Hamburg, 28.06.2017

Teil 3: „Was zählt, ist die Wirklichkeit“

Welches digitale Start-up hat Sie zuletzt am stärksten beeindruckt und warum?
Krinninger: Ein kleines, sehr agiles Start-up an einem Universitätsstandort, das eine tolle Technologie schnell zur Serienreife entwickelt hat und in unserem Markt damit ein überlegenes Sicherheitsassistenzsystem anbietet. Wir haben uns übrigens kurzfristig zur Akquisition entschlossen.

Wissen Sie, wie Ihr Unternehmen und Sie persönlich in den sozialen Netzwerken eingeschätzt werden? Wenn ja, wie und beeinflussen sie die Meinungsbildung dort?
Krinninger: Unser Ziel ist es, unseren Kunden an allen Schnittstellen verlässlicher und vertrauensvoller Partner für die Material-Handling-Herausforderungen zu sein. Unsere Leistungserbringung sollte der Maßstab der Meinungsbildung sein. Ich bin kein Freund von Social Media-Engineering. Was zählt, ist die Wirklichkeit.

Gibt es Momente im Berufs- und im Privatleben, in denen Sie sich die Abwesenheit digitaler Geräte und Services wünschen?
Krinninger: Bei allen Vorteilen, die digitale Assistenten bieten – mir ist es wichtig, dass sich bei intensiven Gespräche mit Kollegen, Freunden und Familie jeder voll und ganz auf den Gesprächspartner konzentriert. In solchen Momenten gilt klar ‚digitale Abstinenz‘.

Wer ist Ihr Vorbild als „Transformer/Digitalisierer“?
Krinninger: In den vergangenen Jahren sind viele Unternehmen aus dem Nichts in die Riege der bedeutendsten globalen Spieler vorgestoßen. Dahinter stecken außergewöhnliche Führungspersönlichkeiten. Mir imponiert aber weniger eine bestimmte Person als vielmehr die Herangehensweise, die all diese Digitalisierer eint: Sie gestalten Prozesse und Produkte radikal neu, schaffen damit Kundennutzen – und haben den Mut und die Hartnäckigkeit, allen Widerständen zu trotzen.

Nach welchem Motto leben und agieren Sie?
Krinninger: Ich möchte dem Umfeld, das mich geprägt und ausgebildet hat, mehr zurückzugeben, als ich von ihm bekommen habe.

Teil 1: Wieder neu denken

Teil 2: „Zero Accident“

Teil 3: „Was zählt, ist die Wirklichkeit“

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