Das Portal für Unternehmer, Gründer und Investoren
 

Print lebt

Das DUB UNTERNEHMER-Magazin hat Mittelständler gefragt: Worauf kommt es Ihnen in Ihrer Kommunikation an? Welches sind die gängigen Medien, und wie kommunizieren Sie in Zukunft?

Content is king and the medium is the fucking message“ – so beschreibt ein viraler Werbespot des Axel Springer Verlags die Transformation der Medien. Damit wird überspitzt gesagt: Es kommt in erster Linie auf die Inhalte an und erst im zweiten Schritt darauf, wo sie erscheinen.

Ob TV, Website, Mobile Devices, Newsletter oder Magazin – Möglichkeiten gibt es zuhauf, um die unternehmerischen Kommunikationsziele zu erreichen. Print schneidet dabei in der medialen Berichterstattung seit längerer Zeit am schlechtesten ab. Aber wie sehen das die Entscheider speziell im Bereich Corporate Publishing? Auch hier gibt es mittlerweile mehr Abspielflächen als Mitarbeiterzeitung und Kundenmagazin. Doch was nutzen die Unternehmen tatsächlich? Und wie gestaltet sich ihrer Meinung nach die Zukunft der Printmedien?

Die Redaktion des DUB UNTERNEHMER Magazins hat für diese Ausgabe beim Mittelstand nachgefragt. Wir haben branchenübergreifend 300 Firmen mit einem Fragebogen zum Oberthema „Wie kommuniziert der Mittelstand 2014?“ konfrontiert. Die Resonanz beim Stichwort Print war in dieser Zielgruppe durchweg positiv. Die einhellige Meinung: Klassiche Werbung funktioniert nur bedingt. Inhalte sind durch Storytelling nachweislich besser vermittelbar. Journalistisch gut aufbereiteter Content zahlt sich aus, die Mehrheit der Befragten setzt dabei im Corporate Publishing auf mehrere Kanäle. Print ist besonders im Mittelstand weiter ein Hauptmedium. Die Zielgruppen der Unternehmen sind zum Teil noch gar nicht in der Online-Welt beheimatet und würden den Firmen beispielsweise bei der Konzentration auf Social-Media- Kanäle verloren gehen.

Marion Eisenblätter leitet die Unternehmenskommunikation der LEG Immobilien AG, eines der größten Immobilienanbieter Deutschlands. „Wir setzen neben den digitalen Medien nach wie vor auf Print und geben für die Mieter unserer rund 195.000 Wohnungen das Magazin ,Wohnen + Leben‘ heraus, das jeder Haushalt erhält. Auf digitalem Wege würden wir nicht so viele Menschen unserer doch sehr heterogenen Mieterschaft erreichen. Eine Zeitschrift hat eine große Visibilität und erzielt eine hohe Nachhaltigkeit. Sie ist nach wie vor eines der stärksten Instrumente zur Kundenbindung“, so Eisenblätter. Die GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft setzt auch aufs Magazin. „Unsere Mieter haben ein sehr hohes Durchschnittsalter und sind nach wie vor am besten über Print zu erreichen. Zur Vermarktung unserer Neubauprojekte arbeiten wir erfolgreich mit eigenen Websites und Landingpages“, sagt Christian Franke, Unternehmenskommunikation.

Wandel zum Multichannel-User 

Weitere Kommunikationsziele im Corporate-Publishing- Markt sind neben Imageförderung und Kundenbindung verstärkt Effizienz und Abverkauf. „Unsere Zielgruppe sind die direkten Endkunden, Händler und potenzielle Händler. Printmedien machen bei uns mehr als die Hälfte unserer Kommunikation aus“, sagt Daniel Brandt, Head of Communication bei Horsch Maschinen. Das bayrische Ackerbaumaschinenunternehmen nutzt zudem soziale Medien wie Twitter und Facebook, am erfolgreichsten sind sie aber nach wie vor mit dem Kundenmagazin und den Katalogen. Das Kundenmagazin „Terra Horsch“ dient ganz klar als Instrument, um Absatz und Kundenloyalität zu stärken. Durch den Wandel des Kunden zum Multichannel-User wächst der Innovationsdruck im Marketing.

