Das Portal für Unternehmer, Gründer und Investoren
 

Hamburg, 30.06.2017

Teil 3: „Technologie zum Wohle der Gesellschaft“

Woran arbeiten Sie gerade mit Ihrem Team?
Suh:
Wir integrieren Watson in alltägliche Kommunikationsprogramme wie Chats, Messengerdienste oder auch soziale Netzwerke. Das System lernt, geschäftliche Kommuniktion zu verstehen und dann Aufgaben zu automatisieren, die sich aus dem Gespräch ergeben. Betrachten wir zum Beispiel Versicherungsunternehmen: Wir können Watson im Kontext des Customer-Relationship-Managements beibringen, den Verkaufszyklus voranzutreiben. Watson versteht den Status des Gesprächs und kann einen Textentwurf erstellen, der digital mithilfe natürlicher Sprache unterzeichnet wird. Der Arbeitsprozess wird automatisiert und intuitiv über Sprache gesteuert, ohne fünf oder sechs verschiedene Programme zu öffnen.

Warum setzten Sie Watson ausgerechnet in der Gesundheitsbranche ein? Kein anderer Wirtschaftszweig ist so komplex, hat so viele unterschiedliche Interessengruppen.
Suh: Cognitive Computing, die nächste Generation der Datenanalyse und sogar Quantencomputer sind bereits da. Sie helfen uns, die komplexesten Probleme der Welt anzugehen, die bislang jenseits unserer Reichweite lagen. Außerdem hat die Gesundheitsbranche weltweit großen Wert und Bedeutung, sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich. Wir setzen Technologie zum Wohle der Gesellschaft ein. Ich bin der Meinung, dass Cognitive Computing für hochentwickelte Medizin und verfügbare Daten angewandt werden sollte. Verglichen mit anderen Branchen hinkt die Anwendung digitaler Technologien in der Gesundheitsbranche hinterher. Elektronische Patientenakten haben sich erst im letzten Jahrzehnt durchgesetzt, das Teilen medizinischer Daten sollte meiner Ansicht nach bereits etablierter sein, als heute der Fall. Bei IBM haben wir bereits Millionen Patientenakten mit vielen Informationen gesammelt. So können wir moderne Datenanalyse für präzise Diagnostik verwenden, etwa bei der Analyse von Röntgenbildern mittels maschinellem Lernen. Hinzu kommt: Was würde es für die Qualität der weltweiten medizinischen Versorgung bedeuten, wenn wir jeden Arzt auf diesem Planeten mit Watson unterstützen könnten? Man müsste nicht mehr länger an die Top-Universitäten gehen, um den besten Onkologen zu finden, nicht mehr zu bestimmten Spezialkliniken oder in die Großstädte, um die beste Behandlung zu erhalten. Dank moderner Kommunikationssysteme, Telemedizin und hochentwickelter Datenanalyse wäre dies auch in ländlichen Regionen möglich. Die Versorgungsqualität würde sich allgemein erhöhen.

Aber wie gelangen Sie an die Daten? Für viele ist das doch äußerst sensibles Terrain.
Suh:
Sowohl über Akquisitionen, als auch über Kooperationen. IBM hat einige Unternehmen aus der Gesundheitsbranche aufgekauft, etwa Explorys und Truven Health Analytics. Außerdem kooperieren wir mit internationalen Branchengrößen wie Johnson & Johnson, um Innovationen in neuen Bereichen zu schaffen. Auf diese Weise haben wir Millionen von Patientendaten erworben. Diese kombinieren wir mit den Daten, die Forschungsinstitute und Universitäten zur Verfügung stellen.

Teil 1: Menschen besser machen

Teil 2: „Welche Daten gehören dir?“

Teil 3: „Technologie zum Wohle der Gesellschaft“

Teil 4: Positive Aspekte überwiegen

Nach oben

Das interessiert andere Leser

  • Was tun bei einem Hörsturz?

    Auch zu viel Stress kann zu Hörversagen führen. Dr. Bilgen Kurt erklärt, warum Betroffene vor allem ruhig bleiben sollen.

  • Start-up vs. Franchise

    Selbständig machen – aber wie? Die Vor- und Nachteile von Start-ups und Franchise im Check.

  • Bye Bye Britain, hello Germany

    Viele britische Firmen wollen der Insel den Rücken kehren. Ihr Lieblingsziel: Deutschland.

  • Was tun bei Fake News?

    Auch Unternehmen leiden unter Fake News, etwa bei falschen Behauptungen auf Bewertungsportalen. Das raten Experten.

  • Lissabon

    Liebesgrüße vom Tejo

    Lissabon ist die perfekte Destination für ein langes Wochenende. Das sind die Must-Sees.

  • Neue Subventionen für Start-ups

    Die Bundesregierung startet einen neuen milliardenschweren Fördertopf für junge Unternehmen.

  • Frauen auf der Jagd

    Waidfrausheil

    Jagen: ein elitäres Hobby für ältere Herren? Das war einmal. Wie Frauen die Männerdomäne erobern.

  • Augmented-Reality-Effekt

    Death by Powerpoint

    Zwei Rezepte gegen sterbenslangweilige Präsentationen.

  • Mut zur Nische

    Investorin Anastasia Borghardt will Popcorn ganz groß rausbringen. Was sie über Start-ups und der Suche nach der berühmten "Nadel im Heuhaufen“ zu sagen hat.

  • Online-Tischler Pickawood liefert Erfolgszahlen

    Was ist eigentlich aus Pickawood geworden, dem Startup, das vor zwei Jahren ein Crowdinvesting auf DUB erfolgreich durchgeführt hat?

  • Compliance in Zeiten der digitalen Transformation

    Warum ein grundlegender Wertewandel notwendig ist, lesen Sie hier.

  • Das haben wir doch schon immer so gemacht

    Die Bundesbürger mögen Beständigkeit, keine Innovationen. Das könnte zum Problem für die Unternehmen werden.

  • Spektakuläre Deals

    Bei Übernahmen werden oft völlig überzogene Prämien bezahlt. Warum eigentlich? Und sind Familienunternehmen auch betroffen?

  • Auf den Punkt flüssig

    Säumige Großkunden

    Alltag in deutschen Firmen: Kunden lassen viel Zeit mit den Zahlungen, die Außenstände gehen in die Millionen. Factoring kann Abhilfe schaffen.

  • Was Chefs nicht können

    Bei der Suche nach einem Nachfolger mangelt es den meisten Chefs an einer entscheidenden Fähigkeit.

  • "Weniger Bürokratie für Start-ups und kleine Gründer"

    Letztes Jahr lockerte das Bürokratieentlastungsgesetz (BEG) einige Regeln für Existenzgründer. 2017 könnte das BEG II noch einen draufsetzen. Ein Expertengespräch über die wichtigsten Neuerungen.

  • Stellen Sie sich vor

    Stellen Sie sich vor

    Das DUB UNTERNEHMER-Magazin stellt in der Ausgabe 2-2017 potenzielle Firmenkäufer vor. Zeigen Sie, wer Sie sind, und erhöhen Sie Ihren Bekanntheitsgrad – gratis.

  • Franchise wächst in Deutschland

    Zunehmend fehlen jedoch Partner und Nachfolger für bestehende Standorte. Die Branche hofft auf gründungswillige Migranten.

  • Wenn der Vater nicht mehr will – und die Kinder auch nicht

    Wenn der Vater nicht mehr will – und die Kinder auch nicht

    Immer mehr Familienfirmen suchen einen Nachfolger für den Inhaber. Das ist häufig eine komplexe Angelegenheit: Das liegt nicht nur an den Kindern, die oft ihre eigenen Wege gehen wollen.

  • Redakteur Eike Benn für das D unterwegs

    Baukastenprinzip

    Der Digitale Wandel offenbart Chancen. Beispiel: Neuerungen im Hard- und Software-Bereich versprechen, Effiienz und Umsatz zu erhöhen. Doch wie vermeidet man Fallstricke?

  • Franchise Marketing

    Franchisegeber und -nehmer: Arbeitsteilung beim Marketing

    Franchisenehmer haben einen starken Partner im Rücken. Ob Marke, Corporate Identity oder Raumgestaltung: Für viele Fragen halten sie professionelle Antworten parat.

  • Chinesen kaufen deutsche Unternehmen – auch kleine!

    Chinesen kaufen deutsche Unternehmen – auch kleine!

    Besonders eine Nation geht in Deutschland auf Einkaufstour: China. Das Verhalten der Investoren aus Asien hat sich dabei in letzten Jahren kräftig geändert.

  • David gegen Goliath

    Sich gegen einen Platzhirsch zu behaupten, ist schwer. Wie es funktionieren kann, zeigt das Beispiel Paydirekt.

  • GANG ZUR BANK

    Gang zur Bank

    Eine Neugründung ist kostspielig. Franchisegründer bekommen oft Hilfestellung durch ihr System, sollten aber unbedingt auch weitere Beratungsangebote annehmen.

  • Was Unternehmensberater kosten

    Beim Thema Unternehmensnachfolge kommen meist Berater zum Zuge. Mit diesen Kosten sollten Sie planen.

  • Die neue Erbschaftssteuer im Überblick

    Ein Experte erklärt die vier wichtigsten Regeln der neuen Erbschaftssteuer.

  • Besonders zu festlichen Anlässen rundet eine edle Uhr am Handgelenk den Auftritt ab

    Zeit fürs Wesentliche

    Uhren sind mehr als Zeitmesser. Viele Freunde hochwertiger Nobelticker schätzen sie als Schmuckstücke mit technischen Raffinessen.

  • Der große Franchise-Report

    Der große Franchise-Report – das sind die neusten Trends

    Wie finanzieren sich Franchise-Betriebe? Wie finden die Systeme neue Partner? Wie stark wachsen die Unternehmen? Eine Studie gibt Antworten.

  • Invest-Programm des Bundeswirtschaftsministeriums

    So profitieren Gründer noch besser von Wagniskapital

    Deutschland ist kein Gründerland. Damit sich das ändert, hat das Bundeswirtschaftsministerium das Invest-Programm aufgepäppelt.

  • Hürzeler Bicycles

    Aufgesattelt

    Es gibt schönere Orte als das Fitnessstudio, um die Arbeit hinter sich zu lassen und den Akku aufzuladen. Unternehmer und Manager finden dazu gute Gelegenheit beim Radsport auf Mallorca.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen

Jetzt Newsletter bestellen

DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick