Ahoi, Talente

Millennials wollen Mitarbeiter-Benefits

Den roten Teppich ausrollen: High Potentials sind die „Prominenz“ von morgen

Den roten Teppich ausrollen: High Potentials sind die „Prominenz“ von morgen (Foto: Fire Dept./Anika Dallmer)

„Die Millennials sind in einer schnelllebigen Welt aufgewachsen. Bei ihnen muss alles ‚instant‘, also sofort, passieren“, sagt Ursula Vranken, Gründerin des Instituts für Personalentwicklung und Arbeitsorganisation (IPA). „Sie wollen neben einem guten Gehalt Mitarbeiter-Benefits sowie eine gesunde Work-Life-Balance – und das nicht erst in fünf Jahren.“

Die Talente kennen ihren Wert und fordern entsprechend. Das Forschungsinstitut Trendence hat für das Gen-Y-Barometer weltweit drei Millionen Nachwuchskräfte befragt. Das Ergebnis: Mehr als jeder Zweite achtet beim potenziellen Arbeitgeber auf Benefits. Weiterbildungen, betriebliche Altersversorgung, Gleitzeit und eine moderne Arbeitsplatzausstattung sind für die Hälfte der Talente selbstverständlich. Unter Benefits verstehen sie einen Firmenwagen zur privaten Nutzung, Homeoffice, ein Job-Ticket für den Nahverkehr sowie Gesundheits- und Sportangebote.

In puncto Mitarbeiter-Benefits hinkt Deutschland aber noch deutlich hinterher, urteilt Lunchit-Gründer Florian Gottschaller. Dass es kein Hexenwerk ist, seinen Mitarbeitern etwas zu bieten, demonstriert seine App: „Mitarbeiter gehen zum Italiener um die Ecke oder zum nächsten Rewe, fotografieren über die App den Beleg und erhalten am Ende des Monats steuerfrei die Erstattung“, so Gottschaller.

Ehrlich währt am längsten

Womit Arbeitgeber den Talenten dagegen nicht zu kommen brauchen, sind falsche Versprechungen und 08/15-Floskeln in Stellenausschreibungen. „Bei unseren ‚Recruiting Insights‘ gaben nur 24 Prozent der Kandidaten an, dass ihnen die Informationen in Stellenanzeigen ausreichen. Mehr als jeder Zweite meinte, schon einmal im Bewerbungsprozess über die Unternehmenskultur getäuscht worden zu sein“, betont Dr. Anastasia Hermann, Head of Research bei Step­Stone. Nicht der Wahrheit entsprechendes Employer Branding führe oft dazu, dass die Talente die Firmen schnell wieder verlassen. Und das kann teuer werden: Der CareerBuilder-Umfrage zufolge kostet eine Fehlbesetzung hierzulande im Schnitt 50.000 Euro.

 

Teil 1: Fachkräftemangel in MINT-Berufen

Teil 2: Millennials wollen Mitarbeiter-Benefits

Teil 3: Über Culture Fit Mitarbeiter binden?

Teil 4: Die Generation Y steht auf E-Recruiting

Teil 5: „Potenziale entdecken“

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