Selbstständig machen und Geld verdienen

Selbstständigkeit - Jüngere deutlich interessierter

Wie unterscheidet sich der Gründungswunsch nach Altersgruppe? Jüngere, so zeigt eine Studie, sind nicht nur interessierter als Ältere, sie sind auch mutiger und gründen mehr als die über 50-Jährigen.

Motivation zur Selbstständigkeit
Studie zur Gründungsneigung: Die Motivation zur Selbstständigkeit ist bei den 18-29 Jährigen am stärksten. (Foto: Getty Images/jacoblund)

Die Konjunktur brummt – die Lust, sich selbstständig zu machen, nimmt ab. Diese einfache Formel hat auch derzeit in Deutschland Gültigkeit. Nun macht eine neue Studie Hoffnung, dass der Anteil der Selbstständigen an der Erwerbsbevölkerung zukünftig leicht steigen wird. Das RKW Kompetenzzentrum berichtet nach einer Befragung, die in die sogenannte INSA-Studie 50plus 2017 eingebettet war und sich an 3.000 Personen richtete.

Rund jeder zehnte Befragte ist derzeit selbstständig. Etwa jeder fünfte könnte sich vorstellen, selbstständig zu werden. Geordnet nach Altersklassen ist der Wunsch das Angestelltendasein zu verlassen, unterschiedlich ausgeprägt. Rund jeder Dritte der unter 50-Jährigen würde sich für die unternehmerische Tätigkeit bewusst entscheiden. Noch klarer ist das Bild in der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen: Hier kann sich etwa die Hälfte der Befragten vorstellen, selbstständig zu werden. Im Kontrast dazu: Nur jeder Zehnte der über 50-Jährigen könnte sich vorstellen, in die Selbstständigkeit zu gehen. Sind die Jüngeren auch aktiver? Tatsächlich! Fast ein Drittel der Menschen zwischen 18 bis 29 Jahren haben sich bereits aktiv mit der Selbstständigkeit auseinandergesetzt.

Unternehmertum und Entscheidungsfreiheit

Die größten Vorteile sind für Gründer Entscheidungsfreiheit und Flexibilität. An zweiter Stelle ist ihnen die Verwirklichung der eigenen Idee als wichtiger Treiber für eine Selbstständigkeit am verlockendsten. Auf den weiteren Plätzen dieses Rankings kommen die Möglichkeit, unternehmerisch tätig sein zu können sowie mehr verdienen zu können. Dahingegen sieht die Gruppe der über 50-Jährigen in der Selbstständigkeit eine Chance, aus einer Arbeitslosigkeit herauszukommen, ihre Rente aufbessern zu können, zudem schätzen sie an der Selbstständigkeit die Chance, Erfahrung und Wissen weiterzugeben.

Was sind die Hürden bei einer Unternehmensgründung?

Was bremst den Wunsch nach unternehmerischer Freiheit? Jeder zweite Befragte unter 50 Jahren hätte Angst davor, selbst unternehmerisch tätig zu sein. Die Furcht ist in der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen mit 57 Prozent am weitesten verbreitetet. In der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen sind es dagegen nur 49 Prozent. Es zeigt sich also, die Angst, sich selbstständig zu machen, nimmt mit dem Alter ab.

Die verschiedenen Altersgruppen berichteten von unterschiedlichen Problemen im Alltagsgeschäft. Jeder dritte Befragte unter 50 Jahren klagt über ein hohes Arbeitsvolumen, Stress und ständige Verfügbarkeit als Belastungen in der Selbstständigkeit. Die über 50-Jährigen sorgen sich hingegen um die fehlende persönliche und existenzielle Sicherheit. Auch das Alter wird sowohl von den Jüngsten als auch von den Ältesten als größeres Problem bewertet. Gesundheitliche Einschränkungen schrecken ältere Gründer jedoch nicht ab.

Gründungsfinanzierung und fehlendes Fachwissen

Als größte Hürde auf dem Weg zur eigenen Firma wird die Finanzierung wahrgenommen. Die Bürokratie, die Angst zu scheitern und fehlendes Fachwissen sind weitere wichtige Hemmnisse im Gründungsprozess.

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