Digitale Sieger

Im Silicon Valley inspiriert die Telekom Mittelständler. Geschäftsführer Hagen Rickmann im Gespräch.

T wie Trends: Hagen Rickmann von der Deutschen Telekom im Silicon Valley (Foto: PR)

Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden Telekom Deutschland, ist mit Mittelständlern und Großunternehmen ins Silicon Valley gefahren. Gesucht haben sie T wie Trends und das Rezept, mit der Digitalisierung Erfolg zu haben. Gefunden haben sie noch mehr.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Welche Erwartungen hatten Sie an die Reise?
Hagen Rickmann: Wir wollten Trends aufspüren, mit US-Partnern networken, Kunden und Vertriebspartner begeistern. Wir hatten uns viel vorgenommen und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Wie kann sich der normale Mittelständler orientieren?
Rickmann: Viele kleinere Unternehmen sind mit dem Thema und der Komplexität überfordert. Generell bieten Absatz, Service, Produktivität, Sicherheit und Zusammenarbeit – also Connectivity – Anknüpfungspunkte für die Digitalisierung. Ich kann nur empfehlen, sich einen Partner des Vertrauens zu suchen und mit ihm die nächsten Schritte zu besprechen. Wir tun alles, um unsere Kunden zufriedenzustellen. Das kann ich versprechen, wenn so viel Eigenwerbung erlaubt ist.

Was kann die Telekom vom Valley lernen?
Rickmann: Ich bin immer wieder beeindruckt, mit welcher Begeisterung die Amerikaner Produkte und Dienstleistungen anbieten. Sie brennen 24 Stunden. Darüber hinaus müssen wir als Organisation noch schlagkräftiger werden, uns noch besser aufstellen. Schließlich gilt es, noch besser die Wachstumsmöglichkeiten zu nutzen. Die Digitalisierung bietet uns unglaublich viele Chancen.

Welche Risiken sehen Sie am Horizont?
Rickmann: Ich befürchte, dass es für kleine Qualitätsanbieter schwieriger wird, sich in Nischen durchzusetzen. Wenn Unternehmen wie Airbnb, die keine eigenen Zimmer haben, zunehmend den Markt beherrschen, können große Hotelketten gegenhalten. Was aber wird etwa aus eigentümergeführten Boutique-Hotels? Ich fürchte, dass in vielen Bereichen Vielfalt und Qualität verloren gehen, weil Platzhirsche mit enormen Marketingbudgets sich breitmachen werden. Deswegen müssen sich kleine Anbieter gerade jetzt digital aufstellen.

Teil 1: Digitale Sieger
Teil 2: „Die Geschwindigkeit, die manche Firmen an den Tag legen, ist zu gering“

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