Das Portal für Unternehmer, Gründer und Investoren
 

Wie sichere ich mein Unternehmen für die Zukunft ab?

Auch bei familieninternen Erbfolgeregelungen gibt es viele ungeahnte Fallstricke.

Das Bundesverfassungsgericht hat vor kurzem entschieden, dass die derzeitige Erbschaftssteuerregelung verfassungswidrig ist. Die Bundesregierung wurde aufgefordert, bis zum 30.Juni 2016 Änderungen am bisher gültigen Gesetz vorzunehmen. Dies hat erhebliche Auswirkungen für alle diejenigen Unternehmer/-innen, die bisher ihre Nachfolge für ihr Unternehmen nicht geregelt haben. Mancher Unternehmer sieht sich nun veranlasst schnell eine Lösung für sein Unternehmen zu finden. Dabei werden oft voreilige Entscheidungen getroffen. Häufig werden bestimmte Familienmitglieder in der Abfolge bedacht, andere aber nicht oder nicht im gleichen Maße.

So kann zwar der Unternehmer seine Wunschvorstellung schon zu Lebzeiten realisieren und z.B. nicht alle seiner Nachkommen für die Unternehmensnachfolge bestimmen. Er muss aber damit rechnen, dass die nicht berücksichtigten Erben sich spätestens zum Zeitpunkt seines Ablebens mit der geschlossen Erbregelung nicht einverstanden erklären. Erbberechtigten, auch z.B. den angeheirateten Schwiegerkindern, steht vom Gesetz her u. U. ein so genannter Pflichtteilsanspruch zu. Dieser entspricht der Hälfte des jeweils gesetzlichen Erbanspruchs. Der Pflichtteilsanspruch ist zudem bei Forderung in bar zu Verkehrswerten zu leisten. Dies kann sehr schnell dazu führen, dass ein Unternehmen in finanzielle Schieflage gerät, weil es innerhalb zu beachtender Fristen nicht in der Lage ist, die notwendigen Barmittel aufzubringen. Häufig müssen überhastet Vermögensgegenstände verkauft werden, beispielsweise betriebsnotwendige Immobilien. Dabei werden dann vielfach Abstriche bei den Verkaufserlösen hingenommen, oder die Vermögenswerte lassen sich nicht in der Kürze der Zeit sinnvoll verwerten.

Rechtzeitige Nachfolgeplanung sinnvoll

Um auch für solche Eventualfälle vorzusorgen, selbst wenn innerhalb der Familie aktuell große Einigkeit herrscht, empfiehlt es sich von allen Erbberechtigten sogenannte Pflichtteilsverzichte unterzeichnen zu lassen. Spätestens dann wenn ein solcher Verzicht auf dem Tisch liegt kommen bisher nicht geäußerte Missstimmungen und Gefühle, ungerecht behandelt zu werden, auf den Tisch. Es empfiehlt sich daher für jeden Unternehmer mit Beginn der Planungen für eine zukünftige Nachfolge dieses Thema offen anzusprechen. Nur dann ist gewährleistet, dass das Unternehmen später in seinem Bestand gesichert ist und auch nur diejenigen das Unternehmen weiterführen und an diesem beteiligt sind, die der Erblasser als dafür geeignet empfindet. Hier kann eine professionelle Mediation hilfreich sein, um letztendlich den Fortbestand des Unternehmens zu sichern.

Das interessiert andere Leser

  • Flottenmanagement
    Knifflige Entscheidungen

    Kaufen, leasen, finanzieren, mieten? Vor dieser Frage steht jedes Unternehmen, ganz gleich welcher Art und Größe, wenn es um die Anschaffung von Dienst-, Fuhrpark- oder Firmenwagen geht.

  • Auf in die Franchise-Selbstständigkeit
    Auf in die Franchise-Selbstständigkeit: Welche Freiheiten habe ich?

    Als Franchiser ist man befreit davon, eine eigene Idee zur Marktreife zu führen. Was kann man entscheiden, wo sind die Grenzen?

  • Veranstaltung Firmennachfolge in Hamburg
    Die Hürden bei der Firmennachfolge: einfach mal Ja sagen!

    Eine Firma zu verkaufen, das ist für manche Eigner so schwierig, wie ihr Kind in die Selbstständigkeit zu entlassen. Welche Befürchtungen Käufer und Verkäufer haben, zeigte eine Veranstaltung in Hamburg auf.

  • Joe Kaeser, Siemens
    Der Siemensianer

    Nie hat er für ein anderes Unternehmen gearbeitet: Siemens-Chef Joe Kaeser im Interview.

  • Öko-System
    Franchise wird grün

    Der Deutsche Franchise-Verband hat den Green Franchise Award vergeben. Und der Gewinner ist ...

  • Küche&Co
    Rückenstärkung

    Franchisesystem als Gängelband, so das vielfache Vorurteil. Wie es richtig gut laufen kann, erzählen zwei Gründer.

  • Das Who’s who deutscher Konzernlenker verrät exklusiv, wie es sich die digitale Welt von morgen vorstellt.
    Quintessenzen des Erfolgs

    Denke stets vom Kunden her! An welchen Leitplanken sich 15 Konzernchefs bei ihren Strategien orientieren.

  • Kai Enders im DUB UNTERNEHMER-Magazin Herbst 2016
    Modernisierung des Verbands

    Kai Enders, neuer Vorstand des Deutschen Franchise-Verbands, hat sich hohe Ziele gesteckt.

  • DFV-AWARDS
    Neue Aushängeschilder

    Der Franchise-Verband hat fünf Unternehmen ausgezeichnet. Was macht diese zu Botschaftern für die gesamte Franchisewirtschaft?

  • Lisa Mayer, Olympionikin und erfolgreiche Studentin ist Sport-Stipendiatin des Jahres 2016
    Sprinterin räumt ab

    Lisa Mayer, Olympionikin und erfolgreiche Studentin ist „Sport-Stipendiat des Jahres 2016“.

  • Der Transformator
    Wachgeküsst

    Wie aus einem unprofitablen Familienbetrieb ein europäischer Champion wird, zeigt das Beispiel Europart.

  • Regierung hilft Start-ups
    Regierung hilft Start-ups

    Dank Steuererleichterungen für Investoren sollen junge Unternehmen leichter an frisches Kapital kommen.

  • Erfolgreich mit Hundefutter: Franchise-Unternehmer Torsten Toeller
    Selfmade-Millionär auf Abwegen?

    Torsten Toeller, Chef des Franchise-Imperiums Fressnapf, zieht sich zurück. Was steckt dahinter?

  • Firmenwerte: KMU-Multiples
    Schwacke-Liste für KMUs

    Neue Tabellen von DUB.de und concess.de helfen bei der Bewertung kleiner und mittelständischer Unternehmen.

  • Migranten als Gründer
    Mehr als Dönerbude

    Wenn Migranten ein Unternehmen gründen, sind sie längst nicht mehr nur in den Bereichen Gastronomie oder Handel aktiv. Viele schaffen erfolgreich Jobs.

  • Firmen fiebern nach Fusionen
    Das große Fressen

    Bayer, Fresenius, Volkswagen: Deutsche Unternehmen sind in Shoppinglaune. Dabei sah es zu Jahresbeginn düster aus im M&A-Sektor.

  • MBO - Vom Manager zum Eigentümer
    Vom Manager zum Eigentümer

    Wenn eine Firma per Management Buy-out gekauft wird, muss nicht nur das Engagement der Besitzer in spe passen, sondern auch die Finanzierung.

  • Social Media im Franchise
    Social Media für Franchise

    Wie Franchise-Unternehmen Facebook, Twitter oder Whats App richtig nutzen.

  • War for talents
    Bereit für die Neuen? Wahl des Arbeitgebers bei der Generation Y

    Bei der Wahl des Arbeitgebers gilt die Generation Y als besonders anspruchsvoll. Welches Unternehmen positioniert sich am besten im ‚War for Talents’? Eine Studie will der Frage auf den Grund gehen.

  • Wladimir Klitschko 2016
    Veränderungen managen

    Ex-Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko und die Universität St. Gallen zeigen Führungskräften und Managern, wie sie die Herausforderungen der Digitalisierung meistern.

  • LMU München
    Start-up-Hochburg München

    Der Inkubator der Ludwig Maximilians-Universität München (LMU) hat bereits 165 Start-ups mit mehreren hundert Millionen Euro Marktwert hervorgebracht.

  • Stefan Wagner
    CSR ist kein Werbe-Chichi

    Stefan Wagner, Chef der HSV-Stiftung, sagt, weshalb Corporate Social Responsibilty nicht nur Marketing sein darf.

  • In England und Frankreich werden deutlich mehr Unternehmen in Firmenbörsen inseriert als in Deutschland
    Beliebte Firmenbörsen

    Hoppla, in England und Frankreich werden deutlich mehr Unternehmen inseriert als in Deutschland. Wieso?

  • Jaguar. Ein 67-jähriger Brite hat sein Unternehmen an seine Mitarbeiter verschenkt.
    Geschenk vom Chef

    Der Brite Peter Neumark hat ein besonderes Geschenk für seine Angestellten: das Unternehmen.

  • Kingii Startup 2016
    Mehr als Samwer

    Drei spannende Start-ups von der WHU – Otto Beisheim School of Management.

  • Olympioniken auf Praktikumssuche
    Olympioniken auf Praktikumssuche

    Einmal bei den Olympischen Spielen antreten – diesen Traum hat sich unser Team in Rio erfüllt. Um an ihrer zweiten Karriere zu feilen, suchen einige der Top-Athleten auf DUB.de nach einem Praktikumsplatz.

  • Pater Notker Wolf
    Der CEO der Benediktiner

    Notker Wolf, Abtprimas des Mönchsordens, über guten Führungsstil und ernsthaftes Zuhören.

  • Berlins Turbo für Gründer
    Die besten Start-ups der TU Berlin

    Hochschul-Inkubator der Technischen Universität Berlin fördert Unternehmertalente. Wir haben drei jungen Firmen über die Schulter geschaut.

  • Wie Franchise-Systeme die Digitalisierung anpacken
    Big Franchise-Data

    Sieben Franchise-Geber verraten, wie sie das Verhalten ihrer Kunden analysieren und was sie mit den Daten anfangen.

  • Die sechs Erfolgsgeheimnisse starker Markenfirmen
    Das Geheimnis starker Marken

    Warum will jeder ein iPhone? Weshalb sagen wir „Tempo“ statt „Taschentuch“? Die Marke macht den Unterschied.

Zum Autor

Klaus Christian Knuffmann ist Partner von K.E.R.N – Die Nachfolgespezialisten in Krefeld, Dipl. Betriebswirt (EBS) und Bankkaufmann
Weitere Informationen erhalten Sie im Profil

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen
Jetzt Newsletter bestellen
DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick