bAV-Spezial: Betriebsrente in Zahlen

Warum Mitarbeiter betriebliche Altersvorsorge wollen

Anfang 2018 trat das Betriebsrentenstärkungsgesetz in Kraft. Durch neue Rahmenbedingungen ist es für Arbeitgeber jetzt noch attraktiver, Mitarbeitern Betriebsrenten anzubieten. Wir zeigen, was diese bieten sollten und wo Potenziale schlummern.

Früh vorsorgen: Eine Betriebsrente kann ein wichtiger Bestandteil der Altersvorsorge sein

Früh vorsorgen: Eine Betriebsrente kann ein wichtiger Bestandteil der Altersvorsorge sein (Foto: Getty Images/pseudodaemon)

Wer Fachkräfte gewinnen und ans Unternehmen binden will, muss Anreize bieten. Dazu zählt neben guter Bezahlung auch das Angebot einer Betriebsrente. Denn die zweite Säule der Altersvorsorge ist angesichts der schmalen staatlichen Rente heute wichtiger denn je. Und sie bietet Vorteile: Verglichen mit der privaten Vorsorge sind ihre Verwaltungs- und Abschlusskosten günstiger. Zudem ist es seit diesem Jahr möglich, deutlich mehr Geld steuer- und sozialabgabenfrei in die betriebliche Altersversorgung (bAV) zu stecken. Wichtigste Neuerung für den Arbeitgeber: Er haftet im Rahmen eines Tarifvertrags nicht mehr für die Höhe einer garantierten Rente, sondern gibt nur die Zusage, die Beiträge für den Mitarbeiter in die bAV zu zahlen.

1. Direktzusage ist top

Für 49 Prozent der mittleren und großen Unter­nehmen in Deutschland ist die Direktzusage der bevorzugte Weg für die Durchführung ihrer aktuellen arbeitgeberfinanzierten bAV. Das ver­wundert nicht, lassen sich mit ihr doch die Freibeträge in der Sozialversicherung sowie die steuerliche Förderung optimal nutzen.

bAV-Formen im Vergleich: Die Direktzusage hat die Nase vorn (Quelle: „Deutscher bAV-Index 2018“ – Status quo und Trends im deutschen bAV-Markt, Willis Towers Watson)

bAV-Formen im Vergleich: Die Direktzusage hat die Nase vorn (Quelle: „Deutscher bAV-Index 2018“ – Status quo und Trends im deutschen bAV-Markt, Willis Towers Watson)

2. Flexibles Angebot

Laut „Deutscher bAV-Index“ 2018 offe­rieren 56 Prozent der Unternehmen den Mitarbeitern beim Eintritt in den Ruhestand und bei der Auszahlung der Betriebsrente die Auswahl zwischen Einmalkapital, Raten oder lebenslanger Rente.

3. Bedeutendes Bindungselement

Die arbeitgeberfinanzierte bAV kann bei der ­Gewinnung, Bindung und Motivation von Arbeits­kräften eine substanzielle Bedeutung haben, heißt es in einer Studie des Beratungsunternehmens Deloitte zur bAV. Bei einem Jobwechsel achten 88 Prozent auf eine vom Arbeitgeber finanzierte Leistung. Nur zwölf Prozent würden nicht auf ein solches bAV-Angebot achten.

4. Was Mitarbeiter am bAV-Angebot überzeugt

Die meisten Mitarbeiter werden laut einer Deloitte-Studie von ihrem Arbeitgeber auf die Entgeltumwandlung aufmerksam gemacht. Als überzeugendste Argumente für die Teilnahme an einer bAV nannten die Beschäftigten Steuervorteile (32 Prozent) und die hohe Sicherheit dieser Vorsorge­variante (27 Prozent). Hohe Garantien und gute Renditen spielen für sie indes nur eine untergeordnete Rolle (6 und 10 Prozent).

Teil 1: Warum Mitarbeiter betriebliche Altersvorsorge wollen

Teil 2: Was macht eine gute Betriebsrente aus?

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