Verstecken nützt nichts

Viele Unternehmer haben die Umstellung des Zahlungsverkehrs auf die einheitlichen europäischen Formate noch nicht in Angriff genommen. Dabei wird es höchste Zeit.

Derzeit sorgen vier Buchstaben bei vielen mittelständischen Unternehmen in Deutschland für Verunsicherung. Der Grund: Am 1. Februar 2014 tritt SEPA in Kraft, die „Single Euro Payment Area“. Doch vielerorts läuft die Umstellung auf den europaweit einheitlichen Zahlungsverkehr, bei dem es keine nationalen Überweisungs- und Lastschriftverfahren mehr geben wird, eher schleppend. Daher gerät eine Reihe von Unternehmern angesichts der verbleibenden Zeit bis zum SEPA-Start ins Schwitzen, wenn die Frage lautet:Wie SEPA-reif ist Ihre Firma?

Viele tun sich schwer

Laut einer Umfrage von ibi research zur SEPA-Umsetzung in Deutschland nutzte bis Ende Juli erst ein Drittel der Unternehmen die SEPA-Überweisung. Rund 30 Prozent planen die ausschließliche Nutzung von SEPAÜberweisung zum 1. Februar 2014. Bei 20 Prozent der Befragten steht der Termin zur fi nalen Umstellung noch nicht fest. Nach Informationen der Bundesbank lag der Anteil der SEPA-Lastschriften im dritten Quartal bei gerade einmal 0,68 Prozent. Die anfängliche Zurückhaltung erklärt sich damit, dass es zunächst permanent Änderungen gab und das SEPAGesetz zudem reichlich Raum für Interpretationen ließ. Viele Unternehmen zogen es deshalb vor abzuwarten und zu beobachten, welche Erfahrungen die Wettbewerber mit der Umstellung machen. Heute stellt sich die Situation allerdings anders dar. Die Vorgaben und Handlungsleitlinien für die SEPA-Umstellung sind bis ins Detail konkretisiert und die Unschärfen im Großen und Ganzen beseitigt. So besteht in den SEPA-Angelegenheiten Rechtssicherheit. Ein wichtiger Punkt, denn schließlich bedeutet SEPA weit mehr als die Umstellung von IT-Anwendungen und Anpassung von Zahlungsverkehrsprozessen. Bestes Beispiel ist das Lastschriftverfahren im Onlinehandel. Geplant war, dass eine Lastschrift nur mit einem sogenannten Onlinemandat in Schriftform möglich sein sollte, damit der Internet-Händler bei der Bank des Kunden Geld abbuchen darf. Das hätte einen hohen Mehraufwand beim Shopbetreiber wie beim Kunden verursacht. Dies ist nun geklärt: Onlinelastschriften sind weiterhin ohne schriftlichen Kundenauftrag möglich.

Erfolg mit System

Wer jetzt noch nicht mit der Umstellung angefangen hat, sollte unbedingt Gas geben. Denn es gibt kein Zurück. Damit unvollständige Abbuchungsmandate oder ein fehlerhaftes Datenaustauschformat nach dem 1. Februar 2014 nicht unnötige Kosten verursachen und zu Improvisationen zwingen, sollte man den Umstellungsprozess systematisch angehen. Dazu müssen die Stammdaten des Finanzbuchhaltungssystems und der Zahlungsverkehrsanwendungen an die neuen SEPA-Zahlverfahren angepasst werden. Parallel sind die Angaben auf den Geschäftspapieren um die Unternehmens-IBAN und den BIC der Bank zu ergänzen sowie die IBAN und BIC der Kunden und Geschäftspartner in der Buchhaltung zu erfassen. Zudem müssen Unternehmen die Einzugsermächtigungen für die SEPA-Abbuchungen einholen. Angesichts der knappen Zeit empfi ehlt es sich, ein professionelles Projektmanagement und erfahrene IT-Experten an Bord zu holen, die für die stringente Abwicklung der Prozesse sorgen.


Das interessiert andere Leser

  • GmbH-Insolvenz: Den Verkauf als Weg aus der Krise nutzen
    GmbH-Insolvenz, und nun?

    Statt eines langwierigen Sanierungsverfahrens bietet sich bei Insolvenz häufig der Verkauf des Unternehmens an. Was dabei zu beachten ist.

  • Franchise Awards 2019 verliehen
    Franchise Awards 2019: Die Gewinner

    Am 28. Mai 2019 wurden in Berlin im Rahmen des Franchise Forums die begehrten Auszeichnungen verliehen. Wer die Gewinner sind erfahren Sie hier.

  • Bester Franchisenehmer der Welt - jetzt Nominierung abgeben

    Nominieren Sie Ihre Franchisenehmer zum internationalen Award und präsentieren Sie Ihr Franchise-System und Ihre Marke auf internationaler Bühne.

  • Franchise Konzepte: Positive Stimmung in den Systemen
    Franchise Klima Index 2019

    Der Franchisemarkt boomt, die Stimmung ist gut. Das zeigt die neuste Erhebung des FKI. Zugleich treibt viele Franchise-Systeme um, wie sie schnell neue Mitarbeiter und Franchisepartner finden.

  • Unternehmensnachfolge im Fokus– „Turmgespräch des Mittelstands“
    "Turmgespräch des Mittelstands" in Düsseldorf

    Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) lud rund 50 wirtschaftliche Entscheider, Politiker und Fachexperten ein um über die Herausforderungen und Lösungen der Nachfolgerproblematik zu diskutieren.

  • Finanzierungs-Alternative zur Hausbank - DUB.de
    Jenseits der Stange

    Joachim Haedke springt mit Finanzierung.com ein, wenn Banken bei der flexiblen Beschaffung von Liquidität für Unternehmen mauern.

  • Unternehmensverkauf - Gute Vorbereitung bestimmt den Erfolg Teil II
    Teil II: Unternehmensverkauf - Gute Vorbereitung bestimmt den Erfolg

    Der zweite Teil geht auf weitere für eine Vorbereitung wesentliche Punkte ein und fasst alle aufgezählten Schritte in einer Checkliste zusammen.

  • Unternehmensverkauf - Gute Vorbereitung bestimmt den Erfolg
    Teil I: Unternehmensverkauf - Gute Vorbereitung bestimmt den Erfolg

    Zu viele Unternehmerinnen und Unternehmer stellen sich der Herausforderung Unternehmensnachfolge zu spät. Eine gute Vorbereitung ist das A und 0.

  • FRANCHISE AWARDS 2019
    FRANCHISE AWARDS 2019

    In drei Kategorien messen sich insgesamt neun Franchisesysteme. Wer am Ende die begehrte Trophäe mit nach Hause nehmen darf entscheidet eine Fachjury.

  • Franchise Ideen: Was der Markt anbietet und was Sie wissen müssen
    Franchise Ideen: Was der Markt anbietet und was Sie wissen müssen

    Das passende System finden: Franchise Angebote gibt es viele, aber welche Franchise Idee ist die richtige?

  • Mobilitäts-Debatte- E-Scooter auf Gehwegen: Das sagen die Versicherer
    E-Scooter auf Gehwegen: Das sagen die Versicherer

    Die Bundesregierung entscheidet demnächst über die Zukunft der E-Scooter auf den Verkehrswegen. Viele Versicherer lehnen die neuen elektronischen Tretroller aber pauschal ab.

  • So gelingt das Change Management

    Neue Eigentümer bringen oft frische Ideen mit. Doch wer neue Strukturen und Prozesse integrieren will, muss ein paar Dinge beachten.

  • Auf Bewährtes aufbauen

    Franchise lohnt sich – besonders für die Nachfolger. DUB.de erklärt, was das System so attraktiv macht und worin die größte Herausforderung besteht.

  • Franchiseunternehmen verkaufen – So geht der Franchise Resale!
    Franchiseunternehmen verkaufen – So geht der Franchise Resale!

    Häufig werden in Franchise Verträgen auch Vorkaufsrechte festgeschrieben. Was bedeutet das nun im Falle eines gewünschten Weiterverkaufs?

  • con|cess M+A-Partner erhält den „Content Creator Award"
    con|cess M+A-Partner erhält den „Content Creator Award“

    Das Beraternetzwerk hat in der Kategorie: „Company Sales Facilitators of the Year 2019 – Germany“ den Award für seinen umfangreichen Content Marketing Ansatz erhalten.

  • Robert Gladis von der HALLESCHE
    „Benefit für Mitarbeiter“

    Jeder Versicherte sollte selbst auswählen können, welche bKV-Leistungen er in Anspruch nimmt. Dafür plädiert Robert Gladis von der HALLESCHE.

  • Steuerlich nutzbar: Durch eine Gesetzesänderung Ende 2018 werden Verluste bei einer Übertragung bis zu 50 Prozent nicht mehr gekürzt
    Das Minus nutzen

    Die Vorschrift zum anteiligen Verlustuntergang wurde Ende letzten Jahres gestrichen. Für Kapitalgesellschaften entstehen so neue Chancen, um ihre Verluste trotz Übertragung zu verrechnen.

  • Die digitale Transformation gelingt im Unternehmen nur im Miteinander
    „Mehr Empathie denn je“

    Die digitale Transformation gelingt im Unternehmen nur im Miteinander, postuliert Antje Leminsky, CEO beim Finanzierungsspezialisten GRENKE.

  • China hat sich zu einer der führenden wirtschaftlichen und technologischen Weltmacht entwickelt. Ex-Chefredakteur der „Die Zeit“ Theo Sommer erklärt, was der Aufstieg bedeutet.
    Chinas Aufstieg zum technologischen Vorreiter

    China hat sich zu einer der führenden wirtschaftlichen und technologischen Weltmacht entwickelt. Ex-Chefredakteur der „Die Zeit“ Theo Sommer erklärt, was der Aufstieg bedeutet.

  • Marc Simons von SIMONS & KOLLEGEN weiß, wie man sich für die richtige betriebliche Krankenversicherung entscheidet.
    „Passende Lösungen für die ganze Belegschaft“

    Die Entscheidung für die richtige betriebliche Krankenversicherung (bKV) fällt vielen Unternehmen nicht leicht. Marc Simons von SIMONS & KOLLEGEN weiß Rat.

  • Nur ein Bruchteil der deutschen Unternehmen hat einen Krankenzusatzschutz für seine Mitarbeiter abgeschlossen.
    Vorsorge im Doppelpack

    Nur ein Bruchteil der deutschen Unternehmen hat einen Krankenzusatzschutz für seine Mitarbeiter abgeschlossen. Dabei bietet die bKV viele Vorteile – für Betriebe wie Angestellte.

  • T-Systems-CEO Adel Al-Saleh über die Telematik-infrastruktur in der Gesundheitsbranche.
    „Deutschland hinkt noch hinterher“

    Die Telematik-infrastruktur ist das fehlende Bindeglied in der Kommunikation zwischen Ärzten, Apotheken und Krankenkassen, mahnt T-Systems-CEO Adel Al-Saleh.

  • Stephanie Renda kennt die Grenzen, an die Frauen stoßen.
    „Das einzige Mittel der Wahl“

    Courage: Als junge Mutter gründete Stephanie Renda 2008 ihr eigenes Unternehmen. Heute engagiert sie sich für die ganze Start-up-Szene. Sie kennt die Grenzen, an die Frauen stoßen.

  • Maria Moraeus Hanssen fordert Diversität in Unternehmen
    „Sagen Sie Ja zu neuen Chancen“

    Maria Moraeus Hanssen ist Vorstandsvorsitzende der DEA Deutsche Erdoel AG. Die Norwegerin fordert Diversität in Unternehmen – und das weit über die Geschlechterfrage hinaus.

  • Ines von Jagemann über die neuen Chancen für Frauen, in Führungspositionen zu kommen.
    „Lernen Sie, sich selbst zu schätzen“

    Ines von Jagemann, Geschäftsführerin Digital bei Tchibo, über Digital Leadership und die neuen Chancen für Frauen, in Führungspositionen zu kommen.

  • Verena Pausder will, dass unsere Kleinen einmal digital ganz groß werden.
    Die Zukunft beginnt genau jetzt

    Es könnte abgedroschen klingen, wäre es nicht so unwiderlegbar: Gründerin Verena Pausder will, dass unsere Kleinen einmal digital ganz groß werden.

  • Sarna Röster macht sich für den Nachwuchs stark – und glaubt nicht an die Frauenquote.
    „Gründergeist in die Schulen“

    Sarna Röster, die Nachfolgerin des Familienbetriebs Karl Röser & Sohn, macht sich für den Nachwuchs stark. Im Interview erklärt sie warum sie gegen eine Frauenquote ist.

  • Beate Oblau behauptete sich gegen zwei Männer in der Unternehmensspitze
    „Nur Kompetenz zählt“

    Neben zwei Männern behauptet sich Beate Oblau an der Spitze des Schreibgeräteherstellers Lamy. Sie spricht über die Digitalisierung der Marke und warum ihr Geschlecht irrelevant ist.

  • Prof. Sabina Jeschke über den Mobilfunkstandard 5G und ihre Arbeit als Ingenieurin
    „Digital Leader sein heißt Vielfalt fördern“

    Prof. Sabina Jeschke, Vorstand Digitalisierung und Technik der Deutschen Bahn, über den Mobilfunkstandard 5G und ihre Arbeit als Ingenieurin in einem klassischen Männerbereich.

  • Personalvorständin von EWE, Marion Rövekamp, über Diversity und Frauenförderung.
    „Netzwerken ist essenziell“

    Als Personalvorständin von EWE setzt sich Marion Rövekamp unter anderem für die Themen Diversity und Frauenförderung ein – auch, um damit drohendem Fachkräftemangel zu begegnen.

Zur Autorin 

Witold Kastigen, Senior Manager Financial & Accounting Advisory Services bei Ernst & Young. Sie erreichen Sie unter: witold.kastigen@de.ey.com

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen
Jetzt Newsletter bestellen
DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick
Das interessiert andere Leser