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Nebenjob: Gründer

Sachbuch: "Das 4-Stunden-Startup"

Gründer Felix Plötz macht Angestellten Mut, unternehmerische Träume in die Tat umzusetzen.


Wirtschaftsingenieur Felix Plötz
(Foto: Sarah Rubensdörffer)

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Sie haben neben dem Hauptberuf ein Start-up zum Leben erweckt. Ist das Modell übertragbar?
Felix Plötz:
Ich plädiere dafür, es zu versuchen. Mein Buch richtet sich an jeden Angestellten, der gern etwas nebenbei machen möchte. Nicht um reich zu werden, sondern um sein Leben zu bereichern – und zwar ohne sofort zu kündigen. Das hat den schönen Effekt, dass man ohne Erfolgsdruck agieren kann. Der eine hat ein Hobby, das er gern zum Beruf machen würde.
Der andere hat bestimmte Fähigkeiten, die er
gern anders einsetzen würde. Es könnte viel mehr Unternehmergeist und soziales Engagement geben, wenn wir uns mehr trauen würden.

Ein Hobby haben die meisten Menschen. Aber woher weiß ich, ob sich daraus eine Geschäftsidee ableiten lässt?
Plötz:
Wenn dieses Hobby eine Schnittmenge mit der Welt draußen hat in Form von Nachfrage, kann daraus ein Geschäft entstehen. Im Buch beschreibe ich drei Hürden, die zu überwinden sind. Erste Hürde: Lerne dich kennen und entdecke, was du gut kannst. Zweite Hürde: Plane, wie sich das mit den Marktbedingungen in Einklang bringen lässt. Dritte Hürde: Teste mit einfachen Mitteln, ob es sich in die Tat umsetzen lässt.

Und dafür reichen vier Stunden in der Woche aus?
Plötz:
Der Titel ist stark zugespitzt. Ich löse das im Buch auch sehr schnell auf. Man kann durchaus ein Start-up gründen und nur vier Stunden in der Woche hineinstecken. Wer allerdings mehr Zeit investiert, kommt auch schneller voran. Der Punkt ist, dass der Gründer die Freiheit hat, die Taktung selbst zu bestimmen.

Wie erkläre ich meinem Chef am besten, dass ich nebenbei noch etwas anderes machen will?
Plötz:
Grundsätzlich darf jeder nebenbei selbstständig sein, solang er die berechtigten Interessen seines Arbeitgebers nicht verletzt, ihm also zum Beispiel keine Konkurrenz macht. Mit diesem Wissen geht der Gründer selbstbewusst in die Diskussion mit dem Vorgesetzten. In dieser sollte er Argumente für die Nebenbeschäftigung aufzählen, etwa dass er durch die Tätigkeit neue Fähigkeiten hinzugewinnt im Selbstmanagement, Marketing oder Vertrieb. Das macht ihn als Mitarbeiter sogar wertvoller. Die meisten Chefs sollten sich so überzeugen lassen.


256 S., 16,99 Euro,
Econ (Foto: PR)

GUTE GRÜNDE FÜRS GRÜNDEN

Sachbuch: „Eigentlich möchte ich viel lieber ...“

Wie oft hat Felix Plötz diesen Satz gehört. Viele Angestellte träumen vom eigenen Unternehmen, auch der Autor. Er ging es an und gründete neben seiner Vollzeitstelle ein Start-up. Wie ihm das in vier Stunden pro Woche gelang und worauf Gründer achten müssen, erklärt er in seinem Buch „Das 4-Stunden Startup“.

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