Auf der Suche nach Top-Talenten

Leer gefegter Markt

Hoch qualifizierte Talente waren schon immer umkämpft. Richtig. Dennoch: Firmen müssen ihre Suche nach Kandidaten umstellen. Wie, erklärt Chris Steindel von expertum.

Jagd nach Talenten: Besonders bei Fach- und Führungskräften wird das suchende Unternehmen zum Bewerber

Verkehrte Welt

Doch reicht teure Werbung wirklich, um die besten Kandidaten anzulocken? Die Begriffe „Candidate Persona“ und „Candidate Experience“ rücken immer stärker ins Licht der Personalbeschaffung. Was das ist? Im Grunde bedeutet es: Kandidaten bewerben sich heute nicht mehr beim Unternehmen, sondern das Unternehmen beim Kandidaten. Vor nicht allzu langer Zeit machten sich Bewerber Gedanken darüber, wie hochwertig die Bewerbungsmappe und wie persönlich das passende Anschreiben gestaltet werden muss, um eine Chance auf ein Interview zu erhalten.

Heute akzeptieren die Unternehmen je nach Qualifikation einen reinen Lebenslauf ohne Anschreiben und Zeugnisse und Personaler freuen sich, wenn die Fachkenntnisse übersichtlich dargestellt sind. Sie müssen überlegen, wie sie es den Kandidaten so einfach wie möglich gestalten, Kontakt aufzunehmen. Mit einer Website, die nicht mobil optimiert ist, stehen die Chancen schlecht, denn mehr als 60 Prozent der Jobsuchenden greifen laut Karriereportal Indeed mit ihrem Smartphone auf die Jobbörsen zu.

Top-Talente setzen auf Headhunter

Im höher qualifizierten Bereich geht es noch eine Stufe weiter: Führungskräfte sind es inzwischen gewohnt, über Active Sourcing kontaktiert zu werden und lehnen sich nach der Ansprache zurück, denn der Headhunter übernimmt die Kommunikation mit dem Unternehmen und erstellt dabei meist auch einen zu geschnittenen Lebenslauf. Doch Vorsicht: Unprofessionelles Active Sourcing hinterlässt bei potenziellen Mitarbeitern einen negativen Eindruck. So sollte ein Jobangebot beispielsweise nicht durch eine Kontaktanfrage in Business-Netzwerken erfolgen. Und unpersönliche Massennachrichten an Kandidaten sind ein absolutes No-Go.

Benefits wichtiger als Jobbeschreibung

Für jede Bewerber-Zielgruppe gilt darüber hinaus: Was kann geboten werden, das andere Unternehmen nicht haben? Benefits stehen in manchen Stellenanzeigen bereits an erster Stelle, vor den eigentlichen Aufgaben und dem Anforderungsprofil. Bei den Fragen „Wo finden wir die richtigen Mitarbeiter, wie sprechen wir diese an, und wie mache ich es ihnen so einfach wie möglich, sich bei uns zu bewerben?“ können gut aufgestellte Personaldienstleister behilflich sein.

Ihr täglich Brot ist es, die Veränderung im Personalmanagement als erste zu registrieren, kurzfristig darauf zu reagieren und die Kunden umfangreich zu beraten oder direkt mit den richtigen Talenten zu beliefer

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Gastbeitrag

Chris Steindel

ist als Marketingleiterin beim Personaldienstleister expertum seit 2015 zusammen mit der Abteilung Operations zentrale Ansprechpartnerin für die kommunikativen und strategischen Grundsätze der Bewerbungsprozesse

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