Nachhaltigkeit bei Franchisesystemen

Greenfranchising: Das sind Öko-Vorbilder für eine grünere Welt

Greenfranchising ist keine Modeerscheinung, sondern ein starker Trend. Immer mehr Franchisesysteme setzten auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Davon profitieren neben unserem Ökosystem auch langfristig die Unternehmen selbst.
Zukunftstrend: "Greenfranchising"
Die Zukunft ist grün: Auch im Franchise setzen immer mehr Unternehmen auf nachhaltige Konzepte.

Wenn eine Farbe den wichtigsten Trend der deutschen Wirtschaft am besten symbolisiert, dann ist Grün. Denn mehr und mehr Unternehmen setzen auf den ökologischen Ansatz, Bauern wechseln auf eine Bio-Landwirtschaft, andere Unternehmen auf energieeffiziente Prozesse.

Auch die deutsche Franchise-Wirtschaft identifiziert sich immer stärker mit dem ökologischen und nachhaltigen Ansatz: Green-Franchising boomt. Experten unterscheiden dabei in zwei Arten von Firmen. Auf der einen Seite gibt es die klassischen Franchise-Systeme, die ihren Fußabdruck in der Umwelt möglichst neutral halten wollen. Auf der anderen Seite gibt es die Firmen, die darüber hinaus noch positive Effekte erzielen wollen.

Eine der größten Möglichkeiten, einen positiven Effekt auf die Umwelt zu erzielen, ist mit Ressourcen und Energie sparsam umzugehen. Auch die Reduktion von CO2 bietet einen starken Hebel für grünes Unternehmertum. Nicht zuletzt gehört dazu, wenig Abfall zu produzieren und möglichst alles in einem Kreislauf wieder zu verwenden. Diesen Ansatz nennt man Cradle-to-Cradle.

Es ist die Vision einer abfallfreien Wirtschaft, bei der Firmen keine gesundheits- und umweltschädlichen Materialen mehr verwenden und alle Stoffe dauerhaft Nährstoffe für natürliche Kreisläufe sind. Kompostierbare Textilien, essbare Verpackungen – das ist ein Teil der Zukunft. Wer umweltbewusst handelt, sollte das zugleich an alle Personen in seinem Umfeld weitergeben und es propagieren. Menschliches Fehlverhalten kann so einflussreich bekämpft werden.

Franchisesystem, erfolgreich mit Nachhaltigkeit

Vorbilder für umweltfreundliches Agieren gibt es einige. Seit 2013 wird jährlich ein Unternehmen mit dem Green-Franchise-Award ausgezeichnet. Zu den prämierten Unternehmen gehören unter anderem Town & Country Haus, Schmidt Küchen, Tee Gschwendner und Sonnentor. Das Letztere ist auf biologisch und nachhaltig angebaute Gewürz- und Teemischungen spezialisiert.

Überzeugt hat die Jury nicht zuletzt, dass Sonnentor zu 100 Prozent ohne Palmöl auskommt. Bekanntermaßen werden zugunsten von Palmöl-Plantagen massiv Regenwälder abgeholzt. Auf einer Fläche so groß wie Neuseeland mussten bereits Regenwälder und damit auch Tiere Palmölplantagen weichen.

Oder Vorbild Schmidt Küchen. Das Unternehmen verfügt nicht nur über ein Nachhaltigkeitskonzept, sondern auch eine vierfache DIN-Zertifizierung (DIN ISO 9001, DIN ISO 14001, OHSAS 18001, DIN ISO 5001) und über das Umweltsiegel NF Environnement Ameublement und das Zertifikat PEFC. Insbesondere letztere beide Dokumente sind sehr bedeutend.

Sie belegen, dass Schmidt Küchen für die Herstellung der Möbel nachhaltiges Holz aus der Forstwirtschaft und verfolgbare Ressourcen einsetzt. Damit kann das verwendete Holz nach dem Lebensende der Möbel wiederverwendet wird. Zudem unterschreitet Schmidt Küchen das gesetzliche Maximum von vier Gramm pro 100 Gramm Formaldehyd pro Spannplatte um die Hälfte. Nicht zuletzt sind die Ladengeschäfte des Unternehmens mit LED-Leuchten ausgestattet, die eine Energieersparnis von 84 Prozent ermöglichen.

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Tee Gschwendner: Das Unternehmen unterstützt im Rahmen des Nepal Projekts gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Gorkha Tea Estate 200 lokale Bauern. Der aus dem Projekt entstandene Tee „Spirit of Sunderpani“ ist im Verkauf erhältlich und dessen Erlös geht zurück an die Kleinbauern.

Manche der möglichen Greenfranchising-Maßnahmen betreffen nur einzelnen Branchen, andere wiederrum sind idealerweise von allen Firmen zu übernehmen. So sollte jede Firma, die über einen Standort in Deutschland verfügt, energieeffiziente Geräte einsetzen, ob es nun Heizungen, Spülmaschinen, Drucker oder Kühlschränke sind. Schließlich haben die Gerätschaften großen Einfluss auf die Energiebilanz.

Abgesehen von der Energieeffizienzklasse gibt es weitere Daten, die Nachhaltigkeit verdeutlichen. Bei einer Spülmaschine sind auch die Angaben zur Trockenwirkungsklasse ein Hinweis zur Umweltfreundlichkeit des Geräts.

Dass Greenfranchising keine Eintagsfliege ist, belegt der zunehmende Erfolg der Betriebe, die nach diesem Konzept vorgehen. Sie erfüllen Wünsche der zunehmend anspruchsvolleren und äußerst umweltsensiblen Kundschaft. Dieser Erfolg zahlt sofort auf das Image der Firmen ein. Und weil die Welt mittlerweile stark vernetzt ist, und vielfältig Transparenz hergestellt ist, erfahren Greenfranchising-Betriebe in der Außenwirkung mehr und mehr Zuspruch.

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