Verkauf aus Insolvenz: Wenn’s schnell gehen muss

Die ersten Tage nach Bestellung des vorläufigen Insolvenzverwalters werden über den Erfolg entscheiden! Möchte ein Insolvenzverwalter nicht selbst ins finanzielle Risiko gehen, sollte er in den ersten drei Monaten einen Käufer gefunden und den Verkauf abgewickelt haben. Dieses sogenannte, Distressed Merger & Acquisition‘ verlangt somit nach Schnelligkeit und Effizienz. Oftmals fehlt deshalb gerade für kleinere Mandate und neue Fälle die Zeit.
Verkauf aus Insolvenz: Wenn’s schnell gehen muss
Der Faktor Zeit spielt für den Insolvenzverwalter eine entscheidende Rolle.

Schrittweise zum schnellen Erfolg

Mit zeitlicher Flexibilität und ausgewiesener Expertise sollte ein M&A-Expertenteam die Aufgabe zeitnah angehen. Praktisch unmittelbar nach dem Auftrag setzt die Analysephase ein, in der vor Ort recherchiert, Fakten und Informationen gesammelt werden. Innerhalb weniger Tage sollten die Unternehmensdaten aufbereitet sein.

Damit erhält der Insolvenzverwalter innerhalb kürzester Zeit einen ersten Marktüberblick mit einer realistischen Einschätzung der Transaktionsmöglichkeiten. Dank einer sauberen und immer aktuellen Dokumentation des Standes durch das M&A-Team ist er zudem jederzeit aussagefähig und verfügt über alle nötigen Unterlagen für die Gläubigerversammlung.

IT-Infrastruktur und Know-how für Datenraum

Um den Kaufinteressenten schnell, diskret und sicher die aufbereiteten Fakten zur Verfügung stellen zu können, muss im nächsten Schritt ein Datenraum eingerichtet werden. Entsprechende IT-Infrastruktur und das nötige Know-how sollte der M&A-Dienstleister mitbringen.

So ist sichergestellt, dass nicht nur der Insolvenzverwalter sondern vor allem auch die Interessenten über die aufbereiteten und immer wieder aktualisierten Unternehmensdaten verfügen können. Denn die Käufer gehen teils erhebliche Risiken ein: Die Finanzierung und die rechtliche Gestaltung sind komplex, eine Due Diligence bei Krisenunternehmen aufwändig. Gleichzeitig bietet sich für Interessenten, Investoren und potenzielle Käufer die Chance eines schnellen und preislich attraktiven Unternehmenskaufs.

Diskrete Ansprache der Interessenten

Stehen die aufbereiteten Informationen im Datenraum, erfolgt die Ansprache geeigneter Interessenten. Wenn der M&A-Dienstleister diesen Schritt macht, entlastet dieses Vorgehen nicht nur den Insolvenzverwalter – es trägt auch zur Diskretion des Verkaufs bei, da für Außenstehende nicht sofort erkennbar ist, um welches Branchenunternehmen es sich handelt.

Übernimmt der Insolvenzverwalter diesen Schritt, lässt sich der Unternehmensname leicht herausfinden: Damit wird das Unternehmen zum Gesprächsthema in der Branche – was deutliche Nachteile mit sich bringen kann.

Perfekte Unterlagen für Gläubigerversammlung

Der Insolvenzverwalter sollte dann die Interessenten so präsentiert bekommen, dass er sie in der Gläubigerversammlung mit gut aufbereitetem Datenmaterial ohne großen Zusatzaufwand vorstellen kann. Hier hilft es, wenn die M&A-Experten in der intensiven Ansprache-Phase die Interessenten betreuen und die gesamte Transaktion sauber strukturieren. Auch die Moderatorenrolle in der Verhandlungsphase mit Begleitung der Due Dilligence sollte dem Dienstleister zufallen.

Kreative Deal-Designs für schnelle Transaktion

Bei Bedarf des Käufers stellt beispielsweise die intelligentis Kontakt her zu Banken und Risikokapital-Gebern. Da sie zudem über KfW-Berater verfügt, kann sie auch zu Fördermitteln Tipps geben und Anträge stellen.

„Wir bieten Interessenten auch kreative Deal-Designs an, um unerfahrenen Käufern Perspektiven zu eröffnen“, betont Matthias Ehnert, der auch schon mal den am Kauf Interessierten den Ablauf einer Übernahme erklärt und bei der Formulierung des indikativen Angebots hilft. All das, um eine möglichst schnelle und effiziente Transaktion im Sinne von Verkäufer, Insolvenzverwalter und Käufer zu gewährleisten.

Fazit

Der Unternehmensverkauf aus Insolvenz ist ein schwieriges Geschäft, bei dem vor allem der Faktor Zeit für den Insolvenzverwalter eine entscheidende Rolle spielt. Zum einen hat der Insolvenzverwalter bei der Fülle seiner Aufgaben selten die Möglichkeit, sich intensiv um neue Mandate und kleinere Fälle zu kümmern, zum anderen sollte ein Verkaufsprozess idealerweise drei Monate nach der Bestellung des vorläufigen Insolvenzverwalters abgeschlossen sein, um das finanzielle Risiko des Insolvenzverwalters zu minimieren.

Die Beauftragung eines externen M&A-Dienstleisters mit Erfahrung bei Distressed-M&A-Transaktionen verschafft dem Insolvenzverwalter somit Zeit und erhöht die Chancen auf einen erfolgreichen Unternehmensverkauf – und damit auf den Fortbestand der Firma.

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Gastautor

Matthias Ehnert
Geschäftsführer von intelligentis,
eine Marke der ENWITO GmbH

Matthias Ehnert

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