Das „Bredemeier“-Feedback. Anders. Alterozentriert.

Der Artikel stellt ein alternatives Kommunikations- und Feedbackmodell vor, das sich bewusst von klassischen Methoden abgrenzt. Statt Ich-Botschaften setzt es auf klare, direkte und auf den Gesprächspartner ausgerichtete Formulierungen, um konstruktive Verhaltensänderungen auch in schwierigen Situationen zu ermöglichen.

Meta-Kommunikation Visualisierung

UnternehmerInnen und Top-Führungskräfte stehen immer wieder vor der Herausforderung, an Mitarbeiter, Kunden, auch an die Familienangehörigen oder an die potenziellen oder ausgewählten Unternehmensnachfolgern kritische oder wegweisende Botschaften zu übermitteln. Einige sind es nur begrenzt gewohnt oder haben damit auch wirkliche Schwierigkeiten. Aus diversen Rückmeldungen lässt sich ableiten, dass diese dann häufig „verbrannte Erde“ hinterlassen. Woran es liegt? Einfach daran, dass ihnen vielfach dieses Terrain fremd ist: das Feedback.

Die negativen (!) Resultate aus Feedback-Gesprächen sind vielfältig: Kinder, die die Nachfolge anschließend in Frage stellen, potentielle Nachfolger, die anschließend mit „Nein!“ votieren, zerbrochene Beziehungen, Kündigungen – ausgesprochen oder „innere“!

Schade, denn das ist überflüssig.

Generell verfolgt Feedback ein klares Ziel. Es geht darum, entweder Verhalten oder Kommunikation zu stabilisieren oder zu destabilisieren, sprich: den Status quo zu festigen oder eine Veränderung herbeizuführen.

Schluss jedoch mit dem klassischen Feedback nach Friedemann Schulz von Thun (1) oder Marschall Rosenberg (2), Schluss mit Wahrnehmung – Wirkung - Wunsch“ oder auch in der 3-er-Sequenz

  1. Was nehme ich wahr?
  2. Wie wirkt es auf mich?
  3. Was wünsche ich mir?

Oder dem Feedback-Burger

  1. Positives ansprechen,
  2. Kritische Themen adressieren
  3. Positiv den Gesprächspartner wieder auffangen.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand.

  • Laut Ambrose Bierce ist das Ich „das erste Personalpronomen, das erste Wort in der Sprache, der erste Gedanke des Geistes, der erste Gegenstand der Zuneigung.“- also eine geistige Weltmacht mit drei einfachen Buchstaben, wobei das „i“ der kleine Finger des Alphabets nach Ramon Gomez de la Serna genannt ist.
  • Die Ich-Botschaften sind Aussagen, die einerseits den subjektiven Charakter des Feedbacks unterstreichen soll, andererseits laufen wir Gefahr, dass es als Botschaft an mein Gegenüber verpufft und dann letztlich nur ein Feedback über mich als Feedbackgeber ist.
  • Bitte machen Sie sich bewusst, dass die Ich-Botschaften und die Du-Botschaften sich generell auf das Subjekt des Satzes beziehen, Personal- und Possessivpronomen natürlich völlig ok sind, damit eine persönliche Beziehungsebene bestehen bleibt.
  • Zudem sind die Ich-Botschaften häufig der Transporteur unserer Verbalen Inkompetenz- und Geistigen Bankrott-Erklärungen („Ich denke ... glaube... würde sagen... hoffe...“).
  • Darüber hinaus sind Ich-Botschaften in der Verbindung mit „NIcht-Botschaften(„Ich sehe das nicht so“) sehr häufig unsere Rechtfertigungsmuster und bringen uns sehr schnell in eine Verteidigungshaltung.
  • Soziopsychologisch sind Ich-Botschaften sehr schnell konfrontierend, da sie bei Skepsis des Gegenübers eine mögliche Konfrontation auslösen – ein klassisches Beispiel dafür ist das Empfehlungsmanagement: in vielen Seminaren lernen, wir Empfehlungen mit „ich empfehle Dir...“ einzuleiten – das soziopsychologische Muster hingegen setzten reflexiv bei der Intention, Zielsetzung oder Motivation des Gegenübers auf, also beispielsweise mit einer Einleitung wie „Vor dem Hintergrund Deiner geäußerten Absicht, Deine Kommunikation Skills zu optimieren, empfiehlt es sich für Dich ... und das ist auch meine Empfehlung!“ Dies sind sogenannte Ad-On-Formulierungen, sie vermeiden die Konfrontation und dienen bei Annahme der Rückmeldung als Verstärkung.
  • In der Konfliktforschung sind Ich-Du-Botschaften kritisch verstanden als Auslöser für Konfrontation. Stellen Sie sich einmal folgende Situation (überspitzt!) vor:
  • Bei einer Demonstration. Ein Ordnungshüter sagt zu einem ihm gegenüberstehenden Demonstranten „Ich nehme Ihre Nähe als Bedrohung wahr. Ich fühle mich dadurch massiv verunsichert und wünsche mir von Ihnen, dass Sie sofort fünf Schritte zurücktreten und eine angebrachte Distanz einhalten. Außerdem wünsche ich mir, dass Sie den Stein in der linken Hand fallen lassen und den Stock in der rechten Hand ebenfalls. Dann würde ich mich wohler fühlen...“
  • Kennen Sie so nicht? Ist mir auch fremd. Im Kampfsportunterricht mit mobilen Einsatzkräften habe ich ebenfalls andere Erfahrungen gemacht.
  • Und dann kommen wir zum Thema Altruismus. Feedback sollte schließlich selbstlos sein, Von Eigeninteresse befreit, aus meiner Einschätzung heraus ist dieses unmöglich. Was hingegen funktioniert ist Alterozentrierung. Zwar haben wir im Feedback ein Eigeninteresse, stellen dieses jedoch hinten an und fokussieren die Situation des Gegenübers. Zunächst einmal ist es Sinn, Ziel und Zweck, dass der Feedbacknehmer eine Veränderung für sich erfährt, sich in seinem Verhalten oder seiner Kommunikation stabilisiert oder destabilisiert. Und dazu ist es wichtig, dass sich ihm sein Mehrwert erschließt. Während Motivierung extrinsisch ausgerichtet ist, also die äußere Einflussnahme beschreibt, beispielsweise durch einen Bonus, ist Motivation intrinsisch ausgerichtet, also auf den Vorteil, den die Person für sich (an-)erkennt.
  • Seit Jahrzehnten wissen wir aus der Forschung, dass nur positive Aussagen und Formulierungen (Ankerworte sind hier „nicht“, „kein“ „ohne“)richtig ankommen – in der Praxis und vor allem im Feedback verstoßen wir hingegen immer wieder gegen diese Regel.
    • Einige Beispiele:      
    • „Verstehen Sie mich bitte nicht falsch...“ – „Bitte verstehen Sie mich richtig...!“
    • „Es ist kein Vorwurf gegen Sie...“
    • Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen...!“ ...
    • Dabei unterscheiden Sie bitte
    • negative Aussagen mit negativen Konnotationen („das ist hier kein Risiko!“),
    • negative Aussagen mit positiven Konnotationen („hier gibt es keine Chance für uns!“),
    • positive Formulierungen mit negativen Konnotationen („das ist ein latentes Risiko!“) und
    • positive Aussagen mit positiven Konnotationen („das ist eine einmalige Chance!“).
  • Theologisch seitens der Heiligen Römischen Kirche sind die alten Muster der Ich-Botschaften bekannt. 1147 hatten wir zu wenige Freiwillige für die Kreuzzüge nach Jerusalem, damals kam der Erweckungsprediger und Zisterzienser-Pater Bernhard von Clairvaux (ca. 1090 bis 1153) im Auftrag des Papstes auf den theologisch wichtigen Grundgedanken, dass das Kollektiv zwar im Schutze des Herren stehe, aber der Einzelne für seinen uns schützenden Gott einstehen könne, indem er nach Jerusalem reite und für unseren Gott streiten müsse. Das Individuum hatte endlich seinen Platz in der Weltgeschichte. Diese Tradition setzte sich dann im Kalten Krieg fort und ebenso in den Studentenrevolten der 1960er Jahre. Das in Kurzfassung.
  • Buddhistisch in der Betrachtung ist besonders das Buch des Neurologen Chris Neuberger „Kein Ich – kein Problem!“ bemerkenswert und darüber hinaus der Besteller „EGO – das Spiel des Lebens“ vom früh verstorbenen FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher - für alle diejenigen, die sich der starken Ich-Fokussierung einmal anders nähern möchten.
  • Und letztlich sind wir gewohnt, dass wir mit Noten auf Resultate reagieren, aber nur die Anleitung zum Prozess uns weiterbringt. Was hilft es, einem Mitarbeiter zu erklären, dass „sein Protokoll nicht vollständig ist!“ Er kann es nur dann sinnvoll überarbeiten, wenn er weiß, an welchen Stellen dieses, um welche Inhalte zu ergänzen ist. Und deshalb ist es wichtig, dass Sie mit klaren, prägnanten und zielfokussierten Appellen arbeiten. Während Fragen Entscheidungen abgeben, sind Gesprächs- oder Handlungsappelle präzise Vorgaben von Entscheidungen.
  • Generell gelten folgende Sprachregeln für Business-Kommunikation gemäß des „Rhetorik-Codes“:  Faktizierende Sprache („Präsens!“), denn Sie beschreiben die resultierende Wirkung, positive Formulierungen (nicht – kein - ohne sind gestrichen!), aktive Formulierungen.

