanzGruppe Danke sagt für die mittelständische Wirtschaftsleistung. Die Unabhängigkeit von externen Zulieferern ist für den Nomos-Chef ein riesiger Wettbewerbsvorteil. Denn die meisten Hersteller müssen das Swing-System bei einem Schweizer Zulieferer einkaufen, der die Stückzahlen beschränkt hat. Mehr als die im Jahr 2010 ausgelieferten Einheiten verkauft der Zulieferer nicht. Der Branche droht sogar ein Lieferstopp, allerdings haben die Schweizer Wettbewerbshüter den Herstellern bislang einen Aufschub bis 2016 verschafft. „Unser innovatives Swing- System gibt unserem Unternehmen die Möglichkeit zu wachsen“, sagt Ahrendt. „In den vergangenen drei Jahren haben wir unsere Umsätze verdoppelt. Das Gleiche streben wir auch für die kommenden drei Jahre an.“ Andere Hersteller seien dagegen auf das Niveau von 2010 limitiert. Für Nomos Glashütte haben sich Mut, Ausdauer und Erfindergeist schon jetzt bezahlt gemacht.

Das interessiert andere Leser

  • Das Who’s who deutscher Konzernlenker verrät exklusiv, wie es sich die digitale Welt von morgen vorstellt.
    Quintessenzen des Erfolgs

    Denke stets vom Kunden her! An welchen Leitplanken sich 15 Konzernchefs bei ihren Strategien orientieren.

  • Kai Enders im DUB UNTERNEHMER-Magazin Herbst 2016
    Modernisierung des Verbands

    Kai Enders, neuer Vorstand des Deutschen Franchise-Verbands, hat sich hohe Ziele gesteckt.

  • DFV-AWARDS
    Neue Aushängeschilder

    Der Franchise-Verband hat fünf Unternehmen ausgezeichnet. Was macht diese zu Botschaftern für die gesamte Franchisewirtschaft?

  • Lisa Mayer, Olympionikin und erfolgreiche Studentin ist Sport-Stipendiatin des Jahres 2016
    Sprinterin räumt ab

    Lisa Mayer, Olympionikin und erfolgreiche Studentin ist „Sport-Stipendiat des Jahres 2016“.

  • Der Transformator
    Wachgeküsst

    Wie aus einem unprofitablen Familienbetrieb ein europäischer Champion wird, zeigt das Beispiel Europart.

  • Regierung hilft Start-ups
    Regierung hilft Start-ups

    Dank Steuererleichterungen für Investoren sollen junge Unternehmen leichter an frisches Kapital kommen.

  • Erfolgreich mit Hundefutter: Franchise-Unternehmer Torsten Toeller
    Selfmade-Millionär auf Abwegen?

    Torsten Toeller, Chef des Franchise-Imperiums Fressnapf, zieht sich zurück. Was steckt dahinter?

  • Firmenwerte: KMU-Multiples
    Schwacke-Liste für KMUs

    Neue Tabellen von DUB.de und concess.de helfen bei der Bewertung kleiner und mittelständischer Unternehmen.

  • Migranten als Gründer
    Mehr als Dönerbude

    Wenn Migranten ein Unternehmen gründen, sind sie längst nicht mehr nur in den Bereichen Gastronomie oder Handel aktiv. Viele schaffen erfolgreich Jobs.

  • Firmen fiebern nach Fusionen
    Das große Fressen

    Bayer, Fresenius, Volkswagen: Deutsche Unternehmen sind in Shoppinglaune. Dabei sah es zu Jahresbeginn düster aus im M&A-Sektor.

  • MBO - Vom Manager zum Eigentümer
    Vom Manager zum Eigentümer

    Wenn eine Firma per Management Buy-out gekauft wird, muss nicht nur das Engagement der Besitzer in spe passen, sondern auch die Finanzierung.

  • Social Media im Franchise
    Social Media für Franchise

    Wie Franchise-Unternehmen Facebook, Twitter oder Whats App richtig nutzen.

  • War for talents
    Bereit für die Neuen? Wahl des Arbeitgebers bei der Generation Y

    Bei der Wahl des Arbeitgebers gilt die Generation Y als besonders anspruchsvoll. Welches Unternehmen positioniert sich am besten im ‚War for Talents’? Eine Studie will der Frage auf den Grund gehen.

  • Wladimir Klitschko 2016
    Veränderungen managen

    Ex-Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko und die Universität St. Gallen zeigen Führungskräften und Managern, wie sie die Herausforderungen der Digitalisierung meistern.

  • LMU München
    Start-up-Hochburg München

    Der Inkubator der Ludwig Maximilians-Universität München (LMU) hat bereits 165 Start-ups mit mehreren hundert Millionen Euro Marktwert hervorgebracht.

  • Stefan Wagner
    CSR ist kein Werbe-Chichi

    Stefan Wagner, Chef der HSV-Stiftung, sagt, weshalb Corporate Social Responsibilty nicht nur Marketing sein darf.

  • In England und Frankreich werden deutlich mehr Unternehmen in Firmenbörsen inseriert als in Deutschland
    Beliebte Firmenbörsen

    Hoppla, in England und Frankreich werden deutlich mehr Unternehmen inseriert als in Deutschland. Wieso?

  • Jaguar. Ein 67-jähriger Brite hat sein Unternehmen an seine Mitarbeiter verschenkt.
    Geschenk vom Chef

    Der Brite Peter Neumark hat ein besonderes Geschenk für seine Angestellten: das Unternehmen.

  • Kingii Startup 2016
    Mehr als Samwer

    Drei spannende Start-ups von der WHU – Otto Beisheim School of Management.

  • Olympioniken auf Praktikumssuche
    Olympioniken auf Praktikumssuche

    Einmal bei den Olympischen Spielen antreten – diesen Traum hat sich unser Team in Rio erfüllt. Um an ihrer zweiten Karriere zu feilen, suchen einige der Top-Athleten auf DUB.de nach einem Praktikumsplatz.

  • Pater Notker Wolf
    Der CEO der Benediktiner

    Notker Wolf, Abtprimas des Mönchsordens, über guten Führungsstil und ernsthaftes Zuhören.

  • Berlins Turbo für Gründer
    Die besten Start-ups der TU Berlin

    Hochschul-Inkubator der Technischen Universität Berlin fördert Unternehmertalente. Wir haben drei jungen Firmen über die Schulter geschaut.

  • Wie Franchise-Systeme die Digitalisierung anpacken
    Big Franchise-Data

    Sieben Franchise-Geber verraten, wie sie das Verhalten ihrer Kunden analysieren und was sie mit den Daten anfangen.

  • Die sechs Erfolgsgeheimnisse starker Markenfirmen
    Das Geheimnis starker Marken

    Warum will jeder ein iPhone? Weshalb sagen wir „Tempo“ statt „Taschentuch“? Die Marke macht den Unterschied.

  • Nachfolge in Deutschland
    Was kostet ein Unternehmen?

    Eine aktuelle Studie hat untersucht, wie viel Geld 2015 bei Übernahmen geflossen ist. Die erstaunliche Antwort: In zwei Drittel der Fälle kein Cent.

  • Bernhard Kluge, Covendit
    Den richtigen Käufer finden

    Wer sein Unternehmen verkaufen will, braucht den richtigen Käufer. Klingt total trivial, ist es in der Realität aber nicht.

  • Mitarbeitersuche
    Wachstumsschmerzen

    Drei von vier deutschen Start-ups rechnen mit steigenden Umsätzen. Doch wer expandieren will, braucht auch mehr Personal.

  • Das 4-Stunden-Startup
    Das 4-Stunden-Startup

    Es hat ihn (noch) nicht reich gemacht, aber sein Leben bereichert: Felix Plötz hat ein Start-up aus der Taufe gehoben – neben seinem Hauptberuf.

  • Maui im Binnenland
    Surfen auf dem Baggersee

    „Stand Up Paddler“ bevölkern Deutschlands Badeseen. Ein (wackliger) Selbstversuch.

  • Kampf um die Besten
    Die neue Welt der Berater

    Big Data, Digitalisierung, Regulierung: Die Unternehmensberatung verändert sich rasant.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen
Jetzt Newsletter bestellen
DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick