Vorsorge im Doppelpack

Von der betrieblichen Krankenversicherung profitieren

Nur ein Bruchteil der deutschen Unternehmen hat bislang einen Krankenzusatzschutz für seine Mitarbeiter abgeschlossen. Dabei bietet die bKV jede Menge Vorteile – für Betriebe wie Angestellte.

Extra vom Chef: Eine bKV bindet Mitarbeiter an das Unternehmen

Extra vom Chef: Mit der betrieblichen Krankenversicherung Mitarbeiter binden (Foto: Getty Images/dusanpetkovic)

Dienstwagen, Smartphone, Fahrkartenzuschüsse, Tankgutscheine: Die Liste der Goodies, die Unternehmen ihren Mitarbeitern jenseits des Gehalts anbieten, ist lang. Ein weiteres Beispiel, das in die ­Aufzählung passt, ist die betriebliche Krankenver­sicherung (bKV). Doch im Gegensatz zu anderen Extras fristet diese Form der Unterstützung bislang ein Schattendasein. Laut einer Untersuchung des Beratungsinstituts „Heute und Morgen“ bieten lediglich rund neun Prozent der Betriebe mit mehr als zehn Mitarbeitern hierzulande eine bKV an. Dabei ist sie ein Plus, das bei den Beschäftigen besonders gut ankommt, so das Ergebnis einer Studie der Gothaer Versicherung. 64 Prozent der Arbeitnehmer gaben an, dass eine Krankenzusatzversicherung ihre Loyalität zum Unternehmen steigern würde. Damit rangiert sie weit vor Anreizen wie Firmenwagen oder Diensthandy.

Für eine bKV schließt der Arbeitgeber bei einem privaten Krankenversicherer einen Gruppenvertrag für seine Mitarbeiter ab. Dieser sichert allen gesetzlich Versicherten einen erweiterten Schutz im Gesundheitsbereich zu. In den meisten Fällen übernimmt der Betrieb die Beitragskosten für die Versicherung voll oder teilweise. Das Unternehmen kann dabei zwischen verschiedenen Absicherungsbausteinen wie Zahntarifen, Wahlleistungen im Krankenhaus oder Vorsorgeleistungen wählen.

Plus für alle Seiten

So vielfältig die Tarifvarianten, so groß sind auch die Vorteile der bKV – für beide Seiten. Arbeitnehmer bekommen eine kostenfreie beziehungsweise vergünstigte Krankenzusatzversicherung ohne Wartezeiten. Der Versicherungsschutz beginnt sofort ab Vertragsabschluss. „Damit profi­tieren Angestellte, anders als bei der betrieblichen Altersversorgung, unmittelbar von den Leistungen“, sagt Frank Nobis, Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP), das unabhängig Vorsorgeprodukte und Beratungsprozesse vergleicht und bewertet. Zudem entfällt bei der bKV die Gesundheitsprüfung, die bei privaten Krankenpolicen normalerweise Standard ist. Somit führen Vorerkrankungen nicht zu höheren Beiträgen oder einem Ausschluss von der Versicherungsleistung.

Unternehmen dagegen, die sich um die gesundheitliche Absicherung ihrer Beschäftigten kümmern, präsentieren sich als attraktive Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt. Das zahlt sich zum einen bei der Suche nach Nachwuchskräften aus, zum anderen steigert es die Bindung des vorhandenen Personals an den Betrieb. Ein weiterer Aspekt ist die Reduzierung von Fehltagen. „Die bKV hilft mit einem schnelleren Zugang zu Behandlungsmethoden oder umfangreichen Vorsorgemaßnahmen, dass Beschäftigte weniger oft krankheitsbedingt fehlen. Das wiederum reduziert die Kosten für Unternehmen“, so Nobis.

Damit die bKV ihre volle Wirkung enfalten kann, ist neben der Qualität der Versicherungsbausteine auch die Kompetenz des Anbieters ausschlaggebend. Für ein bKV-Rating identifizierte das IVFP wichtige Merkmale, die einen guten Versicherer ausmachen: Bekommen Arbeitgeber bei der Verwaltung der bKV ein Key-Account-Management, also einen direkten Ansprechpartner, zugewiesen? Gibt es einfach zu bedienende digitale Tools wie etwa eine App zur Einreichung von Rechnungen oder ein Arbeitgeberportal für die Verwaltung der Mitarbeiterverträge? Wie flexibel lässt sich die bKV anpassen, beispielsweise wenn ein Mitarbeiter in eine private Krankenversicherung wechselt oder ins Ausland geht? Diese Kriterien können Unternehmen erste ­Anhaltspunkte bei der Suche nach einem passenden Versicherungspartner bieten.

Teil 1: Von der betrieblichen Krankenversicherung profitieren

Teil 2: Smarte Lösungen in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge

Teil 3: Wirksames Zusammenspiel von gesetzlichen und privaten Vorsorgekonzepten

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