Übrigens: Eine Chance haben Sie nur dann mit den Wir-Botschaften, wenn der Gesprächspartner wirklich am Ergebnis des Gespräches interessiert ist. Unter dem Grundmuster von Thomas O. Harris („ich bin ok. Du bist ok. Das Gespräch ist ok!“).

Konsequent ist das „Bredemeier-Feedback“, wenn Sie negative Themen vermeiden und der Gesprächspartner konsequent zur positiven Gesprächsführung motiviert ist.

Bitte beachten Sie:

Es gibt keine Goldenen Kommunikationsregeln mit Gültigkeit in jeder Situation. Einzige Ausnahme: 

Es gibt keine Goldene Kommunikationsregel!

Deshalb gilt: das „Bredemeier“- Feedback ist also jederzeit zu ergänzen oder zu modifizieren, abhängig von Gesprächspartner, Gesprächsverlauf und Gesprächsziel.

Das „Bredemeier“-Feedback weist folgende Struktur auf.

O.          Sachliche, vorwurfsfreie Darstellung von Kommunikation oder/ und Verhalten... oder als „Trojanisches Pferd“ mit LOB. 

Veränderung von Verhalten oder Kommunikation als Veränderung oder Status quo festigend positiv mittels Appell (Imperativ) ansprechen,

die daraus resultierende Wirkung („Mehrwert“) für den Gesprächspartner und den Gesprächsverlauf ableiten.

 

Ein Beispiel für das positive „Bredemeier-Feedback“:

Bitte bleiben Sie im Interesse an einer konstruktiven Lösung beim Thema 

und bleiben Sie in der Gesprächsführung sachlich.

Nur so erreichen Sie innerhalb des gesetzten Zeitrahmens eine überzeugende 

und für beide Seiten befriedigende Lösung!“

Sie können es jedoch auch für „normale“ Feedback-Prozesse verwenden. Es setzt ein qualifiziertes Feedback voraus und ein Aufzeigen einer einleuchtenden Alternative.

Weitere Beispiele:

Herr Maier, Sie überzeugen durch Ihre Persönlichkeit und Fachexpertise. Bitte achten Sie auf einen ruhigen Stand bei der Präsentation, benutzen Sie die Standbein-Spielbein-Variante.

Sie erhöhen damit die Wirkung Ihrer Präsentation und unterstreichen Ihre Fachkompetenz zusätzlich.“

Frau Müller, wiederholen Sie Ihre Kernbotschaft und setzen Sie dann eine Wirkungspause an. Sie unterstreichen damit Ihre Botschaft und verankern diese optimal.“

Sollte Ihnen das allerdings zu schwer in der Umsetzung oder letztlich in der Formulierung zu hart klingen, dann bitte ich Sie um Modifikation, Sie können die alten Feedbackregeln gerne auch an das neue System adaptieren:

Modifizierte Beispiele:

„Herr Maier, bitte fragen Sie sich einmal, ob ein ruhiger Stand bei der Präsentation, also die Standbein-Spielbein-Variante, grundsätzlich die Wirkung Ihrer Präsentation erhöht.“

„Frau Müller, Sie könnten beispielsweise Ihre Kernbotschaft wiederholen, dann setzen Sie eine gezielte Wirkungspause an, das Ergebnis liegt auf der Hand:

Sie unterstreichen damit Ihre Botschaft und verankern diese optimal.“

Zusammenfassend nochmals im Überblick: Das alterozentrierte „Bredemeier“-Feedback

  • Das Bredemeier-Feedback nach Prof. Dr. theol. Karsten Bredemeier unterscheidet sich deutlich vom klassischen, „weichen“ Feedback. Während herkömmliches Feedback meist auf Ich-Botschaften basiert („Ich nehme wahr…“, „Ich verstehe es…“, „Ich wünsche mir…“), setzt das Bredemeier-Feedback auf eine direkte, alterozentrierte (auf den Gegenüber ausgerichtete) Ansprache.

