Ein passendes Unternehmen finden
Definieren Sie vorab die wichtigsten Kriterien: Branche (passt sie zu Ihren Stärken?), Standort und dessen Potenzial, Rechtsform samt Vor- und Nachteilen, Unternehmensgröße (sie bestimmt die Komplexität der Übernahme) und die bisherige Performance. Analysieren Sie die Historie des Betriebes genau – im deutschen Mittelstand stehen laut KfW zehntausende Unternehmen zur Übernahme bereit, der Zeitpunkt ist also günstig. Regionale Einblicke bietet Nachfolge in Deutschland.
Respekt und Vertrauen in den Verhandlungen
Die Übergabe eines Unternehmens ist für den Verkäufer auch eine emotionale Angelegenheit – es geht um ein Lebenswerk. Begegnen Sie ihm mit Respekt, ohne von Ihren Prinzipien abzuweichen. Kommunizieren Sie offen und ehrlich und erzählen Sie ruhig zuerst von sich: So kann sich der Verkäufer ein genaues Bild machen und erkennt, dass Sie ernsthaftes Interesse am Unternehmen als Ganzes haben.
Eine gute Vorbereitung ist essenziell
Heben Sie sich von anderen Kandidaten ab, indem Sie zeigen, dass Sie sich über Firma und Stakeholder genau informiert haben. Bereiten Sie Unterlagen vor, die Ihre Argumente stützen – auch Nachweise über ausreichendes Eigenkapital. Überzeugen Sie den Verkäufer mit einer klaren Vorstellung davon, wie Sie den Erfolg des Unternehmens fortführen und ausbauen wollen.
Auf die richtige Unternehmensbewertung kommt es an
Verkäufer und Nachfolger haben fast immer unterschiedliche Vorstellungen vom Wert. Bewahren Sie einen kühlen Kopf und konzentrieren Sie sich auf Fakten statt auf Emotionen – eine fundierte Unternehmensbewertung schafft dafür die Grundlage. Ziel ist ein Kaufpreis, mit dem beide Seiten leben können – erreicht durch Überzeugung, nicht durch Druck. Nehmen Sie sich Zeit, Markt, Stärken, Schwächen sowie Chancen und Risiken gründlich zu analysieren. Zentrale Fachbegriffe rund um die Übernahme erklärt unser Glossar.