Wie gestaltet sich die Zukunft von Unternehmerfamilien?

Der Frage nach möglichen Zukunftsperspektiven von Unternehmerfamilien ging der Campus for Family Business am 12. Oktober 2018 an der WHU – Otto Beisheim School of Management nach.

In Workshops und Podiumsdiskussionen tauschten sich die 160 Teilnehmer, überwiegend etablierte Familienunternehmer sowie die Nachwuchsgeneration, zu ihren Erfahrungen aus. Im Vordergrund standen Themen wie das Investitions-, Risiko- und Verkaufsmanagement deutscher Familienunternehmen sowie die Zusammenarbeit mit Startups. Als einer der offiziellen Medienpartner begleitete DUB.de zudem die gesamte Veranstaltung.

In ihrer Eröffnungsrede erläuterte Prof. Dr. Nadine Kammerlander, Leiterin des Instituts für Familienunternehmen an der WHU, dass der Campus for Family Business eine Plattform darstelle, die den Wissenstransfer von neuen Erkenntnissen aus der Forschung in die Praxis ermögliche. Das zentrale Thema der Zukunft von Unternehmerfamilien zog sich durch das gesamte Programm, welches sich aus Impulsvorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen zusammensetzte.

Felix Fiege, Geschäftsführer in der fünften Generation bei FIEGE Logistics, stellte in seinem Impulsvortrag heraus, dass sich sein Logistikunternehmen ein Beispiel am „Innovations-Spirit“ der Startup-Szene nehme. Unter dem Leitgedanken „Kooperieren statt Kopieren“ beziehe das Familienunternehmen Startups mit neuen Geschäftsmodellen in das eigene Unternehmen ein. Christiane Underberg, Geschäftsführerin der Semper idem Underberg AG, betonte die Bedeutung von Werten als langfristige Basis in Familienunternehmen. Mit den Worten „Wir müssen alte Muster verlassen“ erklärte Underberg allerdings, dass Innovation auch den Wandel von Unternehmenskultur bedeutet.

Die parallel stattfindenden Workshops ermöglichten den Teilnehmern, sich mit Experten über ihre Erfahrungen auszutauschen. In einem Workshop diskutierte Philipp Möller, Gründer der Startup-Initiative Startup Teens und Gesellschafter der hagebau Handelsgesellschaft, zusammen mit Reiner Strecker von Vorwerk über die Chancen und Risiken der Zusammenarbeit von Startups mit Familienunternehmen. Im weiteren Verlauf der Workshops erörterten zwei Doktoranden die Ergebnisse ihrer empirischen Studie zum Thema „Family Office & Family Equity“ und diskutierten die Strukturen und das Investitionsverhalten von Single Family Offices. Ein anderer Workshop, geleitet von Jun.-Prof. Dr. Max Leitterstorf, thematisierte den möglichen (Teil-)Verkauf von Familienunternehmen. Im Vordergrund standen dabei Verkaufsgründe, potentielle Käufer und mögliche Folge-Themen wie z.B. die Sicherstellung des Familienzusammenhaltes.

In der Podiumsdiskussion der jungen Runde wurde traditionelles Denken aufgebrochen und die eigene unternehmerische Erfahrung mit der Elterngeneration verglichen. Zwei Teilnehmerinnen erläuterten, wie sie eigene Startups unabhängig vom elterlichen Unternehmen gegründet aber dann doch dazu in Bezug gebracht haben. So hat Lena Schaumann einen online-shop für Lampen gegründet und diesen später in das elterliche Möbelunternehmen eingebracht. Verena Bahlsen hat ein facettenreiches Food-Space als Plattform für eine nachhaltigere Lebensmittelbranche gegründet und möchte damit das Denken im elterlichen Lebensmittelunternehmen radikal verändern. Alle Teilnehmer betonten ihre Dankbarkeit dafür, dass ihre Eltern ihnen Unternehmertum seit der Kindheit vermittelt haben.

Das Institut für Familienunternehmen der WHU organisiert jährlich unter der Leitung von Prof. Dr. Nadine Kammerlander den Campus for Family Business.

Der kommende Campus for Family Business wird am 20. September 2019 stattfinden.

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