Tech Trends 2018: Zwischen Genie und Wahnsinn

The Boring Company treibt Hyperloop voran

In der Kritik: Der Elektroauto-Hersteller Tesla bescherte Elon Musk zuletzt vor allem negative Schlagzeilen

In der Kritik: Der Elektroauto-Hersteller Tesla bescherte Elon Musk zuletzt vor allem negative Schlagzeilen (Foto: dpa/Scanpix Denmark)

Während seine Firmen SpaceX und der Elektroauto-Hersteller Tesla im Rampenlicht stehen, hat The Boring Company eher im Verborgenen Fortschritte gemacht. Per Instagram-Post verkündete Musk kürzlich überraschend, dass die Arbeiten an einem 3,2 Kilometer langen Tunnel unter Los Angeles fast beendet sind.

Loop heißt das Verkehrsmittel, mit dem Musk in Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr treten will. Bis zu 16 Passagiere finden in den elektrisch angetriebenen Transportfahrkapseln Platz. Die sogenannten Pods sind 240 Stundenkilometer schnell. Damit ist der Loop quasi die kleine Schwester des Hyperloop, der im Fernverkehr genutzt werden soll. Dessen Pods können auf 960 Stundenkilometer beschleunigen – und sind damit schneller als Flugzeuge. Um diese extreme Geschwindigkeit zu erreichen, wird der Luftwider­stand im Tunnel reduziert, bis ein Vakuum entsteht.

Interesse an der Technologie ist vorhanden – obwohl dafür eine völlig neue Infrastruktur geschaffen werden muss. Was das kostet, ist genauso unklar wie die Folgen für die Umwelt. Trotzdem ist The Boring Company eine von zwei Firmen, die in Chicago in der engeren Auswahl für den Bau einer Expressverbindung zwischen Flughafen und Innenstadt sind. In Baltimore wird am ersten Abschnitt des Ostküsten-Hyperloop gearbeitet, der die Fahrzeit zwischen New York und Washington D. C. auf 29 Minuten verkürzen würde.

In Pods durch den Tunnel: Mit den sogenannten Pods soll man mit 240 Stundenkilometern durch Tunnel fahren können

In Pods durch den Tunnel: Mit den sogenannten Pods soll man mit 240 Stundenkilometern durch Tunnel fahren können (Foto: dpa/ZUMAPRESS.com)

Die andere Seite des Milliardärs

Eines ist klar: Musk hat Mut. Mut, Dinge anzupacken, an die sich sonst niemand traut. Ob er die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen beenden oder den Mars bewohnbar machen will – kein Projekt scheint dem Südafrikaner zu groß. Aber der Grat zwischen Genie und Wahnsinn ist bekanntlich schmal. Immer wieder eckt Musk mit seiner Art an. Er gilt als überheblich, sein Verhalten ist mitunter geschäftsschädigend. Das bekam zuletzt vor allem Tesla zu spüren. Das Unternehmen hat im ersten Quartal 2018 einen Rekordverlust von 700 Millionen Dollar eingefahren; Gewinn hat die Firma seit der Gründung 2004 noch nie erzielt. Die Produktion des Mittel­klassewagens Model 3 stockt, hinzu kommen mehrere tödliche Unfälle von Tesla-Fahrern.

Musk bezeichnet Tesla als „Drama-Magnet“. Ein Drama, an dem er nicht unschuldig ist. So fanden Aktionäre den Aprilscherz, bei dem er Tesla per Twitter für bankrott erklärte, nicht witzig. Kurz darauf lief dann eine Telefonkonferenz mit Analysten aus dem Ruder. Deren Fragen nannte er „dämlich“ und „nicht cool“. Die Folge: Die Aktie brach um fast fünf Prozent ein, der Marktwert von Tesla sank um 2,4 Milliarden Dollar.

Von solchen Problemen lenkt Musk gern ­öffentlichkeitswirksam ab. So musste er Schwierigkeiten beim Model 3 eingestehen – einen Tag nachdem der Roadster spektakuläre Bilder aus dem All geschickt hatte. Und nur wenige Tage nach der missglückten Telefonkonferenz verkündete er die Fortschritte beim Tunnelbau. Zufälle gibt es.

