Das Portal für Unternehmer, Gründer und Investoren
 

Das ist bei der Nachfolge im Familienunternehmen zu beachten

Wer ein Unternehmen aufbaut, wünscht sich meistens, dass das Lebenswerk von einem Familienmitglied weiterentwickelt wird. Eine Doktorarbeit hat nun untersucht, welche Faktoren die Nachfolge begünstigen.

Mehr und mehr Inhaber von Unternehmen treibt heutzutage eine Frage um: Wo finde ich einen Nachfolger für mein Lebenswerk? Naturgemäß wünschen sich die meisten Gründer, dass ihr Familienbetrieb an einen Sohn oder eine Tochter übergeht, aber wie funktioniert das?

Die Wissenschaftlerin Esther-Marie Kloth, die heute als Personalmanagerin arbeitet, hat sich in ihrer Doktorarbeit diesem Thema angenommen. Die Autorin, die einer Landwirtschaftsfamilie entstammt, untersucht in ihrem Werk „Ambivalenzen in der Unternehmensnachfolge“ in acht Fällen aus verschiedenen Firmen, wie einer Schlosserei, einem Landwirtschaftsbetrieb, die Motive, in den elterlichen Betrieb zu wechseln und beschreibt die Faktoren, die eine Nachfolge begünstigen.

Für Experten wie Kloth ist Kommunikation einer der wichtigsten Faktoren. Kloth rät zu einem offenen Austausch der Beteiligten, bei dem das Familienunternehmen aber nicht ständiges „Familienthema“ ist. Wenn das Thema Nachfolge und das Familienunternehmen ständiger Hauptakteur sind, steigt nach ihren Erkenntnissen nicht nur der Erwartungsdruck auf den Nachfolger, sondern auch das Risiko, dass das emotional geladene Thema nicht mehr nüchtern besprochen werden kann.

Zudem ist laut Experten auf jeden Fall Sensibilität auf Seiten des Inhabers gefragt. Das liegt daran, dass die Wünsche und Vorstellungen der Inhaber-Generation im Vergleich zur Generation Y sehr verschieden sind. Die Generation Y gilt als gut ausgebildet, ihre Vertreter sind oft mit Fachhochschul- oder Universitätsabschluss ausgestattet und kennen sich bestens mit mobiler Kommunikation und dem Internet aus.

Hilfreich ist es für den Inhaber schon, wenn er weiß, welche Art von Nachfolgern er auf Seiten seiner Kinder hat. Die Wissenschaftlerin Carolin Brückner hat Nachfolger in fünf Typen unterteilt. Zum einen ist der harmoniebedürftige Traditionsbewahrer zu nennen, der auf jeden Fall Nachfolger werden will, um damit Traditionen zu bewahren.

Zum Zweiten nennt sie den entscheidungsschwachen Pflichtbewussten, der seine Berufswünsche hinter die Wünsche der älteren Generation zurückstellt. Der Junior verspürt eine Verpflichtung, den Betrieb weiterzuführen und am Leben zu erhalten.

Deutlich anders denkt und handelt der kompromisslose Selbstverwirklicher. Dieser besteht primär darauf, seine Interessen zu verwirklichen und beharrt auf deren Umsetzung. Er entscheidet sich spontan für den Generationswechsel, wenn sein eigener Nutzen überwiegt.

Der beifallorientierte Freiheitskämpfer strebt als Motiv für die Unternehmensnachfolge nach Individuation. Der Junior ist seit der Kindheit als Nachfolger vorgesehen, es wird jedoch keine Planung zur Unternehmensübertragung erarbeitet. In der Folge forciert der beifallorientierte Freiheitskämpfer dies.

Der trotzige Alternativlose schiebt eine mögliche Übernahme hinaus, weil er durch äußere Umstände kein Commitment eingehen kann. Die Nachfolgeentscheidung wird jedoch nicht als belastend erlebt, weil der Nachfolger sich nicht auf die Nachfolge festlegt.

Kommunikation ist in allen Fällen eine wesentliche Erfolgskomponente. Wenn Sie hierbei Unterstützung suchen, schauen Sie in unserer Beraterbörse nach. Wenn Sie alternativ eine externe Nachfolgelösung suchen wollen, dann können Sie in der Nachfolgebörse inserieren.

Das interessiert andere Leser

  • Nachfolgetypen

    Wer ein Unternehmen aufbaut, wünscht sich meistens, dass das Lebenswerk von einem Familienmitglied weiterentwickelt wird. Lesen Sie, welche Faktoren die Nachfolge begünstigen.

  • Self-Storage Startups mit neuen Lagerraum-Lösungen

    Der Arbeitsplatz von heute gewährt freie Platzwahl in Coworking-Spaces. Doch die neue Flexibilität hat Ihren Preis: mangelnder Stauraum für Papiere und Akten. Die Shareing Economy bietet Lösungen.

  • Franchise Expo18 Logo
    Save the date - Franchise Expo18 im September in Frankfurt

    Die Franchise Expo18 bringt vom 27. bis zum 29.09.2018 über 100 internationale Aussteller auf das Messegelände in Frankfurt und bietet Informationsmöglichkeiten und spannende Workshops rund um Franchising.

  • Israels Innovationen

    Israel ist eine der größten Innovationsschmieden der Welt. Der Erfolg der Startup-Nation hat System, der Staat investiert massiv in Forschung und Entwicklung.

  • Allen gerecht werden

    Die Ökonomin Kate Raworth fordert ein fixes Umdenken der Wirtschaft und plädiert für ein Gleichgewicht zwischen Kapitalismus, sozialer Gerechtigkeit und Ökologie.

  • Meer und mehr Gründergeist

    Die Suche nach Erfolg im digitalen Zeitalter führt nach Israel ins Silicon Wadi – wo die Menschen mit Begabung, Bildung und Begeisterung kritische Umstände in Stärken verwandeln.

  • Du kommst hier nicht rein!

    Kryptotrojaner, DDos-Attacken, Phishing – Cyberkriminelle verfügen über ein großes Waffenarsenal. Höchste Zeit für entsprechende Abwehrstrategien.

  • Nachfolge im Franchise

    Eine Unternehmensnachfolge im Franchising weist generell deutlich weniger Minenfelder auf als die Gründung eines neuen Unternehmens. Wie es geht und worauf zu achten ist erfahren Sie hier.

  • Bio-Unternehmen suchen Nachfolger

    Biobetriebe tun sich besonder schwer einen Nachfolger zu finden. Neben Unternehmergeist muss er auch eine ökologische Einstellung mitbringen. Was bei der Suche hilft erfahren Sie hier.

  • Was einen »Leitwolf« und einen kleinen und mittelständischen Unternehmer verbindet

    Die Unternehmergeneration, die heute mit dem Problem einer Unternehmensnachfolge konfrontiert wird, ist ein Produkt ihrer Zeit und der Gesellschaft.

  • Bürgschaftsbanken fördern massiv Nachfolge im Mittelstand

    Deutschland hat ein Nachfolgeproblem. Im Mittelstand fehlen bis Ende 2019 rund 240.000 neue Inhaber für kleine und mittlere Unternehmen.

  • Franchise oder Startup?

    Die Vor- und Nachteile beider Modelle im Check. Ein Leitfaden für alle, die sich selbstständig machen wollen.

  • Israels Gründergeist

    Shai Agassi ist so etwas wie der Bill Gates des Silicon Wadis. Mit seiner ersten Gründung fuhr Agassi erstmal gegen die Wand. In Israel aber gehören Rückschläge zum Geschäft.

  • Darf's etwas teurer sein?

    Professionelles Pricing, Omnichannel im Vertrieb, Customization: Dr. Georg Tacke, CEO der globalen Strategieberatung Simon-Kucher & Partners über Vertriebs- und Marketingtrends 2018.

  • NEU auf DUB.de: Top-Platzierung in den Suchergebnissen

    Steigern Sie die Aufmerksamkeit für Ihre Anzeige. Positionieren Sie sich vor den Basis-Inseraten und erhöhen Sie durch die besondere Darstellung Ihre Inseratsaufrufe.

  • Einfach loslassen

    Ein Praxisbeispiel zeigt, wie die verspätete Unternehmensnachfolge gelingt.

  • Das Lebenswerk sichern

    Welche Rolle die Emotionen bei der Unternehmensübergabe spielen.

  • Die Meister des Franchise

    Die Vor- und Nachteile von Master-Franchise-Lizenzen.

  • DUB setzt Oettingers digitalen Bildungsgutschein um

    Der Politik einen Schritt voraus: Hamburger Verleger Jens de Buhr füllt die Forderung des EU-Kommissars Günther Oettinger nach Gutscheinen zur digitalen Weiterbildung mit Leben.

  • Franchisegründungen und Beteiligungskapital

    Worin unterscheiden sich Business Angels und Venture Capital? In welcher Phase ist welche Art von Beteiligungskapital die richtige? Und was passiert beim Exit? Ein Experte klärt auf.

  • Gemeinsam wachsen

    Nicht nur in der Gastronomie expandieren Unternehmen mithilfe von Franchisenehmern. Auch im Handel, im Handwerk und im Dienstleistungsbereich ist diese Vertriebsform weit verbreitet.

  • Ziele und Sorgen der nächsten Unternehmergeneration

    Gestalten statt verwalten: Die nächste Generation der Unternehmer will nicht nur das Erbe fortführen, sondern die Digitalisierung vorantreiben, zeigt eine aktuelle Umfrage.

  • Mama startet durch

    Als Mutter erfolgreich im Job zu sein, ist in Deutschland oft nicht leicht. Die Erfolgsgeschichten zweier Start-up-Gründerinnen zeigen, wie es dennoch geht.

  • Folge-Wirkung

    Wer übernimmt das Unternehmen? Ein Familienmitglied oder doch jemand Externes? Rechtsanwalt Dr. Daniel Mundhenke über eine der entscheidenden Fragen bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger.

  • Familienunternehmen erwärmen sich für einen Einstieg von Private-Equity

    Beteiligungsgesellschaften waren lange ein rotes Tuch für deutsche Familienunternehmen. Nun findet ein Umdenken statt – auch getrieben durch fehlende Optionen.

  • So läuft eine Due Diligence ab

    Steuernachforderungen, hohe Abfindungssumme, verzwickte Kundenbeziehungen: Risiken bei einem Unternehmenskauf gibt es viele. Eine Due Diligence ist deshalb zwingend erforderlich.

  • Beiräte in Franchisesystemen

    Wie wird ein Beirat organisiert? Was sind die Aufgaben und die Arbeitsweise? Und welche positiven und negativen Aspekte gibt es? Erfahren Sie mehr über Beiräte in Franchisesystemen.

  • Starke Motivation

    Das Nahziel von Bobfahrer Thorsten Margis und Rennrodler Julian von Schleinitz (Foto) ist die erfolgreiche Teilnahme bei Olympia 2018. Ihre Fernziele: Mastertitel und Promotion an der Hochschule.

  • Smarter leben

    Neue Technologien machen die eigenen vier Wände intelligent. Arne Sextro, Smart-Home-Experte bei EWE, über Chancen und Möglichkeiten ferngesteuerter Haustechnik.

  • Falsche Vorstellung

    Die Berater von Project Partners sind Spezialisten für die Umsetzung der Blockchain. Wie sich ein Unternehmen der Technologie öffnen kann, erfahren Sie im Interview.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen
Jetzt Newsletter bestellen
DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick