Das Portal für Unternehmer, Gründer und Investoren
 

Die Hürden bei der Firmennachfolge: einfach mal Ja sagen!

Eine Firma zu verkaufen, das ist für manche Eigner so schwierig, wie ihr Kind in die Selbstständigkeit zu entlassen. Welche Befürchtungen Käufer und Verkäufer haben, zeigte eine Veranstaltung in Hamburg auf.
Vor vollem Haus führte DUB-Geschäftsführer Rädecke durch den Abend
Vor vollem Haus führte DUB-Geschäftsführer Rädecke durch den Abend

Um die Firmennachfolge ranken sich immer wieder Mythen und tatsächliche, abenteuerliche Geschichten. In den meisten Fällen sind, das ergeben immer wieder Studien, menschliche Faktoren das größte Problem. Mancher Eigentümer hält so lange an seinem Lebenswerk fest, bis es zu spät ist. Weil wegen Krankheit oder gar Tod ein vernünftiger Stabwechsel nicht vollzogen werden kann.

Um die Minenfelder bei der Firmenübergabe und wie man sie entschärft, wissen die Experten, leider aber zu wenige Unternehmerinnen und Unternehmer. Deswegen hat DUB.de auch die Medienpartnerschaft für die Veranstaltung „Die Angst mal JA zu sagen – Wege einer erfolgreichen Firmennachfolge“ übernommen, die am 29. September dieses Jahres mit nahezu 70 Teilnehmern stattfand.
Die hochkarätig besetzte Diskussionsrunde führte eine leidenschaftliche Diskussion über das Thema
Die hochkarätig besetzte Diskussionsrunde führte eine leidenschaftliche Diskussion über das Thema

Initiiert hatten die Veranstaltung die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Clostermann & Jasper Partnerschaft, die Rechtsanwaltskanzlei Hogan Lovells sowie die Beratungshäuser für den Mittelstand, C&J Consult und HCM Human Consult Management. DUB-Geschäftsführer Nicolas Rädecke führte durch den Abend und moderierte mit Herrn Mathias von HCM die abschließende Diskussion.

Wie relevant das Thema Firmennachfolge ist, darauf wiesen mehrere Redner hin. Die Zahlen sind alarmierend: Der Anteil mittelständischer Unternehmen mit kurzfristig anstehender Nachfolge in den vergangenen drei Jahren ist von 14 auf 17 Prozent gestiegen, ihre Anzahl von 530.000 auf 620.000. Der Anstieg hängt vor allem mit der demografischen Entwicklung zusammen: Zwischen 2002 und 2014 ist der Anteil der über 55-jährigen Inhaber von kleineren oder mittleren Unternehmen von 20 auf 35 Prozent gestiegen.

Wie sehr Ängste und Befürchtungen auf beiden Seiten eines Verkaufsprozesses und davor verbreitet sind, zeigte die Diskussion ebenso. Häufig treibt den Inhaber die Ungewissheit über die eigene sowie die Zukunft seines Betriebs um, den er in guten Händen wissen möchte. Natürlich kommen auch schnell finanzielle Themen dabei auf die Tagesordnung, etwa: „Kann ich den von mir gewünschten Verkaufspreis erzielen?“ Aber auch Fragen des Managementstils stehen auf der Agenda der Gespräche, etwa wie: „Funktioniert die Zusammenarbeit mit dem neuen Eigentümer in der gewünschten Übergangszeit, in der ich „meinem“ Unternehmen noch mit Rat und Tat zur Seite stehen möchte?"

Auch die Nachfolgerseite ist mitunter nicht frei von Zweifeln. Die Investoren beschäftigt etwa, wie hoch der richtige Kaufpreis sein sollte, wie der Kauf angemessen finanziert werden sollte und zum Beispiel wie die Zusammenarbeit mit Kunden und Zulieferern idealerweise fortgesetzt werden kann.

Schier gebetsmühlenartig muten schon die Appelle der Experten an, die Nachfolge rechtzeitig einzuleiten. „Eine rechtzeitige Nachfolgeplanung entscheidet über Wohl und Wehe der Firmenzukunft", sagt C&J Geschäftsführer Lutz Penzel. Er weiß aus vielen Gesprächen, dass eine Nachfolge nicht automatisch bei Inhabern um die 60 anstehen muss, sondern auch bei Menschen jüngeren Alters, die noch einmal völlig was Anderes machen wollen.
Der Unternehmer Alexander Krause erzählte lebhaft von seinem Unternehmensverkauf
Der Unternehmer Alexander Krause erzählte lebhaft von seinem Unternehmensverkauf

Ein leuchtendes Beispiel war dazu Herr Alexander Krause, der in seinem Impulsvortrag lebhaft berichtete, wie er seinen ersten Unternehmensverkauf gemeinsam mit seinem Bruder im Alter von 38 Jahren erfolgreich vollzogen hat.

Nach oben

Das interessiert andere Leser

  • Ideen innen und aussen

    Beim Innovationsforum 2015 in Frankfurt am Main sprachen vier Konzernlenker darüber, welche Quellen sie anzapfen, um neue Ideen zu generieren.

  • Aufs große Spielfeld

    Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, sagt, was passieren muss, damit Europa nicht den Anschluss verliert.

  • Was bleibt, was kommt

    Ob Digitalisierung, Mobilität, Demografiewandel – Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen. Wer erfolgreich sein will, muss sich dem globalen Wandel stellen.

  • Die Cloud im eigenen Unternehmen kann IT-Kosten sparen und die Nerven schonen.
    Weg mit dem Server

    Die Cloud im eigenen Unternehmen kann IT-Kosten sparen und die Nerven schonen – wenn sie richtig eingesetzt wird. Zwei Experten sagen, wie sie am besten eingeführt wird.

  • Über den Erfolg der Fintechs, Online-Strategien der Banken und das Ende des klassischen Beratungsgeschäfts.
    Roboter statt Banker

    Prof. Dr. Martin Hellmich über den Erfolg der Fintechs, Online-Strategien der Banken und wie Mittelständler von den neuen Angeboten profitieren.

  • 7 Tipps für eine gelungene Franchise-Vertragsunterzeichnung.
    Erst Verträge schließen, dann Geld verdienen

    Vertragslaufzeit, Einkaufsbedingungen Gebührenhöhe – Franchisenehmer müssen sich mit dem Kleingedruckten befassen. 7 Tipps für eine gelungene Vertragsunterzeichnung.

  • Die Entdeckung Europas

    Aus AG wird SE - Immer mehr deutsche Firmen werden ihrer Rechtsform nach europäisch. Die Vorteile: mehr Flexibilität beim Management, aber auch bei Mitbestimmung und Verlagerungen.

  • Mischung mit System

    Geldanlegen wie die Profis - das war lange Zeit nur vermögenden Investoren vorbehalten. Doch jetzt mischen Multi-Asset-Fonds den Markt auf.

  • Werben Sie jetzt auf der DUB-Franchisebörse

    Seit Jahren suchen Unternehmer in spe bei DUB.de Ihr eigenes Unternehmen. Bieten Sie finanzstarken Interessenten ein neues Zuhause unter Ihrem Dach.

  • Alles im Fluss

    Istanbul steht auf der Liste der beliebtesten Spots für Städtetrips ganz oben. Mit einem privaten Guide kann man die Stadt abseits der Touristenströme entdecken.

  • Welches Preisschild trägt ein Lebenswerk?

    Über Jahre hat Kirsten Schubert im Unternehmen ihres Vaters mitgearbeitet. Bis er unerwartet starb. Statt trauern zu können, musste sie die Firma verkaufen. Ein Erfahrungsbericht.

  • Anstand zahlt sich aus
    Anstand zahlt sich aus

    Der Gründer des Club of Hamburg, Frank Breckwoldt, erklärt, warum sich Wertschätzung und Verbindlichkeit gegenüber Mitarbeitern, Kollegen und Kunden lohnen.

  • Unternehmer per System

    Mit Franchising kann der Traum von der unternehmerischen Selbstständigkeit schnell wahr werden. Richtig angepackt, können beide Seiten profitieren.

  • Deckung oben halten

    Abischerung ist oft nicht das Erste, an das Entrepreneure denken. Doch die Altersvorsorge, die Deckung betrieblicher Risiken zählen.

  • Bester Agrarunternehmer zum „Landwirt des Jahres“ gekürt

    Bei der „Nacht der Landwirtschaft“ wurden zum zweiten Mal die begehrten „CeresAwards“ für innovative Ideen und verantwortungsvolles Wirtschaften verliehen.

  • Mach dein Ding!

    So manch erfahrener Konzernmanager liebäugelt mit einem Chefsessel im Mittelstand. Und viele Unternehmer suchen dringend einen Nachfolger. So kommen beide zusammen.

  • Digital-Know-how für alle

    Wie externe Beiräte dabei helfen, Unternehmen einen Weg durch die digitale Revolution zu weisen.

  • Print ist nicht tot

    Mindshare-Chef Christof Baron erklärt, warum gedruckte Medien im Zeitalter der Digitalisierung unterschätzt werden und Inhalte so wichtig sind wie der Kanal.

  • Erfolgreiches Franchising in fünf Schritten

    Franchise erleichtert den Weg in die Selbstständigkeit. Die Systeme sind allerdings bei weitem kein Selbstläufer. Diese fünf Tipps sollten angehende Franchise-Nehmer beachten.

  • Werbe lieber ungewöhnlich

    Für einen wirksamen Mix aus klassischen und digitalen Instrumenten gehört vor allem Mut zum Wagnis. Experten und Unternehmer verraten, wie Sie ihrer Firma Gehör verschaffen.

  • Glamour + Camping = Clamping

    Komfort-Camping führt längst kein Nischendasein mehr. Das liegt nicht zuletzt an den weltweit entstehenden Glamping-Angeboten, die Natur, Abenteuer und Fünf-Sterne-Niveau miteinander kombinieren.

  • Sophia Saller
    Sport-Stipendiatin des Jahres 2015

    Und die Gewinnerin ist ... Sophia Saller! Die U23-Weltmeisterin im Triathlon und Mathematikstudentin in Oxford wurde zur „Sport-Stipendiatin des Jahres“ 2015 gekürt.

  • Ohne Moos nichts los

    Wie bekomme ich einen Gründerkredit? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

  • Cash per Klick
    Cash per Klick

    Fintechs sind auf dem Vormarsch. Die Online-Vermittler bringen Kredite flexibler und oft günstiger an die Kunden als Banken. Die Finanzwelt steht vor einem großen digitalen Wandel.

  • Freund oder Feind?

    Seit 129 Jahren steht Daimler für Mobilität. Geht es nach Apple und Google, hat die Ära der Automobilbauer nun ein Ende. Ein Gespräch mit Vorstandschef Dieter Zetsche.

  • Nichtstun ist das neue Arbeiten

    Entrepreneure kennen keinen Feierabend. Dabei ist Nichtstun viel effizienter, sagen Fachleute. Eine Anleitung zum produktiven Müßiggang.

  • Mythos Cholesterin

    Wann ist Cholesterin gut? Wann ist es schlecht? Was sollte man bei der Ernährung beachten? Eine Fachärztin steht Rede und Antwort.

  • Reisetipp: Basel

    Basel ist die Kulturhauptstadt der Schweiz. Kunst- und Architekturhighlights säumen das Rheinufer. Heute steht Basel für Lebensqualität. Ein kleiner Reiseführer.

  • „Zweifel zermürbten mich“

    Niemand spricht gern über sie: Verunsicherung wird besonders Chefs schnell als Schwäche ausgelegt. Wie Unternehmer mit Zweifeln an sich selbst umgehen und wieder Kraft schöpfen können - ein Erfahrungsbericht.

  • Putten mal anders

    Strikte Kleiderordnung und gediegenes Clubhaus waren gestern. Viele Golfspieler wollen mehr. Sie suchen nach unterhaltsamer Atmosphäre auf dem Platz. Zwei Turnierveranstalter aus dem Norden bieten genau das.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen
Jetzt Newsletter bestellen
DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick