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Effizienz steigern

Klaus Schäfer, CEO des Versorgers Uniper, zeigt sich offen für neue Technologien und verhilft Innovationen zum Durchbruch.

Stromversorgung: Uniper arbeitet auch an potenziell disruptiven Formen des Umgangs mit Energie (Bild: Niklas Hughes)

Der Stromerzeuger und Energiehändler Uniper entstand 2016 durch Abspaltung aus dem E.ON-Konzern. Klaus Schäfer, früherer E.ON- Finanzvorstand und heute Uniper-Chef, über neue Technologien im Energiesektor und den „Uniper way“.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Welche Technologie könnte unser Leben künftig umkrempeln?

Klaus Schäfer: Sich auf nur eine bestimmte Technologie festzulegen kann aus heutiger Sicht doch gar nicht der richtige Weg sein. Vielmehr gilt es, technologieoffen unterschiedliche Ansätze zu verfolgen und ein breites Bündel an Innovationen zu entwickeln. Daher arbeiten wir bei Uniper an unterschiedlichen Themen, wie etwa dem Speichern von Energie in industriellem Maßstab.

Alphabet/Google, Apple, Amazon, Facebook: Vergleichsweise junge, amerikanische IT-Unternehmen geben weltweit Takt und Ton an, sind an der Börse mehr wert als die DAX-Unternehmen zusammen. Warum schaffen wir es nicht, in diese Liga vorzustoßen?

Schäfer: Die USA haben dafür ein perfektes System aus Universitäten, Venture Capital und den richtigen Vorbildern geschaffen. Aber das heißt nicht, dass nicht auch reifere Geschäftsmodelle weiter zukunftsträchtig sind. In diesen wird nur sehr viel stärker auf das hier und jetzt geblickt und dann erst auf wünschenswerte Entwicklungen der Zukunft. Es geht hier häufig um Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit, wenn Sie so wollen, darum, das Haus aufzuräumen. Was versprochen wird, muss zeitnah geliefert werden. Das ist unser Anspruch auch bei Uniper. Stabilität gepaart mit Innovation, Wandlungsfähigkeit gepaart mit einer langjährigen Tradition, wie es viele DAX-Unternehmen oder die vielen erfolgreichen Mittelständler in unserem Land mitbringen, haben ihren eigenen Wert. Es lohnt sich, sich auf die eigenen Stärken zu fokussieren. Bei Uniper ist dies ein ganz besonderes internationales Energie-Portfolio gepaart mit viel technischem Know-how und Sinn für Zukunftslösungen. Damit haben wir eine Menge zu bieten, was verschiedenste Investoren anspricht.

Welches Unternehmen weltweit hat sein Geschäftsmodell vorbildlich auf die Zukunft ausgerichtet? Was beeindruckt Sie an dem Unternehmen am meisten?

Schäfer: Da fallen mir einige Unternehmen ein, die sich frühzeitig und sehr konsequent auf einen radikalen Marktwandel ausgerichtet haben. In der Automobilbranche ist das zum Beispiel Tesla, die in einer Zeit, als die angestammten Hersteller noch die Elektromobilität weitgehend ignorierten, schon frühzeitig auf diese Antriebsart gesetzt hat. Mittlerweile ist das Unternehmen als Pionier anerkannt und vielfach bewundert, auch wenn der langfristige Erfolg des Unternehmens noch alles andere als sicher ist. Spannend finde ich, wie gleichzeitig die Größenvorteile auf andere Industrien ausgerollt werden – wie z.B. auf Batterielösungen für Privatkunden.

Teil 1: Effizienz steigern

Teil 2: „Innovationen kommen von innen heraus“

Teil 3: „Immer wieder motivieren“

 

 

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