Das Portal für Unternehmer, Gründer und Investoren
 

Lädt noch

Zukunftstechnologien wie das Internet der Dinge oder künstliche Intelligenz verändern die Welt, sagen Experten. Wie und wo sie bereits erfolgreich eingesetzt werden, zeigen Bosch, Audi, John Deere und andere. 


In Bearbeitung: Nur die Hälfte aller deutschen Firmen hält die Digitalisierung für wichtig. (Foto: iStock.com/SergeiKorolko)

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Der technologische Wandel ist unbestritten, hält aber eher schleppend Einzug in die deutsche Wirtschaft. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens für Digitalisierung etventure. So gab zwar die Hälfte aller Befragten an, das Thema gehöre mittlerweile zu den Top-Drei-Aufgaben im Unternehmen. Allerdings halten sich nur 35 Prozent für „gut“ bis „sehr gut“ auf die digitale Transformation vorbereitet. Große Hindernisse sehen die Unternehmen in der fehlenden Erfahrung bei kundenorientiertem Vorgehen (63 Prozent), der Verteidigung bestehender Strukturen (50 Prozent) sowie beim Zeitmangel (49 Prozent). DUB UNTERNEHMER-Magazin-Exklusiv-Recherchen auf der South by Southwest (SXSW), der CES und der CeBIT zufolge haben sich fünf große Tech-Themen für die Zukunft herauskristallisiert: künstliche Intelligenz (KI), das Internet der Dinge (IoT), Virtual und Augmented Reality (VR und AR), Multi-Cloud-Computing sowie Fragen der IT-Sicherheit. Sie werden die globale Wirtschaft in den nächsten Jahren von Grund auf verändern. Alte Bekannte, doch bei der konkreten Anwendung in der Wirtschaft herrscht immer noch enormer Nachholbedarf. Gibt es Unternehmen, die diese Ideen und Technologien bereits erfolgreich in die Praxis umsetzen?

Echter Game changer

Besonders eine Form der künstlichen Intelligenz hat das Potenzial, die Art, wie Technologie heute genutzt wird, komplett umzukrempeln – die sogenannten intelligenten persönlichen Assistenten (IPAs). Egal ob Apples Siri, Amazons Alexa oder Googles Assistant, diese Anwendungen könnten sich in Zukunft als direkte Mittler zwischen User und Software durchsetzen. Scopevisio etwa, ein mittelständischer Entwickler cloudbasierter Unternehmenssoftware, hat diesen Trend erkannt. Mit „Scoper“ haben die Bonner einen Sprachassistenten in ihre Anwendungen integriert, mit dem sich die Benutzer frei unterhalten können – sozusagen Alexa fürs Geschäftsleben. Per Anfrage gibt Scoper dem Management zum Beispiel Auskünfte über den aktuellen Umsatz, den Gewinn oder die Liquidität des Unternehmens. Über intelligente Benachrichtigungen per Mail, Chat oder in der Unternehmenssoftware informiert der IPA zudem über wichtige Ereignisse. Berichte und Status-Updates erhält der Nutzer automatisiert und ohne Rechercheaufwand.

IBM, Pionier auf dem Gebiet der Anwendung künstlicher Intelligenz, arbeitet seit Jahren an „Watson“, einem intelligenten selbstlernenden Computerprogramm, das Sprache erkennen, verarbeiten und wiedergeben kann. Neben gesprochener Sprache kann die KI auch Texte, Bilder und Videos analysieren. Inzwischen hat sich Watson in einer ganzen Reihe von Branchen bewährt. Der amerikanische Landmaschinenhersteller John Deere etwa setzt die App „Watson Maintenance Advisor“ bei Wartungsarbeiten für Maschinen und Anlagen in seinem Werk in Mannheim ein. Kommt es dort zu einer Störung oder einem Ausfall, erstellt der Wartungsspezialist einfach ein Foto der betroffenen Maschine. Mit dem entsprechenden Training kann die KI das Objekt dann sofort identifizieren, den Fehler analysieren und bewerten. Anschließend diskutiert Watson die Ergebnisse mit dem Wartungsarbeiter und schlägt Maßnahmen zur Fehlerbehebung vor. Wartungsprozesse können somit deutlich beschleunigt und verbessert werden. Für den Einsatz vor Ort muss die Software übrigens nicht einmal programmiert werden.

Die notwendigen Kenntnisse werden Watson einfach über eine grafische Benutzeroberfläche ein­gespeist. „Cognitive Computing ist ein echter Game-Changer – vergleichbar mit dem Übergang von Tabelliermaschinen zu programmierbaren Computern. Wir stehen damit bereits inmitten des wahrscheinlich fundamentalsten Umbruchs in der Evolution des Computers“, schreibt Martina Koederitz, Vorsitzende der Geschäftsführung von IBM Deutschland, in einem ihrer Posts auf dem firmeneigenen „THINK Blog“.

Teil 1: Lädt noch

Teil 2: IoT als Zugpferd unter den Zukunftstechnologien

Teil 3: Nicht jede Cloud ist gleich

Nach oben

Das interessiert andere Leser

  • Erst Praktikum, dann Nachfolger

    Warum der Chef in spe bei seinem neuen Unternehmen erstmal eine Hospitanz absolvieren sollte.

  • Pflichtteilsrechte – die Büchse der Pandora

    Verstirbt ein Unternehmer, müssen häufig Kredite aufgenommen werden, um Erben auszuzahlen. Doch es geht auch anders.

  • Mehr als nur ein Spiel

    Zocken, daddeln – ist doch Kinderkram? Weit gefehlt. Video spielen ist zum Milliardenmarkt avanciert. So wollen Unternehmen und Vereine auf den neuen Goldesel aufsatteln.

  • Begehrte Pleitefirmen

    Warum ausländische Investoren um insolvente deutsche Unternehmen feilschen.

  • Gesucht, gefunden

    Wer genau weiß, was er will, wird schneller fündig: zum Beispiel auf der DUB-Franchisebörse. Im Fall von Lutz Große und dem System Filtafry war das ein Glücksfall für alle Beteiligten.

  • Risiko Familienunternehmen

    Familienunternehmen können schneller von einer Insolvenz bedroht sein als andere. Doch das Risiko lässt sich senken.

  • Den Quick Fix gibt es nicht

    Industrie 4.0. Der Trend ist da, die Umsetzung lahmt: Das Potenzial der vierten industriellen Revolution wird hierzulande nicht ausgeschöpft. Zwei Experten verraten, was dafür nötig ist.

  • Von Mäusen und Gazellen

    „Growth Guy“ Verne Harnish, Gründer der Entrepreneurs’ Organization, Autor und Coach, verrät, warum Unternehmer einsam sind und wann das beste Timing für Firmenausbau oder -verkauf ist.

  • Keine Angst vor dem blauen Brief

    Wenn ein Familienunternehmen einen neuen Chef bekommt, werden Mitarbeiter selten gekündigt. Im Gegenteil.

  • Passende Partner

    Wenn ein Franchisenehmer einen Nachfolger für sein Unternehmen sucht, ist auch der Franchisegeber gefragt – um ihn dabei im Sinne des Systems zu unterstützen.

  • Franchise: Bedeutung und Nutzen des System-Handbuchs

    Lesen Sie mehr über die „Betriebsanleitung“ für die Führung des Franchisebetriebes.

  • Ehrgeiz und Leidenschaft

    Judith Williams. Die frühere Opernsängerin, heutige Unternehmerin und TV-Moderatorin über Rezepte für ein erfolgreiches Leben.

  • Digitale Potenziale

    Deutschland ist reif für ein digitales Gesundheitswesen. Deshalb unterstützt Die Techniker Existenzgründer, Talente und Visionäre.

  • Der Amazon-Plan

    Das entschlüsselte Erfolgsgeheimnis des Amazon-Gründers Jeff Bezos.

  • So digital tickt Berlin

    Alles #Neuland? Die Redaktion des DUB UNTERNEHMER-Magazins hat sechs deutsche Spitzenpolitiker nach ihrer Vision der digitalen Zukunft befragt.

  • Die vier wichtigsten „Deal Breaker“

    Deal Breaker können Übernahmen in letzter Minute scheitern lassen. Das sind die häufigsten.

  • Bilanzbombe Pensionen

    In vielen Firmen klaffen riesige Pensionslücken – ein ernstes Problem, vor allem beim Unternehmensverkauf.

  • Auf die (Franchise-)Größe kommt es an

    Einsteiger in der Franchise-Branche haben es schwer. Aber der Aufwand zahlt sich aus.

  • Unternehmensverkauf: Worauf bei Earn-Out-Klauseln achten?

    Was Unternehmensverkäufer und -käufer über variable Preiskomponenten wissen müssen.

  • Die fünf wichtigsten Trends der CeBIT

    2017 werden auf der CeBIT wieder die großen Trends der IT-Branche gezeigt. Ganz oben auf der Tagesordnung: künstliche Intelligenz.

  • Disruption meets Design

    Produktdesigner stehen vor einem Paradigmenwechsel. Die analoge und digitale Welt verschmelzen zunehmend miteinander. Was sich hinter der „new holistic experience“ verbirgt.

  • Wie ein Franchisenehmer seine Mitarbeiter für sich werben lässt

    Employer Branding – Ein Unternehmer aus Hannover zeigt, dass solche Kampagnen sinnvoll sein können.

  • Die Mär vom Gründerland Deutschland

    Beim Jahrestreffen der deutschen Franchise-Experten (9. bis 10. Mai in Berlin) diskutiert die Branche mit der Politik kontroverse Themen.

  • Wenn die Chefin nicht mehr will

    So planen Inhaberinnen die Unternehmensnachfolge.

  • Energiemanagementsysteme lohnen sich

    Die Firma Kaiser+Kraft hat ein Energiemanagementsystem eingeführt. Geschäftsführer Andreas Krüger über die Vor- und Nachteile.

  • Sorgfältige Vorbereitung

    Wenn Unternehmen in überschaubarer Zeit verkauft werden sollen, ist eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend für den Verkaufserfolg.

  • Berater finden leicht gemacht

    Die Beraterbörse von DUB.de hilft Ihnen, den richtigen Unternehmensberater für Ihr Projekt zu finden.

  • Jung, begabt, sucht ...

    ... findet und kauft Firma: Ein neues Modell aus den USA bringt Käufer und Verkäufer elegant zusammen.

  • Wie Franchisesysteme neue Partner finden

    Neue Partner zu finden, ist für Franchisesysteme momentan besonders schwer. So klappt’s trotzdem.

  • Fremdwort Disruption

    Der Begriff ist in aller Munde. Viele Chefs wissen aber nicht, wie sie mit innovativen Unternehmen umgehen sollen.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen

Jetzt Newsletter bestellen

DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick