Spezial Female Leadership: „Wer Konflikte aushält, kommt weiter“

Was Jette Joop bereut

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Gibt es Schritte, die Sie bereuen?

Jette Joop: Wir haben mit unserem Design glückicherweise nur wenige Fehler gemacht. Einmal haben wir Notizbücher entworfen, die waren wundervoll, total schön, aber im Timing zu spät. Notizbücher wollte keiner mehr.

Es gilt auch, nach Niederlagen einfach wieder aufstehen zu können, ohne sich zu grämen – wie Sie nach der Show „Jung, weiblich, Boss“, die vergangenen Sommer abgesetzt wurde.

Joop: Das war einfach der falsche Sendeplatz. Wir mussten gegen „Das Sommerhaus der Stars“ konkurrieren, das war – unabhängig vom Format – eigentlich gar nicht möglich.

Würden Sie die Show noch einmal starten?

Joop: Nicht als Serie. Ich finde das Thema als Doku spannender. Und die restlichen Folgen, die nicht über RTL2 ausgestrahlt wurden, wurden auf dem dazugehörigen Digitalkanal gesendet und wurden auch gern angeschaut.

Wer ist Ihr Vorbild?

Joop: Ralph Lauren, bei dem ich in den USA längere Zeit gearbeitet habe. Wie der sich seine Crowd aufbaut von Menschen, die auf ihn aufpassen und für ihn Verbindungen herstellen, das hat mich tief beeindruckt. Er hat ein Stufenprogramm entwickelt, das man durchlaufen musste, um zu ihm vorzudringen. Ein weiterer sehr guter Designer ist Tom Dickson, den bewundere ich auch sehr. Er macht vor allem Lampen und Kerzen, seine Verpackungen sind auch sehr schön.

Was würden Sie anders machen, wenn Sie jetzt noch einmal am Anfang Ihrer Karriere stehen würden?

Joop: Ich würde unbedingt das Impulsive weglassen. Was einen Designer ausmacht, passt nicht für einen Unternehmer, das ist oft ein Widerspruch. Ich habe oft zu schnell reagiert. Aber ich liebe meinen Job nach wie vor, die Freude an schönen Designs motiviert mich jeden Tag.

Teil 1: Das Erfolgsgeheimnis von Jette Joop

Teil 2: Was Jette Joop bereut