Das Portal für Unternehmer, Gründer und Investoren
 

Teil 3: Nicht jede Cloud ist gleich

Datenwolken: Die Nutzung mehrerer Cloudanbieter bringt Vorteile wie Skalierbarkeit und Flexibilität der IT-Infrastrukturen (Foto: iStock/ktsimage)

Nicht jede Cloud ist Gleich

Im Zuge der Digitalisierung gewinnt eine IT-Managementlösung zunehmend an Bedeutung – die Multi-Cloud. Dies bedeutet, dass Unternehmen nicht nur bei einem Anbieter von Cloudlösungen Dienste und IT-Kapazitäten anmieten, sondern gleich bei mehreren. Die Studie des Clouddienstleisters RightScale „State of the Cloud Report“ etwa hat ergeben, dass ein Cloudkunde durchschnittlich sechs verschiedene Provider in seine Lösung integriert hat. Im Idealfall werden diese unterschiedlichen Dienstleister für den Laien aber gar nicht sichtbar, sondern verbergen sich hinter einer einheitlichen Benutzeroberfläche.

Warum aber so kompliziert, wenn es auch einfacher geht? Die Antwort hierauf liegt in den spezifischen Anforderungen, die ein Unternehmen an die Cloud stellt. Eine Abteilung, welche die Rechenwolke dazu verwendet, sensible Daten miteinander zu teilen oder gemeinsam an Projekten zu arbeiten, hat ganz andere Anforderungen als eine Arbeitsgruppe, welche die gigantische Rechenkapazität der Cloud für Big-Data-Projekte oder Softwareentwicklung in Anspruch nimmt. Bei anderen Firmen wiederum spielt die Kompatibilität mit spezieller Unternehmenssoftware eine zentrale Rolle. Laut einem aktuellen Bericht des IT-Marktforschungsinstituts Forrester gibt es bis dato wohl schwerlich einen Cloudanbieter, der für alle Anwendungsfälle gleichermaßen gut geeignet wäre. Wo für den einen also beispielsweise nur Amazon Web Services infrage kommt, können andere mehr von Salesforce- oder OpenStack-Lösungen profitieren. 

Offene Türen

IT-Systeme schützen: Sicherheitsrisiken werden oft unterschätzt, selbst Industrieanlagen finden sich teilweise ungesichert im Netz (Foto: iStock.com/matejmo)

Bei allem Potenzial der neuen digitalen Welt gibt es jedoch auch eine Kehrseite der Medaille – die IT-Sicherheit. Insbesondere das gerade entstehende Internet der Dinge bietet eine nicht zu unterschätzende Angriffsfläche für Missbräuche aller Art. Auf besonders drastische Weise macht dies die Suchmaschine für das Internet der Dinge „shodan.io“ deutlich. Mit einem kostenlosen Account können sich technikbegabte Nutzer darin sämtliche Geräte und Systeme anzeigen lassen, die mit dem Internet verbunden sind. Findet man etwa Webcams oder Sicherheitskameras, die nicht verschlüsselt sind, kann man diese einfach anwählen und so in fremde Räume schauen.

Wie das Webportal heise.de im März berichtete, hat der Sicherheitsforscher Pierre Kim bei einem Test mit shodan.io jüngst 185.000 offen über das Internet erreichbare Webcams gefunden. Doch damit nicht genug. Die Suchmaschine der etwas anderen Art findet sogar Kon­trollsysteme für Industrieanlagen und weitere gewerbliche Einrichtungen, die völlig ungeschützt ans Netz angebunden sind. Höchste Zeit also, dass Unternehmen und Privatpersonen aktiv werden. „Wir glauben fest daran, dass die Welt digital wird“, sagt John Zani, Chief Marketing Officer beim Anbieter für Datensicherheit in hybriden Cloud- und Storagelösungen Acronis. „Daher müssen Unternehmen und Privatpersonen über die volle Kontrolle ihrer Daten verfügen.“

Teil 1: Lädt noch

Teil 2: IoT als Zugpferd unter den Zukunftstechnologien

Teil 3: Nicht jede Cloud ist gleich

Nach oben

Das interessiert andere Leser

  • Erst Praktikum, dann Nachfolger

    Warum der Chef in spe bei seinem neuen Unternehmen erstmal eine Hospitanz absolvieren sollte.

  • Pflichtteilsrechte – die Büchse der Pandora

    Verstirbt ein Unternehmer, müssen häufig Kredite aufgenommen werden, um Erben auszuzahlen. Doch es geht auch anders.

