„Schneller Zugriff"

Mobile Banking statt Bargeld?

Gabi Helfenstein, Projektleiterin für Tikkie, sieht im mobilen Bezahlen die Zukunft. Banking müsse selbstbestimmt und einfach funktionieren.

Gabi Helfenstein: Die Projektleiterin ist für Tikkie bei Moneyou, der Online-Marke von ABN AMRO, verantwortlich

Gabi Helfenstein: Die Projektleiterin ist für Tikkie bei Moneyou, der Online-Marke von ABN AMRO, verantwortlich (Foto: PR)

Mit der App Tikkie kann binnen weniger Sekunden Geld von einer Person zur anderen transferiert werden. Die Softwarelösungen wurden mit dem Münchner Unternehmen FinTecSystems konzipiert. Bargeld könnte so überflüssig werden.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Moneyou steht für Smart Banking. Welche Vorteile bringt es Nutzern?

Gabi Helfenstein: Für Bankkunden wird es immer wichtiger, eigenständig, individuell und vor allem mobil ihre Finanzen zu verwalten. Da der Alltag sich flexibler gestaltet als noch vor Jahren, muss sich das Banking anpassen. Einfache und transparente Strukturen sind dabei entscheidend, ebenso wie der schnelle Online-Zugriff auf alle Bankgeschäfte. Das schließt genauso unkompliziertes Anlegen in leicht verständliche Investmentfonds wie auch Tages-, Festgeld oder das Abschließen eines Ratenkredits ein. Moneyou setzt mit der Strategie des Smart Bankings genau an diesen Punkten an: Alle Services sind online rund um die Uhr verfügbar, einfach zu verwalten und jederzeit anpassbar, und das alles auf einer Plattform.

In den Niederlanden nutzen bereits über zwei Millionen Menschen kostenlos Tikkie, Smart-Banking-Angebote liegen im Trend. Welche Entwicklungen sehen Sie in der Zukunft?

Helfenstein: Wir sehen, dass Mobile Banking für die Bankkunden immer interessanter wird. Die heutige Generation erwartet, dass man alles mit dem Handy regeln kann, auch unterwegs. Da besonders Millennials viel reisen, ist es wichtig, dass die Bankdienste Tag und Nacht online verfügbar sind. Dabei steht die Benutzerfreundlichkeit im Vordergrund. Alles muss einfach zu bedienen sein, am liebsten in einer App. Der selbstbestimmte Bankkunde wünscht sich verständliche Produkte, um seine Bankgeschäfte allein regeln zu können. In Deutschland sind die Produkte teilweise noch viel zu kompliziert, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Das wollen wir ändern. Durch EU-Richtlinien zur einheitlichen Regulierung von Zahlungsdiensten und die Kooperation mit FinTechs sind Banken jetzt schon in der Lage, den Konsumenten ein viel intuitiveres und integrierteres Online-Banking anzubieten als bisher.

Welche sind wesentliche Unterschiede zu Mitbewerbern wie Paypal, dem Sparkassen-Angebot Kwitt oder FinTech-Angeboten wie Lendstar oder Cringle?

Helfenstein: Bei vergleichbaren Apps anderer Anbieter müssen die Nutzer ihre Konten bei der gleichen Bank haben oder beide Seiten die App herunterladen. Bei Tikkie benötigt nur derjenige, der das Geld bekommen will, die App. Die Zahlenden klicken lediglich auf den Link in der WhatsApp- oder Messenger-Nachricht und bezahlen in ihrem persönlichen Bankumfeld. Bereits alle notwendigen Informationen für die Überweisung – Empfänger-IBAN, Betrag und Verwendungszweck – sind ausgefüllt.

Hat das mobile Bezahlen das Potenzial, das Bargeld abzulösen?

Helfenstein: Auf jeden Fall, es dauert nur etwas länger. Wir sehen beispielsweise in Skandinavien schon ganz klar, dass das Bargeld dort so gut wie ausgedient hat. Die Deutschen halten nach wie vor beständig am klassischen Bezahlen fest. Das liegt aber hauptsächlich an den teuren Gebühren für Einzelhändler und nicht an der Einstellung zum bargeldlosen Bezahlen.

Das interessiert andere Leser

  • 26.09.2019 | Praxis-Workshop "Betriebliche Nachfolge"| Hamburg
    26.09.2019 | Workshop "Betriebliche Nachfolge"| Hamburg

    Anhand abgestimmter theoretischer Grundlagen und alltagsnaher praktischer Übungen wird den Teilnehmern essenzielles Methodenwissen für eine erfolgreiche Unternehmensübernahme und Führung vermittelt.

