Das Portal für Unternehmer, Gründer und Investoren
 

Hamburg, 30.06.2017

Teil 2: Alternativlose Technologie

Laut der Unternehmensberatung Forrester sind viele Unternehmen (noch) von KI-Anwendungen überfordert. Sie wissen schlichtweg nicht, welches Problem sie mithilfe Künstlicher Intelligenz lösen sollen. Trifft das auch auf Ihr Unternehmen zu?
Krause: DLA Piper hat sich als globale Anwaltssozietät sehr früh mit dem Thema Künstliche Intelligenz auseinandergesetzt und intern entsprechend die Arbeitsprozesse angepasst. Wir haben vor mehreren Jahren diesen Schritt als alternativlos begriffen.

Kommt bei Ihnen bereits Künstliche Intelligenz zum Einsatz? Wenn ja wo?
Krause: Wie bereits gesagt, wenden wir in einer Reihe von Projekten Künstliche Intelligenz in Form von eigens trainierten Algorithmen an. Hierdurch können wir bei Unternehmenskäufen oder großen Real Estate-Projekten schnell und effizient die kritischen Themen für Mandanten identifizieren. Ein Beispiel ist die Anwendung von KI im Rahmen einer sogenannten Due Diligence, also der Prüfung eines Zielunternehmens beim Unternehmenskauf. Während noch vor Jahren die Prüfung und Zusammenstellung der Vertragsunterlagen des Zielunternehmens allein durch menschliche Arbeitskraft erledigt wurde, setzen wir verstärkt Softwarelösungen ein, die selbstständig kritische Vertragsklauseln identifizieren und für Mandanten bereithalten. Hierdurch können wir schneller, effizienter und somit letztlich kostengünstiger für unsere Mandanten tätig werden.

Kann Ihr Unternehmen den enormen Aufwand von KI-Anwendungen selbst stemmen oder setzen Sie auf Kooperation, beispielsweise mit Start-ups oder etablierten Anbietern von Cloud-Services?
Krause:
Wir arbeiten sowohl mit externen Anbietern zusammen, als auch in großen internen Teams. Gerade in der Kombination von externem Know-how und anwaltlicher Erfahrung liegt die große Chance unseres Erfolgs.

Verfügen Sie über ausreichend qualifiziertes Personal, um intern entsprechende Prozesse und Schnittstellen abbilden zu können?
Krause: Derzeit schon, da DLA Piper bereits vor Jahren mit dem Aufbau entsprechender Abteilungen begonnen hat. Wir werden diesen Prozess und damit verbundene Notwendigkeiten aber auch künftig kritisch beobachten.

Wie begegnen Sie der Angst vor Datenmissbrauch? Wie sichern Sie Ihr Unternehmen gegen Hacker ab?
Krause: Als eine der führenden internationalen Anwaltskanzleien ist es für uns selbstverständlich eine absolute Notwendigkeit, die Daten unserer Mandanten zu schützen. Wir beraten mehr als die Hälfte der Fortune 500-Unternehmen und sind regelmäßig in hochsensible Themen eingebunden. Es ist offensichtlich, dass ein Datenmissbrauch zu verhindern ist. Ich möchte an dieser Stelle auch gar nicht unsere enormen Sicherheitsvorkehrungen offenlegen, sondern nur darauf hinweisen, dass wir in keinem Fall von Datenmissbrauch durch Hackerangriffe betroffen waren.

Teil 1: Neu fokussieren

Teil 2: Alternativlose Technologie

Teil 3: „Nicht alles, was technisch möglich ist, sollte auch zivilisatorisch umgesetzt werden”

Nach oben

Das interessiert andere Leser

  • Auf die Marke kommt es an

    Noch immer zögern viele Mittelständler, ihre erfolgreichen Geschäftsmodelle konsequent zu vermarkten. Dabei lohnt sich die Investition in die Markenführung.

  • Mission Schaltzentrale

    In Oliver Franke reifte schon sehr früh der Wunsch, Unternehmer zu sein. Der Weg zu seiner heutigen Tätigkeit als Chef des vom Vater mitbegründeten technischen Industriedienstleisters Franke + Pahl war ...

  • Wettlauf gegen die Zeit

    Ob Berater, Ingenieur oder Manager: Vor manchen Geschäftsreisen ins Ausland sind ärztliche Untersuchungen Pflicht - doch nicht alle Firmen wissen davon.

  • Das Ende der großen Vorsicht

    Seit der Krise horten Firmen Eigenkapital. Nun stehen bei Mittelständlern wieder Investitionen auf dem Plan. Siewollen mutig sein.

  • Attraktives Geschäftsfeld für Freiberufler

    Onlineplattformen helfen bei der Suche nach Cloud-Experten.

  • Sind Sie sicher?

    Nahezu alle Betriebe werden mittels elektronischer Datenverarbeitung verwaltet, teils mit Tausenden Kundendaten täglich. Doch wiesteht es um den Schutz der Informationen und die Sicherheit der Abläufe? Zehn ...

  • Erfolg ist Verhandlungssache

    Zehnmal täglich verhandeln Führungskräfte im Schnitt. Wie gut sie sich in den Gesprächen durchsetzen, wird auch durch ihre Taktik bestimmt. Der Erfolg beginnt schon mit der Vorbereitung.

  • Geld auf breiter Basis

    Crowdfinanzierungen machen als alternative Kapitalquelle von sich reden. Der Markt ist zwar klein, doch mehr als eine Schwärmerei.

