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Der Traum vom eigenen Restaurant

Umfrage: Zwei Millionen Deutsche würden gern ein Café, Bistro, Hotel oder eine Gaststätte aufbauen.

Silicon-Valley-Star Peter Thiel - Mitbegründer von Ebays Online-Bezahlsystem Paypal und einer der ersten, der im Jahr 2004 Geld in das soziale Netzwerk Facebook steckte - vertritt eine provokante These: Konkurrenz ist schlecht, Monopole sind gut. "Wer Konkurrenz will, macht am besten ein Restaurant auf, da hat er reichlich davon", sagte der Investor bei einem seiner letzten Besuche in seiner Heimat Deutschland.
Ob Café, Bistro, Imbiss, Restaurant, Hotel oder Cateringfirma - bundesweit gibt es laut Branchenverband Dehoga gut 224 000 gastgewerbliche Betriebe. Das ist nicht gerade wenig. Und doch träumen mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland davon, sich in der Branche etwas Eigenes aufzubauen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage unter Hotel- und Gastronomiebetreibern, die der Düsseldorfer Handelskonzern Metro bei der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Auftrag gegeben hat. Sie soll künftig einmal pro Jahr durchgeführt werden.

Danach gehört das Gastgewerbe zu den Top drei der beliebtesten Gründerbranchen hierzulande - auf Augenhöhe mit Handwerksbetrieben und (Einzel-)Handel. "89 Prozent bestätigen eine große Leidenschaft für das Geschäft", sagte Metro-Chef Olaf Koch. "Die müssen sie haben in einem derart hart umkämpften Markt."  Immerhin: Knapp zwei Drittel würden sich wieder für eine Selbstständigkeit in Hotel und Gastronomie entscheiden. Für Koch, dessen Vertrag kürzlich bis September 2018 verlängert wurde, sind das gute Nachrichten. Schließlich will er deutlich mehr sogenannte Kleinstunternehmer aus Hotellerie, Gastronomie und Catering als Kunden für Metros Großhandelssparte gewinnen, die in diesem Jahr 50-jähriges Jubiläum feiert. Cash & Carry ist die umsatzstärkste Vertriebslinie des MDax-Konzerns, zu dem auch die Elektronikgeschäfte Media-Markt und Saturn, die Warenhäuser Kaufhof und die Supermärkte Real gehören.

"Das Gastgewerbe ist ein riesiger Markt, auf dem wir aber in Deutschland noch zu wenig stattfinden ", erklärte Koch. "Das müssen wir ändern und das starke Niveau erreichen, das wir in anderen Ländern schon vorweisen können." Metro werde das Engagement deutlich ausbauen. Im vergangenen Jahr setzte die Branche fast 70 Milliarden Euro um und beschäftigte knapp 1,8 Millionen Menschen.

70 Prozent der Befragten ist es wichtig, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Aber: Das größte Problem ist die Suche nach geeignetem Personal (79 Prozent) - noch vor Steuerbelastung, Bürokratie und Gewerbevorschriften. Die finanzielle Unsicherheit belastet dagegen nicht mal jeden Zweiten. Was die Zukunft angeht, so zeigen sich die Hotel- und Gastronomiebetreiber bescheiden. Fast jeder Fünfte wünscht sich, dass alles so bleibt wie bisher.

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