Buchhaltung auslagern oder selbst erledigen – was eignet sich für Gründer?

Bevor man ein Unternehmen erfolgreich gründen kann gilt es, eine Menge Prozesse zu durchlaufen.

Neben der Erstellung eines Businessplans müssen Geldgeber überzeugt, der Betrieb angemeldet und ein geeigneter Standort gefunden werden. Und auch nach der erfolgreichen Gründung bringt der Geschäftsalltag zahlreiche Aufgaben mit sich. Allen voran gehört dazu die Erstellung einer ordnungsgemäßen Buchführung. Erledigt man sie selbst, spart man sich die Ausgaben für den Steuerberater, muss aber entsprechend die Zeit dafür investieren. Buchhaltung outsourcen oder selbst machen – was eignet sich für ein Start-up mehr?

Wichtig: eine ordnungsgemäße Buchhaltung (Foto: ©lovelyday12/shutterstock)

Überlegungen vorab: Welche Optionen haben Gründer?

Schon während der Planungsphase zur Gründung sollte man sich darüber Gedanken machen, wie bzw. von wem die Buchhaltung erledigt werden soll. Denn diese korrekt durchzuführen ist Voraussetzung für ein erfolgreiches Unternehmen. Darum kann man sich als Unternehmer entweder selbst kümmern oder einen Fachmann damit beauftragen.

Buchhaltung selbst erledigen

Start-ups entscheiden sich aus finanziellen Gründen gerne dafür, die Buchhaltung selbst zu machen. In erster Linie ist damit ein Mehraufwand verbunden, den man nicht unterschätzen sollte. Aus Kostensicht kann sich diese Lösung aber gerade für Existenzgründer durchaus rentieren. Wer die Aufgabe selbst übernimmt, muss keinen Steuerberater oder Buchhalter beauftragen und spart die Kosten dafür. Durch das selbstständige Erledigen eignet man sich wichtiges Fachwissen an. Wer beispielsweise mehr darüber wissen möchte, wer buchhaltungspflichtig ist und was die Aufgaben oder einzelnen Elemente der Buchhaltung sind, kann sich mit diesem ausführlichen Ratgeber in das Thema einlesen. Mit dem entsprechenden Know-how können alle Ergebnisse nachvollzogen werden, auch wenn man die Buchhaltung zu einem späteren Zeitpunkt an einen Steuerberater abgibt. Unternehmer, welche die Aufgabe selbst erledigen, behalten zudem den Überblick über wichtige Zahlen und können auf Schwankungen oder Engpässe schnell reagieren.

Buchhaltung outsourcen

Die Buchhaltung kann ebenso an einen Steuerberater ausgelagert werden. Das kann für Start-ups insbesondere deshalb von Vorteil sein:

  • Der Steuerberater ist Fachmann auf seinem Gebiet. Man kann sich darauf verlassen, dass die Buchhaltung von ihm zuverlässig und rechtskonform erstellt wird.
  • Der Unternehmer selbst hat Zeit, sich auf die Kundenakquise sowie das Kerngeschäft zu konzentrieren, was gerade für Existenzgründer sehr wichtig ist.

Gut zu wissen: Die Buchhaltung kann sowohl an einen Steuerberater abgegeben als auch von einem Buchhalter erledigt werden. Letzterer darf allerdings keine Einnahmen-Überschuss-Rechnung, den Jahresabschluss oder die Gewinn- und Verlustrechnung ohne die Überprüfung durch einen Revisor machen. Der Steuerberater ist hingegen befugt, die komplette Buchführung uneingeschränkt zu erledigen.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Gerade Existenzgründer tendieren gerne dazu, die Buchhaltung selbst zu übernehmen. In erster Linie, weil sich dadurch Kosten einsparen lassen. Der zeitliche Mehraufwand lässt sich grundsätzlich nicht vermeiden, mit entsprechenden Hilfsmitteln jedoch reduzieren. Besonders eine Buchhaltungssoftware kann bei der Erledigung hilfreich sein und eine effiziente Arbeitsweise unterstützen. Über vorhandene DATEV- oder ELSTER-Schnittstellen kann ein einwandfreier Datenaustausch sowohl mit dem Finanzamt als auch mit dem Steuerberater erfolgen. Vorgefertigte Masken und automatische Fehlermeldungen helfen bei der korrekten Eingabe. So kann die Buchhaltung selbst unerfahrenen Unternehmern schnell und unkompliziert gelingen.