Erstmals sind ausgehend von einem Printmedium beispielsweise durch Einbindung von QR-Codes spontane Kontakt- oder Kaufimpulse möglich. „Printmedien spielen nach wie vor eine wichtige Rolle in unserer Kommunikation. Die Bedeutung hängt aber von der Wichtigkeit der Mitteilung ab“, sagt Dr. Friederike Texter, Senior Vice President Corporate Communication, Felix Schoeller Group. Bei kurzlebigen Informationen erhalten Online-Medien wie Newsletter oder Website den Vortritt, bei Hintergrundinformationen oder strategisch wichtigen Aussagen setzt Texter auf die hauseigenen Magazine. Für Christina Schreiner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Grand Elysée Hamburg, wird die digitale Kommunikation immer wichtiger. „Aufgrund der Schnelllebigkeit unserer digitalen Welt verlieren Printmedien in der Pressearbeit für den Gast an Bedeutung. Website, Blogs und Social-Media- Kanäle sind unsere täglichen Medien, um mit den Gästen zu kommunizieren.“ Wie die Umfrageergebnisse zeigen, ist je nach Branche die Relevanz des einzelnen Mediums unterschiedlich. Es gibt kein Unternehmen mehr, dass nur auf einen Kanal setzt. Content is king, und wo er stattfindet, entscheidet die Zielgruppe.

Das interessiert andere Leser

  • NEU auf DUB.de: Top-Platzierung in den Suchergebnissen

    Steigern Sie die Aufmerksamkeit für Ihre Anzeige. Positionieren Sie sich vor den Basis-Inseraten und erhöhen Sie durch die besondere Darstellung Ihre Inseratsaufrufe.

  • Online Workshop Unternehmenskauf

    Wie Sie ein Unternehmen, eine Firma bzw. einen Betrieb kaufen - und erfolgreich den Kaufpreis finanzieren. Der nächste Workshop startet am 8. Februar 2018. Gebührenfrei für alle Teilnehmer.

  • Event-Tipp: Unternehmensnachfolge in der Bio-Branche

    Im Rahmen der BIOFACH 2018 in Nürnberg wird am 14. Februar 2018 referriert und diskutiert - Wie sieht die optimale Planung der Nachfolge für einen Biobetrieb aus? Hier erfahren Sie mehr.

  • Master Franchise International

    Lesen Sie hier mehr über internationales Franchising und die Vergabe von Masterlizenzen.

  • Franchise Expo18 Logo
    Save the date - Franchise Expo18 im September in Frankfurt

    Die Franchise Expo18 bringt vom 27. bis zum 29.09.2018 über 100 internationale Aussteller auf das Messegelände in Frankfurt und bietet Informationsmöglichkeiten und spannende Workshops rund um Franchising.

  • Franchisegründungen und Beteiligungskapital

    Worin unterscheiden sich Business Angels und Venture Capital? In welcher Phase ist welche Art von Beteiligungskapital die richtige? Und was passiert beim Exit? Ein Experte klärt auf.

  • Gemeinsam wachsen

    Nicht nur in der Gastronomie expandieren Unternehmen mithilfe von Franchisenehmern. Auch im Handel, im Handwerk und im Dienstleistungsbereich ist diese Vertriebsform weit verbreitet.

  • Ziele und Sorgen der nächsten Unternehmergeneration

    Gestalten statt verwalten: Die nächste Generation der Unternehmer will nicht nur das Erbe fortführen, sondern die Digitalisierung vorantreiben, zeigt eine aktuelle Umfrage.

  • Forschungsprojekt zur Unternehmensnachfolge

    Bei der Übergabe stehen meist die aktuellen Probleme im Mittelpunkt, Pläne für die Zukunft kommen zu kurz. Ein Forschungsprojekt der Universität Bremen will das mit einer neuartigen Methode ändern.

  • Mama startet durch

    Als Mutter erfolgreich im Job zu sein, ist in Deutschland oft nicht leicht. Die Erfolgsgeschichten zweier Start-up-Gründerinnen zeigen, wie es dennoch geht.

  • Folge-Wirkung

    Wer übernimmt das Unternehmen? Ein Familienmitglied oder doch jemand Externes? Rechtsanwalt Dr. Daniel Mundhenke über eine der entscheidenden Fragen bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger.

  • Familienunternehmen erwärmen sich für einen Einstieg von Private-Equity

    Beteiligungsgesellschaften waren lange ein rotes Tuch für deutsche Familienunternehmen. Nun findet ein Umdenken statt – auch getrieben durch fehlende Optionen.

