Keine Angst vor Disruption: 5 Tipps, wie Sie mit Innovationen erfolgreich sind
VW-Chef Herbert Diess wollte, doch am Ende genügte es nicht. Andere wiederum scheitern schon vor vornherein: Innovativ zu denken und schließlich die Ideen auch umzusetzen ist mitunter ein schwieriges Unterfangen. Woran es oftmals bei Unternehmen scheitert – und wie man sich zukunftsorientiert aufstellt.Keine Angst vor Disruption: 5 Tipps, wie Sie mit Innovationen erfolgreich sind

Während Volkswagen noch vor einigen Jahren als der größte Automobil-Produzent galt, wurde er nun von dem japanischen Hersteller Toyota überholt. Obwohl sich das deutsche Unternehmen gut auf dem neuen Elektro-Markt behauptet, gibt es andere Unternehmen, die noch besser sind. Noch schneller, noch innovativer.

Was war passiert?

Der VW-Chef Herbert Diess hat sich um Innovation bemüht. Aber: Die Idee einer selbstentwickelten Software ist an der Umsetzung gescheitert. Autos sind nicht mehr nur Autos, Automobilhersteller sind mittlerweile Technologieunternehmen. Trotz richtigem Mindset, ist Diess an der Umsetzung gescheitert. Viele erfahrene Führungskräfte kommen gar nicht so weit. Es heißt, in traditionellen, noch erfolgreichen Unternehmen fehlt von Anfang an oft der Mut zur Innovation.

Disruption: Warum Unternehmen so zaghaft sind

Eine Studie der renommierten Mailänder Wirtschaftsuniversität Bocconi zeigt 5 Gründe auf, die bei den meisten Unternehmen für die Angst zum Wandel sorgen. Das Team von vier Forscherinnen und Forscher interviewte über Jahre hinweg unzählige erfahrene Führungskräfte – fand die Ursachen heraus und entwickelte schließlich einen Leitfaden für die einfache Umsetzung von disruptiven Veränderungen.

Die 5 Ursachen, warum Innovationsideen in Unternehmen meist nicht richtig bewertet werden:

1. Traditionelles Denken. Neue Ideen stoßen bei eingefahrenen Denkmustern auf Skepsis.

2. Fehlende Diversität. Entscheider, die ähnliche Werte besitzen, spiegeln weniger die Meinung der Zielgruppe wider.

3. Eingeschränktes Praxiswissen. Experten fehlt im Vergleich zu Praxisnahen die Nähe zum Kunden.

4. Subjektive Darstellungen. Die Vorstellung von neuen Ideen ist oft persönlich geformt.

5. Falscher Zeitpunkt. Die positive Entscheidung zugunsten eines Projektes führt meist zu einer negativen Bewertung des nachfolgenden, unabhängig von deren Reihenfolge.

Die „Fortune“-500 & ihre Strategien

Aber auch wenn es einem Großteil schwerfällt, Neuem gegenüber offen zu sein, so heißt es nicht, dass dies bei allen der Fall ist. Die US-amerikanische Wirtschaftszeitung „Fortune“ veröffentlicht jedes Jahr eine Liste, die die 500 umsatzstärksten Unternehmen in den USA und global umfasst. Es ließ sich feststellen, dass ein überraschend großer Teil im Jahr 2020 genannt wurde, der schon 1995 auf der Liste zu verzeichnen war.

Bedeutet: Etablierte Unternehmen halten sich besser als bisher vermutet.

Von diesen 500 Unternehmen wurden lediglich 17 in den letzten 25 Jahren gegründet. Darunter Facebook und Tesla beispielsweise. Etablierte Unternehmen sind demnach nach wie vor am Zahn der Zeit. Eine Branchenstrukturanalyse dieser Unternehmen konnte 4 prinzipielle Strategien feststellen, die verwendet wurden. Dabei handelt es sich um:

• Zurückschlagen. Umorientieren und neue Branchen und Geschäftsbereiche entdecken.

• Stärken ausbauen. Auf bereits bewährte Stärken und bewiesene Erfolgen zu bauen und diese weiter fördern.

• Rückzug antreten: Mit Fusionen und Übernahmen sich aus schwindenden Märkten, zurückzuziehen.

• Umorientieren: Kernkompetenzen in übertragbaren neuen Märkten anwenden.

(Eine McKinsey Studie sieht vor allem in offensiven Strategien große Chancen – das wären in diesem Fall das Zurückschlagen und das Stärken ausbauen.)

Was für Sie als Führungskraft jetzt wichtig ist

Keine Sorge, die Disruption gestaltet sich langsamer als erwartet. Allerdings hilft es, wachsam zu sein und Innovationen gegenüber offenzubleiben, digitale Technologien zu nutzen und insbesondere bisherige Stärken des Unternehmens auszubauen. Denn auch wenn der Wandel langsamer geschieht als erwartet, so vollzieht er sich trotzdem.

Die „Fortune“-500 haben erkannt, dass es prinzipiell darum geht, eine Strategie zu haben und zukunftsorientiert zu handeln. Eine Strategie ist ein klares Signal an Stakeholder, mögliche Verkäufer und Nachfolger. Sein Unternehmen zukunftsorientiert auszurichten, lässt es im Wert steigern.

Unternehmen auf die Zukunft aufstellen – Unternehmen langfristig im Wert steigern

Mit dem aumento value check lässt sich Ihr Unternehmen auf Werte und insbesondere auf die Zukunftsorientiertheit prüfen. Der Check identifiziert Chancen und Potenziale, und fördert die Resistenz gegen Krisen. Zusätzlich erkennt er frühzeitig mögliche Risiken als auch Ursachen, wieso sich Ihr Unternehmen möglicherweise schwer mit Innovation tut.

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Gastautoren

Harald Rieder
Harald Rieder
Managing Partner
aumento value system

Roland Morizet
Roland Morizet
Managing Partner
aumento value system

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