Franchisenehmer werden

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Wie wird man Franchisenehmer?

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen rund um das Thema "Einstieg als Franchisenehmer".

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Wissen zum Thema Franchising

Definition Franchising

Franchisenehmer werden

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Finanzierung

Hilfe zum Thema Franchising

F. A. Q.


Franchisenehmer werden

Selbständigkeit gibt es in vielen Formen. Kaufen, Gründen oder in ein bestehendes System einsteigen. Auf DUB.de finden Sie Unternehmen, die zum Verkauf stehen, Startups, die eine Finanzierung suchen und Franchisesysteme, die Unternehmer für sich gewinnen wollen. Die wichtigsten Fragen rund um Franchise sollen an dieser Stelle beantwortet werden.

Was ist Franchising?

Franchising ist ein auf Partnerschaft basierendes Vertriebssystem mit dem Ziel der Verkaufsförderung. Dabei räumt ein Unternehmen, das als so genannter Franchisegeber auftritt, seinen Partnern (den Franchisenehmern) das Recht ein, mit seinen Produkten oder Dienstleistungen unter seinem Namen ein Geschäft zu betreiben. Die Definition der European Franchise Federation (EFF) finden Sie hier.

Was kostet einen Gründer Franchising?

Zum einen ist Eigenkapital erforderlich, das abhängig von der Investitionssumme ist, die zwischen 10.000 und 250.000 €, aber auch weit darüber liegen kann. In der Regel sind mindestens 20% durch Eigenmittel zu erbringen. Dazu kommen die Eintrittsgebühr und oft auch eine Lizenzgebühr, die auf den Umsatz berechnet wird. Die laufenden Gebühren belaufen sich in der Regel auf 1 bis 15% des Netto-Umsatzes und sind abhängig von den Leistungen, die der Franchisegeber erbringt. Aber auch eine Werbeumlage kann auf den Franchisenehmer zukommen. Natürlich darf man die laufenden Kosten, die aus dem Betrieb entstehen, nicht vergessen.

Was ist der Vorteil vom Franchising?

Franchisesysteme sind in der Regel getestet und haben ihre Marktfähigkeit bewiesen. Darüber hinaus werden Sie als Unternehmer vom Franchisegeber mit Wissen unterstützt und profitieren von dem Bekanntheitsgrad des Systems. Vorteilhaft ist auch, dass sie auf etablierte Geräte, Produkte und Distributionsketten zurückgreifen und diese nicht erst selber entwickeln müssen. Darüber hinaus kaufen viele Systeme gemeinsam ein, was unschlagbare Einkaufskonditionen mit sich bringen kann.

Was können die Leistungen des Franchisegebers sein?

Die Leistungen reichen von der Einrichtung von Schutzrechte über Einkaufsvorteile, Schulungen, Dienstleistungen sowie die Unterstützung in betriebswirtschaftlichen Fragen, Marketing und PR. So kann sich der Franchisenehmer auf den Absatz vor Ort konzentrieren und die Marktmacht der Franchisegeber für sich nutzen, während sich der Franchisegeber auf seine Kompetenzen beschränkt und für das Betriebskonzept verantwortlich ist.

Wer kann Franchisenehmer werden? Was muss ich mitbringen?

Nicht jeder bekommt eine Franchise-Lizenz. Die Lizenz-Geber überprüfen die Bewerber auf fachliche und kaufmännische Qualifikation, Führungspotential und Passung zur Marke. Die „Chemie“ sollte stimmen, um sich einig zu werden. Beim Franchising ist es möglich, dass Personen Franchisenehmer werden, die branchenfremd sind, da meist Schulungen durch den Franchisegeber den Franchisenehmer auf das Geschäft intensiv vorbereiten. Sie persönlich sollten ein Organisationstalent sein, Spaß an unternehmerischen Entscheidungen haben, sich vor Verantwortung nicht scheuen und am besten ihre Familie als unterstützenden Anker mit im Boot haben. Nur so kann der Schritt in die Selbstständigkeit erfolgreich sein.

Natürlich sollte das nötige Kapital mitgebracht werden, um die Investition zu tätigen und weitere finanzielle Mittel von Kreditgeber zu bekommen. Lesen Sie mehr dazu hier.

Wie sieht die rechtliche Stellung des Franchisenehmer aus?

Sie sind rechtlich selbstständige Unternehmer, die auf eigene Rechnung und im eigenen Namen agieren.

Wie viel Kontrolle besitzt der Franchisegeber?

Zwar agiert der Franchisenehmer als rechtlich selbstständiger Unternehmer, doch nicht alles kann er frei entscheiden. Da er eingebettet in der Marke arbeitet, muss der Franchisenehmer auch die großen Richtlinien einhalten: die Marketingaktionen, er darf nur die Produkte der Marke verkaufen und das Design z.B. im Laden beibehalten. Was einengend wirken mag, ist auf der anderen Seite Bekanntheit und einen Wiedererkennungswert, sodass Kunden das Geschäft aufsuchen, weil sie die Produkte und den Service kennen.

Ist Franchising ohne jegliches Risiko?

Es gibt einen Vorteil, den viele Existenz-Gründer nicht besitzen. In der Studie von 2012 fand der DFV heraus, dass nach einem Jahr Geschäftstätigkeit noch 94% der Franchisenehmer aktiv waren, während nur bei 80% derjenigen ohne Franchise. Nach 2 Jahren waren es immer noch 90%, die existent waren, während 75% der Startups ohne Franchise überlebt hatten.

Es bleibt zu sagen, dass der Franchisenehmer, wie jeder Unternehmer, das volle unternehmerische Risiko trägt. Doch kann dies durch die Kooperation mit dem Franchisegeber eingedämmt werden. Es ist also wichtig, das Geschäftsmodell und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den Franchisegeber vor Einstieg im Detail zu prüfen. Ein paar grundsätzliche Prüfungspunkte und Checklisten finden Sie hier.

Gibt es Muster-Franchise-Verträge?

Nein, da es unterschiedliche Systeme gibt, gibt es keinen allgemeingültigen Vertrag im Franchising.

Franchising ist anders als in anderen europäischen Ländern, wie z.B. Italien, Spanien oder Schweden, gesetzlich nicht direkt geregelt, unterliegt aber trotzdem unterschiedlichen Rechtsgebieten, wie Rechtsschutz, Handels- , Schuldrechts-, Wettbewerbs-, und Kartellrecht und ist ein sogenannter „Typenkombinationsvertrag“.

Es gibt einen von der EU-Kommission erarbeiteten Verhaltenskodex für Franchising. Viele Systeme und Verbände wie der DFV sehen diese als verpflichtend an.

Nutzt ein Franchisegeber den Vertrag häufiger, unterliegt dieser der AGB-Prüfung und hat bestimmte Anforderungen, wie z.B. Sichtbarkeit und Verständlichkeit zu erfüllen. Sollten Fragen dazu aufkommen, wenden Sie sich am besten an einen spezialisierten Rechtsanwalt.

Welche Gesellschaftsform ist die richtige

Diese Frage kann so nicht beantwortet werden und muss für den jeweiligen Einzelfall analysiert werden.

Grundsätzlich sind aber alle Personen- und Kapitalgesellschaften möglich. Doch sollten die dahinter stehenden Bedingungen und Anforderungen, wie z.B. Haftung, Steuern oder Buchführungspflicht, berücksichtigt werden.

Wie lange läuft ein Franchise-Vertrag?

I.d.R beträgt die Erstlaufzeit fünf Jahre. Eine längere Laufzeit kann unter Umständen nicht zulässig sein, ist aber abhängig von dem jeweiligen Franchise-System. Während der Erstlaufzeit sollte die Planung es erlauben, das investierte Kapital zurück zu verdienen, das heißt, der Amortisationszeit der Investition entsprechen. Das bedeutet aber auch: Je höher die Investition ist, desto länger kann die Laufzeit sein.

Ist eine Vertragslaufzeit festgelegt, so kann man den Vertrag in der Regel nicht ordentlich kündigen. Dann kann nur noch eine außerordentliche Kündigung erfolgen, wenn zum Beispiel das Vertrauensverhältnis zwischen beiden Parteien nachhaltig erschüttert ist und eine Abmahnung erfolgte.

Die rechtlichen Hinweise auf dieser Seite sind ohne Gewähr. Es empfiehlt sich, immer eine rechtliche Beratung im Vorfeld und bei der Vertragsverhandlung dazu zu holen.