Kernpunkte des Bredemeier-Feedbacks:

  • Es verlässt die sachliche und emotionale Ebene und wechselt auf die Meta-Ebene: Das Gesprächsverhalten oder die Kommunikation des Gegenübers wird thematisiert – über den Gesprächsinhalt hinaus
  • Statt Ich-Botschaften werden Du-Botschaften verwendet, um das Verhalten des Gesprächspartners klar und unmissverständlich zu spiegeln („Ihr Gesprächsverhalten ist destruktiv…“).
  • Ziel ist es, destruktives Verhalten zu stoppen und das Gespräch entweder konstruktiv fortzusetzen oder konsequent zu beenden.
  • Die Ansprache kann auch positiv formuliert ist, indem gewünschtes Verhalten hervorgehoben und dessen Nutzen für den Gesprächspartner betont ist („Bitte bleiben Sie beim Thema und tragen Sie dadurch zu einer gemeinsamen Lösung bei).

Unterschiede zum klassischen Feedback

Klassisches FeedbackBredemeier-Feedback
Ich-BotschaftenDu-Botschaften
Sanft, moderat-konfrontativDirekt, prägnant und durchaus auch konfrontativ, klar
Fokus auf eigene WahrnehmungFokus auf Verhalten/ Kommunikation des Gegenübers
Ziel: Verständnis, BeziehungZiel: Stopp destruktiven Verhaltens, Klarheit, Anregung zur Veränderung oder Beibehalten von Kommunikation oder Verhalten
Oft weich, deeskalierendSelten provokativ, konsequent, manchmal eskalierend

Das Bredemeier-Feedback ist besonders für schwierige, eskalierende Gesprächssituationen gedacht, in denen klassische Methoden versagen oder ignoriert werden. Es verlangt Mut zur klaren Ansage und ist ein Instrument für professionelle Gesprächsführung auf Augenhöhe.

Das Bredemeier-Feedback ist bei Konfliktlösungen besonders effektiv, weil es destruktives Verhalten direkt und klar anspricht, statt um den Konflikt herumzureden. Diese Konfrontation auf der Meta-Ebene stoppt Eskalationen frühzeitig und zwingt alle Beteiligten, sich mit dem eigentlichen Problem auseinanderzusetzen, statt sich hinter Ausflüchten oder Ausweichmanövern zu verstecken. Dadurch wird eine offene, ehrliche Kommunikation gefördert und die Chance auf eine nachhaltige Lösung erhöht.

Im Gegensatz zu weicheren Feedback-Methoden, die oft auf Beziehungserhalt und indirekte Kritik setzen, sorgt das Bredemeier-Feedback für Klarheit, Verbindlichkeit und einen schnellen Stopp destruktiver Muster Kommunikation und Verhalten – das macht es in angespannten Situationen besonders wirksam.

Das Bredemeier-Feedback unterscheidet sich von anderen konstruktiven Feedbackmethoden vor allem durch seine Direktheit und Konfrontationsbereitschaft. Während klassische Methoden wie die WWW- („Wahrnehmung/ Wirkung/ Wunsch“) oder Sandwich-Methode auf Ich-Botschaften, Zustimmung des Empfängers, ausgewogene Formulierungen und einen dialogischen, oft empathischen Ansatz setzen, adressiert das Bredemeier-Feedback destruktives Verhalten unmittelbar und auf der Meta-Ebene, hauptsächlich mit Du-Botschaften.