  • So läuft eine Due Diligence ab

    Steuernachforderungen, hohe Abfindungssumme, verzwickte Kundenbeziehungen: Risiken bei einem Unternehmenskauf gibt es viele. Eine Due Diligence ist deshalb zwingend erforderlich.

  • Beiräte in Franchisesystemen

    Wie wird ein Beirat organisiert? Was sind die Aufgaben und die Arbeitsweise? Und welche positiven und negativen Aspekte gibt es? Erfahren Sie mehr über Beiräte in Franchisesystemen.

  • Starke Motivation

    Das Nahziel von Bobfahrer Thorsten Margis und Rennrodler Julian von Schleinitz (Foto) ist die erfolgreiche Teilnahme bei Olympia 2018. Ihre Fernziele: Mastertitel und Promotion an der Hochschule.

  • Smarter leben

    Neue Technologien machen die eigenen vier Wände intelligent. Arne Sextro, Smart-Home-Experte bei EWE, über Chancen und Möglichkeiten ferngesteuerter Haustechnik.

  • Falsche Vorstellung

    Die Berater von Project Partners sind Spezialisten für die Umsetzung der Blockchain. Wie sich ein Unternehmen der Technologie öffnen kann, erfahren Sie im Interview.

  • Seit 2012 Blockchain-User

    Estland ist digital ganz vorn dabei. Riina Leminsky, Leiterin der Wirtschaftsförderung Estlands in Deutschland, über erste Anwendungen der Technologie.

  • Bessere Entscheidungen

    Über 600 Millionen Euro an ausgezahlten Krediten – auxmoney ist ein führender Kreditmarktplatz in Kontinentaleuropa. CEO Raffael Johnen über die Digitalisierung des Kreditmarkts.

  • Erfolgsrezept: Loslassen lernen

    Ein pragmatischer Ansatz zur Umsetzung eines Nachfolgeprojektes bei einem Mittelstandsunternehmen in der metallverarbeitenden Industrie.

  • Unternehmensbewertung: Das müssen Sie beachten!

    Unternehmen zu bewerten ist alles andere als trivial. Es kommen verschiedene Methoden infrage. Wie sich ein Preis für ein Unternehmen ermitteln lässt, zeigt unsere Übersicht.

  • 20 Tipps für die Selbstständigkeit

    Befreit von Hierarchien Ideen umzusetzen, ohne sich absprechen zu müssen – das sind nur einige der Vorteile. Doch viele unterschätzen den Aufwand und die neue Verantwortung.

  • Deutsche Unternehmen zögerlich beim Kauf von Startups

    Um im Wettbewerb zu bestehen, brauchen Unternehmen Innovationen. Startups zu übernehmen, ist aber nicht an der Tagesordnung.

  • Das sind die wichtigsten Kommunikationsregeln bei einer M&A Transaktion

    Wenn eine Firma die andere kauft, dann kann viel schiefgehen. Eine laienhafte Kommunikation ist eine große Gefahr für eine M&A Transaktion.

  • Wie läuft die Systemintegration ab?

    Eine Hauptleistungspflicht des Franchisegebers ist es, den Franchisenehmer in das Franchisesystem zu integrieren. Erfahren Sie mehr über den Ablauf und die Inhalte der Systemintegration.

  • Stressfrei studieren

    Studieren gleicht einem Fulltime-Job. Klausuren, Hausarbeiten und knappe Deadlines treiben den Adrenalinspiegel deutlich in die Höhe. Was dagegen hilft.

  • CEO-Interview: Dynamischer Prozess

    Künstliche Intelligenz avanciert zum Treiber des digitalen Wandels. Im DUB UNTERNEHMER-Magazin geben CEOs und führende Manager exklusive Einblicke in die Transformationsprozesse ihrer Unternehmen.

  • Jung, begabt, sucht ...

    ... findet und kauft Firma: Ein neues Modell aus den USA bringt Käufer und Verkäufer elegant zusammen.

  • So sieht eine ideale Digital Due Diligence aus

    Ob ein Unternehmen fit für die digitale Zukunft ist, lässt sich mit der Digital Due Diligence überprüfen. Ein Teil davon ist die IT Due Diligence.

  • Welches Konzept passt zu mir?

    Ein Franchisesystem, das universeller Erfolgsgarant für jedermann ist, gibt es nicht. Das Konzept sollte Ihnen ein solides Einkommen bieten - da ist sorgfältiges Selektieren angesagt.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen
Jetzt Newsletter bestellen
DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick