Teil 3: Bildung und Mentalität

Das Redaktionsteam des DUB UNTERNEHMER-Magazins in Israel

Das Redaktionsteam des DUB UNTERNEHMER-Magazins in Israel (v.l.): Martin Hintze, Astrid Auer, Thomas Eilrich, Andreas Bahnsen, Marc-Oliver Prier, Jens de Buhr, Anke Ralle, Maresa Wolbert, Jeniffer Pieper, Wencke Menck, Michael Sömmer (Foto: JDB MEDIA)

Teamgeist, der im Einwanderungsland Israel auch Toleranz erfordert. Menschen aus Deutschland, Äthiopien, dem Iran, Irak, Marokko und seit den 90er-Jahren auch verstärkt aus Osteuropa und Russland leben und arbeiten zusammen. Der Regierung gelingt es, durch Sprachkurse und öffentliche Programme die vielen neuen Bürger zu integrieren. Israels Gesellschaft erfindet sich quasi ständig neu. Ein Impuls auch für die Wirtschaft im Heiligen Land.

Früher kamen viele Zuwanderer ohne Besitz ins Land, Verlustangst gab es nicht. Die Denke, nur etwas zu gewinnen, aber nichts zu verlieren zu haben, hat sich auch der Nachwuchsgeneration in die DNA gebrannt. Heute kommen Einwanderer ebenso hoch motiviert wie gut ausgebildet ins Land und treffen dort auf ein ohnehin hohes Bildungsniveau: Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) haben 20 Prozent der Arbeitskräfte einen Universitätsabschluss. Auf 10.000 Einwohner kommen 135 Ingenieure – hierzulande sind es 80. Und da ist die enorme Innovationsbereitschaft der Israelis. Da das kleine Israel selbst kaum Expansionsmöglichkeiten bietet, starten quasi alle Gründer mit der Absicht, weltweit agieren zu können. Think global – aus der vermeintlichen Schwäche des „Kleinen“ macht Israel eine Stärke. „Der Markt ist begrenzt, aber sehr verbunden. Man kennt sich“, sagt Alroi-Arloser.

Ausländische Investitionen

Was kann der deutsche Mittelstand von Israel lernen? Mehr staatliche Förderprogramme mag man fordern können, ebenso die Zusammenarbeit von Forschung und Industrie. In Sachen Militär und in puncto Zuwanderung gibt es hierzulande einfach andere Voraussetzungen. Bleibt die Mentalität. Israels Staatsgründer David Ben-Gurion sagte bezüglich der Armee: „It’s not enough to be up to date, you have to be up to tomorrow“ – eine Vision, die den kleinen Riesen Israel nun auch im Zeitalter der Digitalisierung zukunftsfähig macht.

 


 

Moin, Zukunft!

Denk- und Handlungsstrukturen ändern sich am besten durch eigenes Erleben – darum reisten Jens de Buhr, Herausgeber des DUB UNTERNEHMER-Magazins, und Chefredakteur Thomas Eilrich im November 2017 mit einem Redaktionsteam nach Tel Aviv, um den Erfolg von Land, Leuten und Start-ups zu verstehen. Zwei der vielen Ergebnisse der Entdeckungsreise sind dieses Israel-Spezial – sowie der Blog Zukunftsversteher.de. Dort schreiben Kollegen über Gelerntes, Aha-Erlebnisse und Bemerkenswertes in einer digitalen und zunehmend künstlich intelligenten Welt – Blog-Besucher sind herzlich willkommen.


 

Teil 1: Meer und mehr Gründergeist

Teil 2: Geld vom Staat

Teil 3: Bildung und Mentalität

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