„Sparte mit Potenzial“

Interview mit Mathias Scheuber

Eine Cyberversicherung hilft im Notfall bei der Wiederherstellung des Geschäftsbetriebs. Worauf beim Abschluss einer Police zu achten ist, erklärt Mathias Scheuber, CEO der ERGO Versicherung.

Mathias Scheuber ist seit 2018 Vorstandsvorsitzender der ERGO Versicherung. Zuvor war der Verwaltungswissen­schaftler 35 Jahre für die Allianz tätig

Mathias Scheuber ist seit 2018 Vorstandsvorsitzender der ERGO Versicherung. Zuvor war der Verwaltungswissen­schaftler 35 Jahre für die Allianz tätig (Foto: PR)

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Wie hat sich die Nachfrage nach Cyberversicherungen entwickelt?

Mathias Scheuber: Cyberrisiken sind die Kehrseite der Digitalisierung. Wie bei anderen Risiken zählt für den passen­den Schutz die individuell richtige Mischung aus Prävention und Schadenbegrenzung. Wir als Versicherer bringen unsere Kernkompetenz ein: den Umgang mit Risiken. Wir sehen die Cyber­versicherung als Sparte mit enormem Zukunftspotenzial

Welche Risiken sollte eine Cyberversicherung abdecken?

Scheuber: Cyberversicherungen für Unternehmen ab einer bestimmten Größe sehen eine umfassende Drittschaden­deckung vor, zum Beispiel Haftpflicht­ansprüche nach Datenschutz- und Datenvertraulichkeitsverletzungen. Ertragsausfälle durch Betriebsunterbrechungen sowie Eigenschäden durch Programm- und Datenwiederherstellung oder Computerbetrug sind für fast jedes vernetzte Unternehmen denkbar und sollten abgesichert werden. Darüber hinaus sind Serviceleistungen – insbesondere Cyber-Rechtsschutz, Krisen- und Reputa­tionsmanagement sowie IT-Dienst- und Forensikleistungen – im Schadenfall von ­großer Bedeutung. Wichtig ist uns, dass wir professionelle Serviceleistungen anbieten, die unsere Kunden im Schadenfall rund um die Uhr abrufen können. Ein Virus oder Trojaner entfaltet seine Zerstörungskraft unabhängig von Tages- und ­Nachtzeiten.

Gibt es Bedingungen, die ein Unternehmen erfüllen muss, damit eine Versicherung im Notfall einspringt?

Scheuber: Ja, so sind aktualisierte IT-Systeme sowie Fire- walls und Antivirenprogramme notwendig. Moderne Cyberkriminelle zeigen sich äußerst innovativ und sind den Gegenmaßnahmen der Software-Industrie oft einen Schritt voraus. Anders gesagt: Der kriminelle Einfallsreichtum von Cyberverbrechern liegt im Wettstreit mit technischen IT-Sicherheitskon­zepten und der Leistungsfähigkeit des Versicherungsmarkts..

Teil 1: Priorität: Datenschutz und IT-Sicherheit

Teil 2: Das größte Sicherheitsrisiko? Die Mitarbeiter.

Teil 3: KMU sind leichte Beute für Hacker

Teil 4: Interview mit Mathias Scheuber

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