bAV-Spezial: Interview mit Fabien von Löbbecke

Attraktive Betriebsrentenreform

Die Reform der betrieblichen Altersversorgung (bAV) hat neue Rahmenbedingungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer geschaffen – und das Renditepotenzial vergrößert. Der Vorstands­vorsitzender der Talanx Pensionsmanagement AG Fabian von Löbbecke im Gespräch mit dem DUB UNTERNEHMER-Magazin über die Betriebsrentenreform.

Fabian von Löbbecke: Vorstands­vorsitzender der Talanx Pensionsmanagement AG und mitver­antwortlich für „Die Deutsche Betriebsrente“, die Konsortial­lösung für das Sozialpartner­modell von Talanx und Zurich.

Fabian von Löbbecke: Vorstands­vorsitzender der Talanx Pensionsmanagement AG und mitver­antwortlich für „Die Deutsche Betriebsrente“, die Konsortial­lösung für das Sozialpartner­modell von Talanx und Zurich (Foto: PR)

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) macht’s möglich: Seit Januar 2018 können Tarifpartner Sozialpartnermodelle vereinbaren, bei denen Arbeitgeber nicht mehr für die Höhe der garantierten ­Rente haften, sondern nur die Zusage geben, die Beiträge der Mitarbeiter in eine bAV zu zahlen.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Die Politik hat den Weg zu einer bAV mit Beitragszusagen statt Rentengarantie geebnet. Ein Schritt in die richtige Richtung?

Fabian von Löbbecke: Absolut. Weniger Garantie eröffnet die Chance auf mehr Rendite und damit mehr Rente. Ich bin überzeugt, dass „Die Deutsche Betriebsrente“, die Konsortiallösung von Talanx und Zurich für das Sozialpartnermodell, über die ganze Rentenphase deutlich mehr Leistung erwirtschaften kann als herkömmliche bAV-Tarife. Das macht die bAV attraktiver. Natürlich kann eine Vorsorge ohne Garantien Schwankungen unterworfen sein. Deshalb haben wir innovative Glättungsmechanismen entwickelt. Sie federn Ausschläge am Kapitalmarkt ab und tragen dazu bei, dass auch in Jahren mit negativer Wertentwicklung eine positive Rendite ausgewiesen werden kann.

Sehen Sie auch für kleinere und mittelständische Unternehmen Potenzial, die bAV auszubauen?

von Löbbecke: Diese Unternehmen haben besonders großen Nachholbedarf in Sachen bAV. Wenn sie tarifgebunden sind, können sie sowohl das Sozialpartnermodell für sich nutzen als auch die vielen Verbesserungen, die das BRSG für die bewährte bAV gebracht hat. Ein Beispiel ist die Geringverdienerförderung. Wenn Arbeitgeber die bAV von Mitarbeitern mit Einkommen unter 2.200 Euro bezuschussen, bekommen Sie 30 Prozent der Kosten vom Finanzamt erstattet. Der Arbeitnehmer reduziert so das Risiko der Altersarmut, der Arbeitgeber kann mit geringem Aufwand die Loyalität und Motivation der Mitarbeitern steigern.

Wie können digitale Formate die bAV unterstützen?

von Löbbecke: Wir setzen auf ein modulares Bera­tungsangebot, in dem digitale Formate eine zentrale Rolle spielen. Sie sind über das Netz jederzeit und überall verfügbar. Dadurch erreichen sie die ­Menschen leichter als gedruckte Broschüren. Zudem bieten Digi­tallösungen auch beim Vertragsabschluss und in der Verwaltung ein sicheres und effizientes Handling.

Haben Sie mit Online-Schulungen wie etwa Webi­naren bereits gute Erfahrungen gemacht?

von Löbbecke: Ja, Webinare sind – genauso wie beispielsweise Self-Service-Portale, Chats und vertonte Präsentationen – seit Jahren fester Bestandteil unseres Beratungsangebots. Sie werden sowohl von Arbeitgebern als auch von Arbeitnehmern sehr gut angenommen und ergänzen die persönliche Beratung von Mensch zu Mensch.

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