Vordenker digitale Infrastruktur: Home, sweet Data-Home

Rechenzentrum: Das sichere Zuhause für die IT

Toan Nguyen, Director Business Development und Cloud Platform bei e-shelter, über das sichere Lagern von Daten.

Toan Nguyen ist Director Business Development und Cloud Platform bei e-shelter

Toan Nguyen ist Director Business Development und Cloud Platform bei e-shelter (Illustration: Philipp Möller/JDB MEDIA)

Wer seine Geschäftsdaten sicher lagern will, muss an einiges denken. Server brauchen eine zuverlässige Strom­versorgung und Kühlung. Schutz vor virtuellen und realen Eindringlingen ist ebenfalls Pflicht. Und auch an den allerschlimmsten Fall muss gedacht werden: Was passiert bei Feuer oder wenn Stark­regen das Gebäude unter Wasser setzt? Den Aufbau einer professionellen IT-Infrastruktur möchte sich nicht jedes Unternehmen leisten. Entsprechend steigt die Nachfrage bei Colocation-Anbietern, wie die Betreiber von Rechenzentren heißen. Sie sind die großen Profiteure der digitalen Transformation – auch weil die Datenmengen durch das Internet of Things, mobile Endgeräte und Co. stetig steigen.

Ein strategisch wichtiger Ort für die Branche ist Frankfurt am Main. Mit dem DE-CIX, dem Deutschen Commercial Internet Exchange, findet sich in der hessischen Stadt – gemessen am Datendurchsatz – der größte Internetknoten der Welt. Allein der Anbieter e-shelter betreibt in und um Frankfurt drei Rechenzentren mit einer Fläche von 65.000 Quadratmetern; ein weiterer Standort mit einer Gesamtkapazität von 24.000 Quadratmetern befindet sich in Bau. Toan Nguyen, Director Business Development bei e-shelter, erklärt, warum Rechenzentren mehr als nur Datenlager sind.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Welche Rolle spielen Sie als Betreiber von Rechenzentren bei der digitalen Transformation?

Toan Nguyen: Wir sehen uns als Rückgrat der Transformation. Digitalisierung heißt: Es fallen deutlich mehr ­Daten an. Und damit werden mehr hochverfügbare Rechenzentren gebraucht. Weil wir eine stetig steigende ­Nachfrage erwarten, investieren wir derzeit in den Ausbau unserer Kapazitäten. So müssen Kunden dann, wenn sie den Platz brauchen, nicht erst neun Monate Bauzeit abwarten, bis sie ihre IT bei einem Colocation-Anbieter betreiben wollen.

Was meinen Sie mit „hochverfügbar“?

Nguyen: Rechenzentren sind nichts anderes als das ­Zuhause der IT. Und das Zuhause ist der Ort, an dem man sich rundum wohl- und sicher fühlt. Wenn wir also von Hochverfügbarkeit sprechen, meinen wir: Sicherheit und Erreichbarkeit der Daten sind immer gewährleistet. Fällt etwa der Strom aus, springen wir mit eigenen Batterien und Dieselaggregaten ein. Damit können wir bis zu 72 Stunden Strom am Standort pro­du­zieren. So eine Infrastruktur kann sich ein einzelnes Unternehmen meist nicht leisten. Ein Rechenzentrumsanbieter dagegen schon, da er die Kosten auf ­viele Kunden verteilen kann.

Teil 1: Rechenzentrum: Das sichere Zuhause für die IT

Teil 2: Mit einem Innovation Lab zur digitalen Infrastruktur

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