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Teil 3: "Unter 1.000 Kilometer Entfernung sitzt man am besten im Zug"

Was muss sich bei der Deutschen Bahn ändern, um dem Wandel erfolgreich zu begegnen?

 

Grube: Beim Thema Sicherheit machen wir natürlich keine Abstriche, aber in anderen Bereichen müssen wir uns etwas mehr trauen. Und wenn es nicht klappt, darf der Verantwortliche keine Nachteile bekommen. Das haben wir im Silicon Valley gelernt: Man probiert etwas aus, und wenn es schiefgeht, ist es nicht weiter schlimm. Man lernt daraus und widmet sich neuen Ideen.

Welche Innovation beeindruckt Sie persönlich bis heute am allermeisten?

Grube: Auch wenn ich es als gelernter Flugzeugbauer physikalisch erklären kann: Dass man einen tonnenschweren Metallkörper sicher durch die Luft bewegen und Menschen darin in wenigen Stunden auf einen anderen Kontinent bringen kann, finde ich immer noch beeindruckend. Aber damit wir uns nicht falsch verstehen: Unter 1.000 Kilometer Entfernung sitzt man am besten im Zug.

Inwiefern hat die digitale Transformation auch Ihr Leben verändert?

Grube: Ich bin kein „Digital Native“, aber ich bin viel in der Start-up-Szene unterwegs, ob im Kreuzberger betahaus oder in einem der vier Innovationslabore der DB, und bin begeistert über die kreative Atmosphäre, die dort herrscht. Genauso wichtig ist mir der Kontakt mit unseren technikbegeisterten Mitarbeitern, von denen die Bahn naturgemäß besonders viele hat. Jeden Tag lerne ich dazu. Das hat mir mein ganzes Leben lang schon viel Spaß gemacht. Auch die Möglichkeit, über mobile Geräte jederzeit mit jedermann kommunizieren zu können, kam meinem Führungsstil sehr entgegen. Ich könnte mir meinen Job als DB-Chef, der viel unterwegs ist und rund 310.000 Mitarbeiter in aller Welt hat, mit den Kommunikationsmöglichkeiten, die es vor 20 Jahren gab, nur schwer vorstellen. Aber eines ist trotz Digitalisierung auch wichtig: All dies ersetzt nicht das persönliche Gespräch.

Welche Eigenschaft ist für Sie die wichtigste, um sich Herausforderungen stellen zu können?

Grube: Mindestens vier sind gleichermaßen wichtig: Optimismus, Begeisterungsfähigkeit, Mut und Siegeswillen.

Verraten Sie uns bitte Ihr Lebensmotto?

Grube: „Die Nase vorn, nicht oben!“

Teil 1: Wir müssen uns mehr trauen
Teil 2: "Größe allein schützt nicht"
Teil 3: "Unter 1.000 Kilometer Entfernung sitzt man am besten im Zug"

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