„Mehrwert nachweisen“

Digitalisierung im Gesundheitswesen

Professor Dr. Christoph Straub, CEO der BARMER, treibt die Digitalisierung der Krankenkasse voran. Erklärtes Ziel aller Innovation und des Wandels: mehr Kundennutzen.


Verkettet: Ziel sind medizintechnische Neuerungen unter Sicherstellung des Datenschutzes
(Foto: Getty Images/cosmin4000 (iStock))

Neue Behandlungsmethoden, veränderte Ansprüche der Patienten – ein digitalisiertes Gesundheitswesen bietet grenzenlose Möglichkeiten, sorgt aber im Hinblick auf den Datenschutz für Diskussionsstoff. Professor Dr. Christoph Straub, CEO der Krankenkasse BARMER, hat Lösungen parat.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Was leistet die Digitalisierung für eine bessere Patientenversorgung?

Christoph Straub: Ich bin davon überzeugt, dass die Digitalisierung das Gesundheitswesen nicht nur weiterentwickelt, sondern revolutioniert. Ihr Potenzial ist angesichts der Fülle an Möglichkeiten am besten zu nutzen, wenn man selbst gerade auch als Krankenkasse diese Zukunft mitgestaltet. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass Kinder mit einem Online-Spiel automatisch ihre Augen trainieren und damit etwa ihr Schielen behandeln können? Oder dass sich Kinderärzte per Telemedizin mit pädiatrischen Fachzentren austauschen, um zeitsparend Diagnosen abzusichern und Behandlungen abzustimmen? All das bieten wir unseren Versicherten bereits heute wie selbstverständlich an.

Welche strategische Bedeutung hat das Thema für Sie?

Straub: Die Digitalisierung verändert unser Geschäftsmodell. Somit wird sie der Schlüssel, der uns auch in Zukunft Erfolg garantiert. So gut wie alles, was wir in wenigen Jahren als Krankenkasse unternehmen werden, ist ohne Digitalisierung nicht denkbar. Schon heute sind digitale Lösungen der Treiber der Veränderung. Sei es bei den medizinischen Innovationen, die wir unseren Patienten anbieten, bei den Serviceangeboten für unsere Kunden in der sogenannten Online-Geschäftsstelle oder bei internen Organisations- und Prozessstrukturen. Dafür haben wir eine neue Organisationseinheit mit Namen BARMER.i gegründet, eine Art Thinktank, der alle digitalen Projekte im Hause Verkettet: Ziel ist es, medizintechnische Neuerungen unter Sicherstellung des Datenschutzes zu bündeln und strukturiert voranzutreiben. Davon profitieren unsere Versicherten schon jetzt. So können sie beispielsweise seit Kurzem den Gesundheitsmanager nutzen, wenn sie im geschützten Mitgliederbereich angemeldet sind. Der digitale Assistent als Teil der BARMER-Service-App erinnert den Nutzer unter anderem daran, welche Vorsorgeuntersuchung er oder seine Familienangehörigen wann wahrnehmen kann.

Teil 1: Digitalisierung im Gesundheitswesen

Teil 2: E-Health bei der Barmer

Teil 3: Produktsicherheit und Patientennutzen

 

 

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