  • Kühler Kopf beim Turnaround

    Wenn die Kosten steigen, der Absatz stockt und der Umsatz sinkt, darf das Management keine Zeit verlieren. Wie mittelständische Unternehmen Restrukturierungen am besten angehen.

  • Auf der sicheren Seite

    Die 17 deutschen Bürgschaftsbanken sind private Förderinstitute, die mittelständischen Unternehmen den Weg zu mehr Kapital ebnen.

  • Erfolg beginnt im Kopf

    Was verbindet Mark Zuckerberg und Wickie den Wikinger? Ihr Erfolg beginnt im Kopf. Der eine erdachte Facebook, der andere hilft seinen Freunden mit klugen Einfällen. Die Idee ist die Basis für erfolgreiches ...

  • Großprojekte im Fokus

    Projektinvestitionen sind oft Meilensteine bei der Erreichung strategischer Ziele. Häufig gehen damit hohe Risiken einher, die besonderer Aufmerksamkeit von Management und Aufsichtsrat bedürfen.

  • Vorbildliche Führung

    Ottmar Hitzfeld erklärt auf dem zweiten DUB UNTERNEHMER-Dinner, wie er Teams erfolgreich führt und wie er lernen musste, Druck zu managen.

  • Halterhaftung für den Fuhrpark

    Halterhaftung für den Fuhrpark birgt für den Verantwortlichen ein erhebliches Haftungsrisiko, das sich besonders offenbart, wenn es um die Haftungsverteilung nach einem Verkehrsunfall geht.

  • Das Geheimnis der Gewinnmaschinen

    Anlegern gelingt es nur sehr schwer - viele Unternehmen, auch deutsche, schaffen es aber Jahr für Jahr. Sie streichen Renditen von 25 und mehr Prozent ein.

  • Führen mit Stil

    Über Managementprinzipien und E-Commerce-Wandel diskutierten Otto-Vize-Chef Dr. Rainer Hillebrand und Ebay-Deutschland-Lenker Dr. Stephan Zoll auf dem ersten Hamburger Unternehmer-Dinner von EO und DUB.

  • Können Unternehmer ein Privatleben haben?

    Führungskräftetrainer und Effizienzexperten engagieren sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Doch vielbeschäftigte Unternehmer finden dieses Ziel oft unrealistisch.

  • „Wichtig war, nie abzuheben“

    „Der Doktor, der Kämpfer, der Sieger“ – unter diesem Titel ist eine Biografie über Professor Dr. Reinfried Pohl, den Gründer der Deutschen Vermögensberatung AG, erschienen. DUB UNTERNEHMER sprach mit ihm über ...

  • Passion für Pferde

    In dieser Serie berichten Unternehmerpersönlichkeiten davon, welchen Leidenschaften sie in ihrer Freizeit nachgehen. Den Auftakt macht Albert Darboven, Vorstandsvorsitzender und Inhaber des ...

  • Rendite – eine Standortfrage

    Deutschland ist im Immobilienfieber, auch bei Unternehmern. Beliebt sind nach wie vor A-Standorte wie München oder Frankfurt am Main – doch sind sie auch lohnenswert?

  • China Inside

    Reisen, lernen, netzwerken – Ende Mai wird eine „Handelsblatt“-Reisedelegation Kurs gen China nehmen, um das Reich der Mitte zu erkunden. Fünf Unternehmerinnen und Unternehmer erzählen, warum sie mit an Bord ...

  • Stolpersteine für Fremdmanager in Familienfirmen

    Der eine gibt zu viel Geld aus, der andere geht zu selten durch die Produktion: Manager, die neu in ein Familienunternehmen kommen, haben es nicht immer leicht.Dabei haben die Außenseiter einen entscheidenden ...

  • „Man kann nicht alle Cyber-Angriffe verhindern“

    Cybercrime-Experte Marco Gercke über Strategien der Prävention, die Verantwortung der Vorstände und was man aus simulierten Attacken lernen kann.

  • Immer etwas mehr tun

    - sprich besser, fleißiger, erfolgreicher sein -, so das Credo von Professor Dr. Reinfried Pohl. Der 85-Jährige führt die DVAG, den größten eigenständigen Finanzvertrieb Deutschlands, seit fast vier ...

  • Bewertung von GmbH-Anteilen zu Verkehrswerten unter steuerlichen Prämissen

    Während bis zum Jahr 2008 GmbH-Anteile für die vorgenannten steuerlichen Zwecke mit dem Stuttgarter Verfahren bewertet wurden, gelten seit dem ersten Januar 2009 andere Regeln.

  • Öko-Vorbild

    Claus Hipp leitet in dritter Generation den Säuglingsnahrungshersteller Hipp. Er führt die begründete Tradition der nachhaltigen Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln fort.

  • Was verdienen Vorstände?

    Aktionäre fordern heute maximale Transparenz über die Corporate Governance des Unternehmens. Dies gilt auch für die Vergütung der Vorstände.

  • Inhaber als Wachstumsbremse

    Wenn in Familienunternehmen nur einer das Sagen hat oder aber viel zu viele mitmischen, wachsen die Firmen langsamer.Dass dies nicht unbedingt ein Nachteil sein muss, zeigt eine exklusive Studie, die dem ...

  • Einfacher, billiger, leichter

    Chinesische Firmen erobern den Maschinenbau. Die deutsche Vorzeigebranche ist alarmiert.

  • "Wir können zuhören"

    Die Hamburger Volksbank wurde in einer Umfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft zu Hamburgs mittelstandsfreundlichster Bank gekürt.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen

Jetzt Newsletter bestellen

DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick