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Hamburg, 13.03.2017

So planen Inhaberinnen die Unternehmensnachfolge

Jeder fünfte Betrieb mit mindestens mit einem Beschäftigten wird von einer Frau geführt. Nun kommt es bald zu einer Welle an Generationswechseln.

Deutschland, deine frauenfeindlichen Unternehmen: Nur mühsam steigt der Anteil von Frauen in Führungspositionen hierzulande. Der Status Quo: Durchschnittlich 31 Prozent aller Mitarbeiter sind Frauen, aber nur 14 Prozent der Positionen ab Abteilungsleiterebene sind mit einer Frau besetzt.

Wie sieht es auf der Inhaberseite aus? Heutzutage wird jeder 5. Betrieb mit mindestens einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten mehrheitlich von Frauen geführt, zeigt eine Untersuchung des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM). Allerdings, so teilt das Bonner Institut mit, sind diese meist kleiner als die Unternehmen von Männern und häufiger im Dienstleistungssektor angesiedelt.

Die Analyse zeigte weiter, dass die von Frauen geführten Firmen in der Tendenz jünger sind als die Betriebe, an deren Spitze Männer stehen. 71,5 Prozent der von Frauen geführten Betriebe wurden nach 1989 gegründet - und nur 64,8 Prozent der Unternehmen, die von Männern geleitet werden. Die Forscher erklären das mit dem Gründungsboom, der seit den 1980er Jahren unter den Frauen zu beobachten ist.

Der Studie zufolge planen etwa die Hälfte der Inhaberinnen eine familieninterne Nachfolge - und etwa jede fünfte Eigentümerin den Verkauf des Betriebes. Zum Vergleich: Bei den von Männern geführten Betriebe liegen die Werte etwas darunter - was allerdings im Wesentlichen daran zu liegen scheint, dass diese häufiger als ihre weiblichen Pendants noch nicht über die Art der Nachfolge entschieden haben.

Nur jede zehnte Inhaberin erwartet bei der Betriebsübergabe existenzgefährdende Probleme, drei Viertel der Befragten rechnen mit gar keinen Schwierigkeiten, so die Studie.

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