Inside Silicon Valley: „China ist unsere größte Herausforderung“

Interview: Keith Krach über seinen Werdegang bei General Motors

Silicon-Valley-Ikone Keith Krach über sein Erfolgsrezept für den digitalen Wandel, die Chancen Künstlicher Intelligenz und einen drohenden Wirtschaftskrieg mit China.

Ideentausch Keith Krach lädt regelmäßig zum Austausch, hier mit DUB UNTERNEHMER-Herausgeber Jens de Buhr (Foto: Tomas Ovalle)

Ideentausch Keith Krach lädt regelmäßig zum Austausch, hier mit DUB UNTERNEHMER-Herausgeber Jens de Buhr (Foto: Tomas Ovalle)

Noch Zeit für ein kurzes Interview? Kein Problem bei Keith Krach. Gerne nimmt er sich die Zeit und stellt sich in seinem Wohnzimmer vor die Kamera, im Hintergrund die Golden Gate Bridge. Denn gerne teilt der aufgeweckte Top-Manager seine reichhaltigen unternehmerischen Erfahrungen mit seinen Gästen

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Sie waren mit 26 Jahren der jüngste Vizepräsident von General Motors – kurz GM. Ihnen standen alle Konzerntüren offen. Warum haben Sie sich trotzdem für eine risikoreiche Unternehmerkarriere entschieden?

Keith Krach: Ich bin GM ewig dankbar. Der Konzern hat sowohl meinen Ingenieursabschluss an der Purdue-Universität als auch meinen Harvard-MBA finanziert. Aber noch wichtiger: GM hat mir ermöglicht, mein Potenzial in einer Weise auszuschöpfen, wie ich es mir nie hätte vorstellen können. Dort konnte ich als zweiter Schichtvorarbeiter am Fließband für Fahrgestelle, als Mitarbeiter des Vorstands in der New Yorker Finanzzentrale sowie als Ingenieur im größten technologischen Zentrum der Welt arbeiten. Dabei habe ich Dinge gelernt, die in keinem Buch stehen. Etwa, die Skalierungsvorzüge und Größenordnungen eines Fortune-100-Unternehmens zu verstehen. Das hat mir sehr beim Management meiner Unternehmen für Firmensoftware geholfen. Auch ein Joint Venture mit einem japanischen Unternehmen durfte ich bei GM leiten – heute die größte Robotikfirma der Welt. Vielleicht hat mich das dazu animiert, im Hightech-Bereich zu gründen. Andererseits wollte ich schon immer wissen, wie es wäre, es auf eigene Faust zu versuchen. Mit 30 Jahren sagte ich mir dann: Jetzt oder nie! Meine Kollegen in Detroit dachten, ich wäre verrückt. Zu gründen war definitiv eine Achterbahnfahrt, aber rückblickend würde ich es wieder tun.

Teil 1: Unternehmerporträt: Keith Krach, Ikone des Silicon Valley

Teil 2: Unternehmerporträt: Keith Krach, der Personalpolitiker

Teil 3: Interview: Keith Krach über seinen Werdegang bei General Motors

Teil 4: Interview: Keith Krach über den Erzrivalen des Silicon Valleys

 

 

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