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So finden Sie einen Geschäftsführer richtig per Stellenanzeige

Suchen Sie für Ihr Unternehmen einen neuen Geschäftsführer? Wie sollte eine Stellenanzeige gestaltet sein? DUB.de gibt hilfreiche Tipps.

Flexibel, teamfähig, hohe Einsatzbereitschaft… Kennen Sie diese Begriffe irgendwoher? Sie denken an Stellenanzeigen? Ganz richtig. Erst jüngst hat eine Erhebung zum Ergebnis gehabt, dass deutsche Unternehmen in ihren Online-Stellenanzeigen vielfach auf Wortbausteine, Füllwörter und Substantivierung setzen. "Die meisten Texte sind aus handwerklicher Perspektive unprofessionell geschrieben“, resümieren die Studieninitiatoren Manfred Böcker und Sascha Theisen, die mehr als 120.000 Jobannoncen analysierten.

Wer aus der Masse der Unternehmen herausragen will, sollte nach Meinung von Bewerbungsexperten Aufmerksamkeit erregen. Dazu gehört zum einen frisches Fotomaterial und nicht etwa das abgegriffene Bild einer Karriereleiter. Lange Eingangstexte sind ebenfalls nicht zu empfehlen. „Kurz und prägnant sollte eine Anzeige, in der eine Geschäftsführerposition ausgeschrieben ist, formuliert sein“, sagt Frank Weingarten, Mitglied der Geschäftsleitung bei Consultingunternehmen Kienbaum. Auch Geschäftsführer suchen auf Smartphones nach Jobs, verständliche, auf den Punkt gebrachte Stellenanzeigen sind deswegen vonnöten.

Ungeschriebenes Gesetz beim Aufbau einer Stellenanzeige ist es, im ersten Abschnitt das Unternehmen kurz vorzustellen. Im Nachfolgenden werden die Aufgaben des gesuchten Kandidaten aufgelistet. Im letzten Teil der Anzeige wird das fachliche und menschliche Profil des Bewerbers beschrieben.

Da so manche Stellenanzeige Ausgangspunkt für eine juristische Auseinandersetzung ist, sollten die Anzeigen nach Meinung von Bewerbungsexperten stets sachlich und objektiv gestaltet sein. „No-gos sind jegliche Diskriminierungen“, sagt Weingarten. Hinweise, wie Angaben zum Alter, Geschlecht oder Herkunft gehören spätestens seit dem Antidiskriminierungsgesetz nicht in eine Anzeige. „Vor allem der Titel der zu besetzenden Position sollte immer in männlicher und weiblicher Schreibform angegeben werden, und Altersbegrenzungen sollten vermieden werden“, sagt Weingarten.

Überhaupt der Titel: Längst haben sich hierzulande in vielen Unternehmen englischsprachige Berufsbezeichnungen wie etwa der „Chief Compliance Officer“ durchgesetzt. Trotzdem verwenden Kandidaten bei der Suche im Netz häufig deutsche Suchbegriffe.

Immer wichtiger wird in Zeiten von sinkender Arbeitslosigkeit und damit von Bewerbermärkten, dass suchende Unternehmen ihre Vorteile klar und deutlich benennen können und auch ihre Unternehmenskultur einladend beschreiben können.

Bei den gesuchten Profilen der Bewerber legen die Arbeitgeber neben den messbaren Qualifikationen wie beruflicher Werdegang oder fachlichen Kompetenzen immer mehr Wert auf die Managementkompetenzen sowie auf die sogenannten soft skills. Bewerbungsexperte Weingarten nennt hierbei: Führungsstil, Durchsetzungs- und Kommunikationsstärke und soziale Empathie. Laut Experten sollten diese Begriffe allerdings kurz beschrieben werden, damit sie nicht als Worthülsen langweilen.

Wie viele augenzwinkernde Formulierungen sind in Stellenanzeigen sinnvoll? „Humor ist bei Stellenanzeigen für Geschäftsführerpositionen aus unserer Sicht eher unangebracht und wird bei dieser Art von Anzeigen in der Regel nicht verwendet“, sagt Weingarten. Ausnahmen sind für ihn aber auch denkbar, etwa, wenn innovative Unternehmen oder Startups ihr Image in Anzeigen wider spiegeln wollen.

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