bAV-Spezial: Interview mit Claudia Andersch

Betriebsrente als attraktives Instrument der Mitarbeiterbindung

Im Interview mit dem DUB UNTERNEHMER-Magazin sagt die Vorstandsvorsitzende der R+V Lebens- und Kranken­versicherung Claudia Andersch, dass Verlässlichkeit und Solidität besonders wichtige Faktoren bei der Suche nach dem richtigen Anbieter sind.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Was können Mitarbeiter tun, wenn ihr Chef noch keine Betriebsrente anbietet?

Andersch: Zunächst einmal: ihn darauf ansprechen. Denn was viele nicht wissen: Schon seit 2002 hat jeder Beschäftigte in Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf eine Entgeltumwandlung. Und das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz hat Entgeltumwandlung jetzt noch attraktiver gemacht. Ein Beispiel: Künftig können Angestellte in ihre betriebliche Alters­versorgung doppelt so viel steuerfrei einzahlen wie bisher. Das Gesetz schreibt außerdem vor, dass der Arbeitgeber demnächst Zuschüsse zahlt, denn er spart ja auch bei den Steuern und Sozialabgaben. Dieses Geld sollte man als Mitarbeiter auf jeden Fall in Anspruch nehmen. Für Beschäftigte, die maximal 2.200 Euro monatlich verdienen – also zum Beispiel Teilzeitkräfte – gibt es einen neuen Fördertarif.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Stichwort „Zielrente“ oder „Nahles-Rente“: Was erwarten Sie von solchen Branchenlösungen, die ja seit diesem Jahr möglich sind?

Andersch: Ich sehe die Zielrente als sinnvolle Ergänzung zu den bestehenden bAV-Lösungen und damit als wichtigen Schritt, vielen weiteren Menschen den Zugang zu einer Betriebsrente zu ermöglichen. Das ist absolut zu unterstützen. Deshalb hat die R+V Versicherung zusammen mit Union Investment auch schon frühzeitig ein eigenes Zielrentenmodell vorgestellt, das für alle Branchen offen ist. Nun sind die Tarifparteien am Zug: Erst wenn sie sich für eine solche Branchenlösung entscheiden, ist diese für alle ihre tarifgebundenen Unternehmen offen. Bis es so weit ist, müssen Unternehmen und Arbeitnehmer in puncto Zielrente nichts weiter tun. Aber schon ­heute stehen ihnen natürlich alle anderen Möglichkeiten der bAV offen.

Was zeichnet einen guten bAV-Anbieter aus?

Andersch: Zunächst einmal: Verlässlichkeit und Solidität. Altersvorsorge verlangt Planungssicherheit über mehrere Jahrzehnte. Unverzichtbar für einen Anbieter ist auch eine möglichst langjährige Erfahrung in der bAV. R+V ist beispielsweise seit fast 100 Jahren in der Altersvorsorge tätig und ist als einer der Marktführer in Deutschland maßgeblich an der Absicherung ganzer Branchen beteiligt, etwa der Chemie- und Metallindustrie sowie von Kliniken und Apotheken. Und es braucht kundige Ansprechpartner vor Ort, denn bAV geht nicht ohne gute Beratung und viel Experten­wissen. Hinzu kommt der Service: ein komfortables Kundenportal und gute Erreichbarkeit. All das spricht für einen genossenschaftlichen Anbieter wie R+V, bei dem der Kunde im Mittelpunkt steht.

Teil 1: Rahmenbedingungen für bAV so günstig wie nie

Teil 2: Betriebsrente als attraktives Instrument der Mitarbeiterbindung

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