Teil 2: „Die Geschwindigkeit, die manche Firmen an den Tag legen, ist zu gering“

Was steht auf Ihrer Agenda?
Rickmann: Respekt habe ich vor den Amerikanern, wie und wo sie kooperieren, um noch stärker zu werden. Da stört es sie auch nicht, dass man auf manchen Feldern sogar Wettbewerber ist. Wir müssen unsere Kooperationen und Partnerschaften ausbauen und dabei wichtige Kunden früher einbinden. Darüber hinaus gewinnt das Thema AI, also künstliche Intelligenz, immer mehr an Fahrt.

Was hat Sie überrascht?
Rickmann: Es wird im Mittelstand nicht mehr diskutiert, ob digitalisiert wird, sondern vielmehr, wie man die Zukunft anpackt. Ich finde es toll, dass das Thema auf der Agenda ganz nach oben gerückt ist. Es hat in den letzten Monaten einen gigantischen Bewusstseinswandel gegeben.

Keinerlei Kritik?
Rickmann: Doch – die Geschwindigkeit, die manche Firmen an den Tag legen, ist zu gering. Uns geht es noch zu gut. Die Wirtschaft boomt. Da ist der Handlungsdruck bisweilen nicht groß. Wer macht sein Haus schon gerne wetterfest, wenn die Sonne scheint? Darüber hinaus sollten wir mutiger werden – mehr ausprobieren. Wir neigen dazu, alles perfekt machen zu wollen, bevor wir den nächsten Schritt wagen. Das kostet aber Dynamik und Geschwindigkeit. Wir müssen umdenken.

Welche High-Tech-Firma hat Ihnen besonders gut gefallen?
Rickmann: Das Versprechen des Start-ups Caprizia, mit neuen, einfach zu bedienenden Produkten das Thema der Komplexität zu eliminieren. So ist auch Apple groß geworden. Jetzt bin ich gespannt, ob sie mit ihrer Business-App halten, was sie versprechen. Die neue Einfachheit würde einen großen Sprung für die Firma aber auch für die Business-Welt bedeuten.

Teil 1: Digitale Sieger
Teil 2: „Die Geschwindigkeit, die manche Firmen an den Tag legen, ist zu gering“

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