Teil 1: Elon Musk: Hyperloop und Marsmissionen revolutionieren Mobilität

Teil 2: The Boring Company treibt Hyperloop voran

Das interessiert andere Leser

  • Gewinnspiel zum Buch "Familienexternes Management im Mittelstand"

    Wir verlosen drei Fachbücher zum Thema Unternehmensnachfolge außerhalb der Familie. Weitere Informationen zum Buch und zum Gewinnspiel gibt es hier.

  • Oasen zum Verlieben

    So langsam steigt wieder die Lust auf Wellnessurlaub. Das DUB UNTERNEHMER-Magazin und Travelcircus stellen drei der schönsten Spa-Tempel in Deutschland und Österreich vor.

  • Thomas Röhler: „Sport-Stipendiat des Jahres“

    Der Olympiasieger und Europameister im Speerwerfen ist zum „Sport-Stipendiat des Jahres 2018“ gekürt worden. Die Deutsche Bank verdoppelt nun sein Stipendium für die nächsten 18 Monate auf 800 Euro.

  • Digitale Kundenansprache meistern

    Bei der digitalen Customer Journey haben deutsche Unternehmen noch Nachholbedarf. Professor Julian Kawohl von der Hochschule für Technik und Wirtschaft erläutert, wo es hakt.

  • Franchisesystem Town & Country Haus wird Preisträger des Hausbau-Design Awards 2018

    Erster Platz in der Kategorie „Bungalows“ – so lautete das Ergebnis des diesjährigen Hausbau-Design Awards für einen Entwurf von Town & Country Haus.

  • FranchiseExpo18 – ein Rückblick auf Deutschlands größte Franchise Messe

    Die Franchise Expo 2018 war für DUB.de und die gesamte Franchise-Szene ein voller Erfolge. Ein Resümee.

  • Moderne Klassik

    Als besonders robust und zuverlässig gelten die mechanischen Zeitmesser des Frankfurter Herstellers Sinn Spezialuhren. Das liegt an eigens entwickelten technologischen Lösungen.

  • Zeit ist Qualität

    Guter Champagner braucht einen guten Wein. Und drei Zutaten: Leidenschaft, Handwerk sowie Geduld. Wir haben die Geheimnisse des Edel-Schaumweins vor Ort bei Bertrand Lhopital erkundet.

  • Volle Pulle Vintage

    2.000 Kilometer von Nordschottland nach Südengland. Ein Erlebnis auf knorrigen alten Motorrädern und neue Heritage-Bikes. Bei der „The Great Mile“ dabei: unser Autor Ralf Bielefeldt.

  • Stromern, nicht knattern

    Elektromobilität ist modern, trendig und umweltfreundlich. Doch auch E-Autos sind in überfüllten Städten ein Fehler. Die Alternative: der elektrisch angetriebene Roller Unu.

  • Schneller Deal - Franchisegeber in der mobilen Fritteusenreinigung

    Zügig und effizient läuft die Suche nach Franchisenehmern bei FiltaFry ab. Im besten Fall vergeht von der Bewerbung bis zur Vertragsunterzeichnung nur ein Monat. Wobei achtet der Franchisegeber bei der ...

  • Reite die Welle

    Die Balance halten – darum geht es beim Surfen wie in der Wirtschaft. Wie das Beispiel von Robby Naish zeigt. Seine Entwicklung vom Weltklassesurfer zum erfolgreichen Unternehmer.

  • Drei Tage Willenskraft

    Im Face-Camp von Box-Champion und Ideengeber Wladimir Klitschko arbeiten Führungskräfte an einer persönlichen Herausforderung. Ein Selbstversuch von Redakteur Arne Gottschalk.

  • „Brauchen digitalere DNA“

    Frank Thelen fordert und fördert in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ junge Start-ups. Der Bundesrepublik verordnet er ein 360-Grad-Aufputschpaket für Wagniskapital.

  • Titelthema: Märchenhafte Reise

    Ob Dax-Konzern oder Familienbetrieb, Start-up oder Traditionsunternehmen, B2B oder B2C: Kaum etwas wird in Chefetagen so heiß diskutiert wie die Customer-Journey.

  • Eigene Firma gründen: Das sind die ersten Schritte

    Frei von den Zwängen des Angestelltendaseins: das ist nur ein Motiv, ein Unternehmen zu gründen. Folgende Liste bietet Tipps für einen erfolgreichen Start.

  • Jetzt bewerben: Deutscher Exzellenz-Preis 2019

    Die top-besetzte Jury des Deutschen Exzellenz-Preises kürt Herausragendes. Entscheiderinnen und Entscheider können sich in allen Award-Kategorien noch bis zum 1. Oktober 2018 bewerben.

  • Mit Franchise um die ganze Welt

    Viele Geschäftsideen, die in Deutschland großen Erfolg haben, stammen ursprünglich aus dem Ausland. Nach Deutschland kamen sie via Franchise und bieten für Gründer viele Möglichkeiten.

  • Unternehmensnachfolge - die richtigen Werte zählen

    Unternehmensnachfolge Beratung braucht Empathie - nicht nur Branchenexpertise und Unternehmertum werden gesucht, sondern auch die richtige Vision fürs Unternehmen.

  • Wie intelligent ist mein Unternehmen?

    Gratis: DUB startet Deutschlands größte Unternehmer-Umfrage – zusammen mit KPMG und den Hochschulen in Paderborn und Regensburg. Am Schnelltest teilnehmen und sofort Auswertung erhalten!

  • Unternehmensnachfolge per Management-Buy-Out

    Ein Management-Buy-Out bietet für alle Parteien eine Chance, ihre Ziele zu erreichen - ob Unternehmer, Führungskraft oder Vermögensinhaber

  • Entdeckt euch!

    Pascal Finette sucht und findet die Antworten auf die Frage „What’s next?“. Der Dozent der Singularity University stellt sich dem redaktionellen Kreuzfeuer in Hamburg. Das Ergebnis: ein Weckruf.

  • Angriff aufs Irrationale

    Welche Mechanismen machen Google, Amazon und Co. so erfolgreich? In seinem Buch „The Four“ wagt Marketingprofessor Scott Galloway einen Erklärungsversuch.

  • „Unser Gründerspirit lockt Firmen an“

    Vor Kurzem stieg Daimler beim Uber-Konkurrenten Taxify ein. Riina Leminsky, von der Wirtschaftsförderung Enterprise Estonia, erklärt, weshalb deutsche Unternehmen in Estlands Start-ups investieren sollten.

  • “Refugien der Mechanik”

    Viele Freunde edler mechanischer Uhren lieben auch historische Fahrzeuge. Wilhelm Schmid fördert mit seiner Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne den legendären Oldtimer-Wettbewerb „Concorso d’Eleganza Villa ...

  • Nachfolgeberater Pro und Kontra

    Der Verkauf der eigenen Firma ist einer der sensibelsten und komplexesten Geschäftsprozesse, die es gibt. Die Auswahl eines seriösen Beraters kann dem Verkäufer Zeit, Geld und Ärger ersparen.

  • Standortanalyse für Franchisebetriebe
    Standortanalyse für Franchisebetriebe

    Es liegt in der Verantwortung des Franchisenehmers, sich über die Chancen und Risiken eines in die engere Wahl gezogenen Standortes eingehend zu informieren und sie zu bewerten.

  • Gelungene Firmenübernahme

    Praxis-Beispiel: Nach dreieinhalb Jahren geduldiger Suche konnte Loes Fröhlich sein Maschinenbau-Unternehmen erfolgreich an einen Nachfolger übergeben. Was waren die Erfolgsfaktoren?

  • Neue TV-Show - Unternehmen sucht Nachfolger

    Gemeinsam mit Pro TV Produktion sucht DUB Unternehmenskäufer für mehrere Betriebe in NRW. Die Sendung wird im Herbst ausgestrahlt. Jetzt bewerben!

  • Frauen im Franchise
    Mehr Möglichkeiten für Frauen im Franchise

    Eine Umfrage des Deutschen Franchise-Verbands zeigt: Unter den Führungskräften in den Systemen gibt es relativ wenige Frauen. Das dürfte sich in den nächsten Jahren aber ändern.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen
Jetzt Newsletter bestellen
DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick
Das interessiert andere Leser