Weitere Unterschiede:

  • Klassische Methoden:
    • Fragen vorab um Erlaubnis für Feedback
    • Verwenden Ich-Botschaften und beschreibende Sprache
    • Betonen positive Aspekte zuerst und vermeiden direkte Konfrontation
    • Ziel: Beziehung erhalten, Empfänger nicht verletzen, Dialog fördern
  • Bredemeier-Feedback:
    • Spricht destruktives Verhalten direkt und ohne Umschweife an
    • Nutzt Du-Botschaften, wechselt auf die Meta-Ebene
    • Ziel: Stopp destruktiver Muster, Klarheit und Verbindlichkeit, auch auf Kosten von Harmonie, falscher Höflichkeit und mangelnder Konsequenz

Dadurch ist das Bredemeier-Feedback besonders in eskalierenden oder festgefahrenen Konfliktsituationen effektiv, während andere Methoden eher auf langfristige Entwicklung und Beziehungsaufbau abzielen.

Das Bredemeier-Feedback ist durch mehrere besondere Prinzipien einzigartig:

  • Durch den Namen – habe lange überlegen müssen
  • Direktheit und Konfrontation: Feedback wird offen, klar und auch provokativ gegeben – ohne Umschweife oder Beschönigungen. Dies fördert Schlagfertigkeit und zwingt zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten oder der Kommunikation.
  • Meta-Ebene: Es adressiert nicht nur den Gesprächsinhalt, sondern explizit das Kommunikationsverhalten des Gegenübers. So werden destruktive Muster sichtbar und können gezielt unterbrochen werden.
  • Grenzen setzen und testen: Das Feedback fordert dazu auf, persönliche und kommunikative Grenzen zu erkennen, zu setzen und gegebenenfalls zu überschreiten, um Entwicklung zu ermöglichen.
  • Authentizität und Souveränität: Die Methode legt Wert auf authentisches Auftreten und selbstbewusste Körpersprache, um die Wirkung des Feedbacks zu verstärken.
  • Erlaubnis zu Provokation, Ironie und Polemik: Anders als andere Methoden, erlaubt und fordert das Bredemeier-Feedback auch provokante, ironische oder polemische Elemente, um eingefahrene Kommunikationsmuster aufzubrechen.

Diese Prinzipien machen das Bredemeier-Feedback besonders wirksam in Situationen, in denen klassische, „weiche“ Feedbackmethoden an ihre Grenzen stoßen.

UnternehmerInnen und UnternehmensnachfolgerInnen stehen immer wieder vor kritischen Herausforderungen – also ist es empfehlenswert, dass sie konsequent auch an ihrer persönlichen Herausforderung arbeiten: auch kritische oder notwendige, klare Entscheidungen oder Fehlleistungen deutlich anzusprechen… auch wenn es gerade in persönlich belastenden Situationen ist.

Einige Literatur:

  • Friedemann Schulz von Thun, Miteinander Reden, Bd.1-4, 1981 ff.
  • Marshall B. Rosenberg, Gewaltfreie Kommunikation, 2001
  • Karsten Bredemeier
  • Schlagfertigkeit – Das Arbeitsbuch (2010): Praxishandbuch mit Übungen rund um Schlagfertigkeit und Rhetorik.
  • Die Kunst der klaren Kommunikation: 250 professionelle Rhetorik-Tipps (Haufe TaschenGuide 329): Kompaktes Nachschlagewerk zu erfolgreicher Kommunikation.
  • Nie wieder sprachlos: Provokative Rhetorik? SchlagFertigkeit! Techniken und Übungen gegen Sprachlosigkeit im Alltag.
  • Der Rhetorik-Code (2007): Strategien wirkungsvoller Kommunikation.
  • Provokatives Verkaufen? GesprächsVerführung! Leitfaden für verkaufsorientierte Gesprächsführung.
  • Rhetorik auf den Punkt gebracht. Die Grundregeln überzeugender Kommunikation (2014): Praxisorientierte Regeln für überzeugende Kommunikation.
  • Bissig, dynamisch, erfolgreich (mit Reiner Neumann, 1997): Moderne Kommunikation und Erfolg in der Wirtschaft.
  • Macht und Magie der Sprache (2002): Einfluss von Sprache auf Kommunikation und Wirkung.
  • Ihr persönliches Lern- und Übungsbuch für kommunikative Intelligenz (mit Reiner Neumann, 1999): Trainingsbuch zu Kommunikation und Intelligenz im Gespräch.
  • Schwarze Rhetorik. Macht und Magie der Sprache (verschiedene Länderausgaben): Wirkmechanismen manipulativer Sprache.

Viele Titel sind mehrfach aufgelegt, teils als Hörbuch oder in Fremdsprachen-Editionen erschienen.

Gastautor

  • Prof. Dr. theol. Karsten Bredemeier