Ahoi, Talente

Die Generation Y steht auf E-Recruiting

Fishing for Talents: Damit die Millennials anbeißen, bedarf es neben guten Ködern auch einer cleveren Strategie

Fishing for Talents: Damit die Millennials anbeißen, bedarf es neben guten Ködern auch einer cleveren Strategie (Foto: Fire Dept./Anika Dallmer)

Der Generationswechsel auf der einen Seite, der Technologie­wandel auf der anderen – diese Rahmenbedingungen bilden eine ideale Grundlage, um jetzt die Digitalisierung in Unternehmen vernünftig anzugehen, so Albiez. Die Mentalität junger Leute, Dinge zu hinterfragen, könne dabei helfen, die IT- und digitale Transformation im Sinne der ­Mitarbeiter in die richtigen Bahnen zu lenken. Denn auf die gleiche kritische Weise, wie sich Millennials etwa mit Themen wie ökologische oder unternehmerische Verantwortung auseinandersetzen, hinterfragen sie auch die Technologien, die sie nutzen.

„Im ­Unternehmen brauchen wir in Zeiten der rasanten technologischen Veränderung kreative Ansätze und Lösungen, und dafür sind wir einfach auf die Hilfe junger Menschen angewiesen“, betont sie. Künstliche Intelligenz würde zwar in den nächsten 20 Jahren sämtliche repetitiven Berufe ersetzen. Was aber Krea­tivität betrifft, da sei die Technik den Menschen noch weit unterlegen.

Wichtige Voraussetzung: flache Hierarchien. „Die Werte müssen aus dem Unternehmen kommen und dürfen nicht von oben diktiert werden“, erklärt Eva Nöll, Vice President Human Resources beim Online-Optiker Mister Spex. Schließlich seien es die Mitarbeiter, die den Culture Fit prägen. Aufzwingen funktioniert also nicht. Umso wichtiger ist es deshalb, ein transparentes Wertesystem zu schaffen. Über die Soft Skills des Bewerbers sind Übereinstimmungen so schneller prüfbar. Passt das schon nicht, kann es langfristig nicht funktionieren, ist sich Nöll sicher.

Nutzerfreundlich suchen

Wer vielversprechende Talente findet, sollte sie im Auge behalten – auch wenn es keinen akuten Personalbedarf geben sollte. Dafür eignen sich zum Beispiel Talent-Pools, sprich digitale Datenbanken in Bewerber­managementsystemen. Meist sind diese mit Matching-Algorithmen ausgestattet, die helfen, die richtigen Kandidaten für eine offene Stelle zu identifizieren.

Von Vorteil ist es, es den Bewerbern so einfach wie möglich zu machen. „Unternehmen werden es sich künftig nicht mehr leisten können, Jobsuchenden lange Bewerbungsphasen zuzumuten“, sagt Sang Tanzer, Managing Partner bei IAT und Marketingstratege bei der All-in-one-HR-Plattform CValue. Dabei handelt es sich um eine im August gelaunchte Plattform, die Zeit und Kosten spart und den Ansprüchen der Generation Y gerecht wird.

Mit ihr können Firmen den kompletten Bewerbungsprozess digitalisieren, mittels Filter nach geeigneten Kandidaten suchen und diese auf der Merkliste speichern. Sämtliche Kommunikation läuft über den in der App integrierten Messenger. Jobinteressenten präsentieren via Videobewerbung ihre Stärken. Schnell, simpel und innovativ – das hat die Generation Y besonders gern. Dann kommt sie auch gerne freiwillig. Schanghaien? Nicht nötig.

 

Teil 1: Fachkräftemangel in MINT-Berufen

Teil 2: Millennials wollen Mitarbeiter-Benefits

Teil 3: Über Culture Fit Mitarbeiter binden?

Teil 4: Die Generation Y steht auf E-Recruiting

Teil 5: „Potenziale entdecken“

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