  • Unternehmenswert: Berater nehmen die Zahlen objektiv unter die Lupe
    Wahre Werte

    Stefan Butz, öffentlich bestellter und vereidigter Gutachter, erklärt, worauf es bei Unternehmensbewertungen ankommt.

  • Die Suche nach einem passenden Unternehmensnachfolger auf DUB.de
    Ein Geduldsspiel

    Worauf man bei der Suche nach einem passenden Unternehmensnachfolger achten sollte erklärt Thomas Sonntag, Gründer der Unternehmerberatung Nachfolgekontor.

  • Best Practise: Unternehmensnachfolge auf DUB.de
    „Voller Tatendrang“

    In nur drei Monaten hat Ömer Uzuner die Technologiegruppe IGEA, DMS und NFT übernommen. Wenn es zwischen Verkäufer und Käufer passt, kann sogar eine Unternehmensnachfolge schnell gehen.

  • Unternehmenskaufvertrag: Das lästige Kleingedruckte
    Unternehmenskaufvertrag: Das lästige Kleingedruckte

    Die Details einer Unternehmensnachfolge sind in einem Unternehmenskaufvertrag zu regeln. Worauf Käufer und Verkäufer achten sollten.

  • In vielen KMU werden Angestellte zu geeigneten Kandidaten für die Nachfolge.
    Unternehmensnachfolge: Angestellte als passende Nachfolger

    Die Nachfolge ist in vielen KMU stark bedroht und somit werden oftmals die eigenen Angestellten als geeignete Kandidaten in Erwägung gezogen. Welche Vorteile das haben kann, wird in diesem Beitrag beschrieben.

  • Unternehmensbewertung - Auf der Suche nach dem richtigen Preis
    Auf der Suche nach dem richtigen Preis

    Jedes Unternehmen ist einzigartig. Das macht Standardvergleiche schwieriger und erfordert ein großes Maß an Spezialwissen bei der Bewertung.

  • Franchise lohnt sich
    Franchise in Deutschland: Warum sich diese Form des Unternehmertums lohnt

    Franchise ist eine Erfolgsgeschichte. Die Branche floriert kräftig, wie die 3 Top-Franchisesysteme TeeGeschwendtner, Nordsee und FiltaFry zeigen.

  • Unternehmensnachfolge zieht an
    70% mehr neue Inserate auf der Deutschen Unternehmerbörse DUB.de im ersten Halbjahr 2019

    Unternehmensnachfolge zieht an. 70% mehr neue Inserate auf der Deutschen Unternehmerbörse DUB.de im ersten Halbjahr 2019

  • Veränderungsprozesse in Unternehmen
    Sprung ins kalte Wasser - Haufe Group Teil 1

    Mut zur Veränderung ist eine zwingende Voraussetzung für langfristigen Erfolg. Das Beispiel der Haufe Group zeigt, worauf es bei Innovations- und Transformationsprozessen ankommt.

  • Interview: Markus Reithwiesner und Hermann Arnold von der Haufe Group
    Bloß nicht zurücklehnen - Haufe Group Teil 2

    Geht es um Innovation, sehen Markus Reithwiesner und Hermann Arnold von der Haufe Group das ganze Unternehmen in der Pflicht. Was Flöße und Kreuzfahrtschiffe damit zu tun haben.

  • Kartellschadensersatzhaftung für Unternehmensnachfolger

    Kartellschadensersatzhaftung für Unternehmensnachfolger. Was die Entscheidung des EuGH zum Fall "C-724/17 – Skanska" für Unternehmensnachfolger bedeutet.

  • Nachfolge Checkliste machen und optimal auf den Nachfolgeprozess vorbereitet sein!
    Unternehmensnachfolge: Das müssen Sie in der Frühphase beachten

    Übersichtlich und hilfreich: Mit unserer Nachfolge Checkliste bereiten Sie sich optimal auf den Nachfolgeprozess vor. Jetzt hier herunterladen!

  • Franchiserecht:
    Franchiserecht: Über Pflichten und Rechte im Franchise

    Der Vertrag im Franchising wird dem Franchisenehmer vom Franchisegeber vorgelegt. Da dieser die rechtliche Grundlage darstellt, sollten die Klauseln genau geprüft werden.

  • FRANCHISE WEITER IM AUFWIND:
    Franchise weiter im Aufwind

    Steigende Umsätze, mehr Systeme und Partner: Der Franchiseverband hat positive Zahlen vermeldet und wieder die begehrten Awards verliehen.

  • Christian Grusemann vom IT-Systemhaus Bechtle
    Managed Security Services

    Nicht jedem Unternehmen gelingt es, die IT intern zu sichern. Die Alternative: Outsourcing. Christian Grusemann vom IT-Systemhaus Bechtle sagt, wie das aussieht.

  • Versicherungsbestand verkaufen – darauf sollten Sie achten
    Versicherungsbestand verkaufen – darauf sollten Sie achten

    Der Verkauf eines Versicherungbestandes gehört zu den spezielleren Formen der Nachfolge im Mittelstand - So läuft der Verkaufsprozess problemlos ab.

  • Wenn es perfekt passt

    Die NGC Nachfolgekapital tätigt mit dem Kauf der E-M-C-direct ihre erste Beteiligung. Ein zielgerichteter Nachfolgeprozess.

  • Die bKV-Experten über die Perspektiven der betrieblichen Krankenversicherung
    Wie der Chef für die Mitarbeiter sorgen kann

    Die bKV-Experten Rainer Ebenkamp, Frank Nobis, Sabrina van de Bürie, Robert Gladis und Marc Simons über die Perspektiven der betrieblichen Krankenversicherung.

  • Sonja Wärntges, CEO des Immobilienkonzerns DIC Asset.
    Wandel der Immobilienbranche

    Nur vier börsennotierte Unternehmen in Deutschland werden von einer Frau geführt. Sonja Wärntges, CEO des Immobilienkonzerns DIC Asset, zählt zu ihnen.

  • Miriam Wohlfarth, Geschäftsführerin und Gründerin des Zahlungsdienstleisters RatePAY
    Goldgräberstimmung

    Miriam Wohlfarth, Geschäftsführerin und Gründerin des Zahlungsdienstleisters RatePAY, über die Chancen der Digitalwirtschaft, eine perfekte Basis für Gleichberechtigung und Vielfalt in Unternehmen zu bieten.

  • Simone Ashoff, Good School
    Eine Frau, die das Digitale liebt und lebt

    Wie arbeiten Computerhacker? Und wie fühlt es sich auf einer virtuellen Schaukel an? In ihrer Good School hilft Simone Ashoff Managern, Digitalisierung (neu) zu begreifen.

  • Anke Giesen, Vorstand Operations bei Fraport
    „Mehr Diversität steigert den Unternehmenserfolg”

    Als Vorstand Operations bewegt Anke Giesen den Flughafenbetreiber Fraport. Die Förderung von Frauen ist für sie eine Herzensangelegenheit.

  • Dr. Melanie Maas-Brunner, President Nutrition & Health beim Chemieunternehmen BASF.
    Vielseitig Team führen zum Erfolg

    Welche Mechanismen bei der Suche nach passenden Talenten greifen und warum Mädchen Naturwissenschaften studieren sollten, erklärt Dr. Melanie Maas-Brunner, President Nutrition & Health beim Chemieunternehmen ...

  • Veronika Bunk-Sanderson, Telefónica Deutschland
    Kommunikation als Kernkompetenz

    Veronika Bunk-Sanderson steuert für Telefónica Deutschland als Director Communication und Investor Relations das Selbst- und Fremdbild des Telekommunikationsdienstleisters. Ein Interview mit dem DUB ...

  • Tijen Onaran, Gründerin von Global Digital Woman.
    „Menschen folgen Menschen“

    „Making the world more digital and female“ – mit diesem Claim möchte die Gründerin von Global Digital Woman, Tijen Onaran, Frauen zusammenbringen – auch um das Scheitern zu zelebrieren.

  • GmbH-Insolvenz: Den Verkauf als Weg aus der Krise nutzen
    GmbH-Insolvenz, und nun?

    Statt eines langwierigen Sanierungsverfahrens bietet sich bei Insolvenz häufig der Verkauf des Unternehmens an. Was dabei zu beachten ist.

  • Bester Franchisenehmer der Welt - jetzt Nominierung abgeben

    Nominieren Sie Ihre Franchisenehmer zum internationalen Award und präsentieren Sie Ihr Franchise-System und Ihre Marke auf internationaler Bühne.

  • Franchise Konzepte: Positive Stimmung in den Systemen
    Franchise Klima Index 2019

    Der Franchisemarkt boomt, die Stimmung ist gut. Das zeigt die neuste Erhebung des FKI. Zugleich treibt viele Franchise-Systeme um, wie sie schnell neue Mitarbeiter und Franchisepartner finden.

  • Unternehmensnachfolge im Fokus– „Turmgespräch des Mittelstands“
    "Turmgespräch des Mittelstands" in Düsseldorf

    Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) lud rund 50 wirtschaftliche Entscheider, Politiker und Fachexperten ein um über die Herausforderungen und Lösungen der Nachfolgerproblematik zu diskutieren.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen
Jetzt Newsletter bestellen
DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick
Das interessiert andere Leser