  • Mehr als nur ein Spiel

    Zocken, daddeln – ist doch Kinderkram? Weit gefehlt. Video spielen ist zum Milliardenmarkt avanciert. So wollen Unternehmen und Vereine auf den neuen Goldesel aufsatteln.

  • Begehrte Pleitefirmen

    Warum ausländische Investoren um insolvente deutsche Unternehmen feilschen.

  • Gesucht, gefunden

    Wer genau weiß, was er will, wird schneller fündig: zum Beispiel auf der DUB-Franchisebörse. Im Fall von Lutz Große und dem System Filtafry war das ein Glücksfall für alle Beteiligten.

  • Risiko Familienunternehmen

    Familienunternehmen können schneller von einer Insolvenz bedroht sein als andere. Doch das Risiko lässt sich senken.

  • Den Quick Fix gibt es nicht

    Industrie 4.0. Der Trend ist da, die Umsetzung lahmt: Das Potenzial der vierten industriellen Revolution wird hierzulande nicht ausgeschöpft. Zwei Experten verraten, was dafür nötig ist.

  • Von Mäusen und Gazellen

    „Growth Guy“ Verne Harnish, Gründer der Entrepreneurs’ Organization, Autor und Coach, verrät, warum Unternehmer einsam sind und wann das beste Timing für Firmenausbau oder -verkauf ist.

  • Keine Angst vor dem blauen Brief

    Wenn ein Familienunternehmen einen neuen Chef bekommt, werden Mitarbeiter selten gekündigt. Im Gegenteil.

  • Passende Partner

    Wenn ein Franchisenehmer einen Nachfolger für sein Unternehmen sucht, ist auch der Franchisegeber gefragt – um ihn dabei im Sinne des Systems zu unterstützen.

  • Franchise: Bedeutung und Nutzen des System-Handbuchs

    Lesen Sie mehr über die „Betriebsanleitung“ für die Führung des Franchisebetriebes.

  • Ehrgeiz und Leidenschaft

    Judith Williams. Die frühere Opernsängerin, heutige Unternehmerin und TV-Moderatorin über Rezepte für ein erfolgreiches Leben.

  • Digitale Potenziale

    Deutschland ist reif für ein digitales Gesundheitswesen. Deshalb unterstützt Die Techniker Existenzgründer, Talente und Visionäre.

  • Der Amazon-Plan

    Das entschlüsselte Erfolgsgeheimnis des Amazon-Gründers Jeff Bezos.

  • So digital tickt Berlin

    Alles #Neuland? Die Redaktion des DUB UNTERNEHMER-Magazins hat sechs deutsche Spitzenpolitiker nach ihrer Vision der digitalen Zukunft befragt.

  • Die vier wichtigsten „Deal Breaker“

    Deal Breaker können Übernahmen in letzter Minute scheitern lassen. Das sind die häufigsten.

  • Bilanzbombe Pensionen

    In vielen Firmen klaffen riesige Pensionslücken – ein ernstes Problem, vor allem beim Unternehmensverkauf.

  • Auf die (Franchise-)Größe kommt es an

    Einsteiger in der Franchise-Branche haben es schwer. Aber der Aufwand zahlt sich aus.

  • Unternehmensverkauf: Worauf bei Earn-Out-Klauseln achten?

    Was Unternehmensverkäufer und -käufer über variable Preiskomponenten wissen müssen.

  • Die fünf wichtigsten Trends der CeBIT

    2017 werden auf der CeBIT wieder die großen Trends der IT-Branche gezeigt. Ganz oben auf der Tagesordnung: künstliche Intelligenz.

  • Disruption meets Design

    Produktdesigner stehen vor einem Paradigmenwechsel. Die analoge und digitale Welt verschmelzen zunehmend miteinander. Was sich hinter der „new holistic experience“ verbirgt.

  • Wie ein Franchisenehmer seine Mitarbeiter für sich werben lässt

    Employer Branding – Ein Unternehmer aus Hannover zeigt, dass solche Kampagnen sinnvoll sein können.

  • Die Mär vom Gründerland Deutschland

    Beim Jahrestreffen der deutschen Franchise-Experten (9. bis 10. Mai in Berlin) diskutiert die Branche mit der Politik kontroverse Themen.

  • Wenn die Chefin nicht mehr will

    So planen Inhaberinnen die Unternehmensnachfolge.

  • Energiemanagementsysteme lohnen sich

    Die Firma Kaiser+Kraft hat ein Energiemanagementsystem eingeführt. Geschäftsführer Andreas Krüger über die Vor- und Nachteile.

  • Sorgfältige Vorbereitung

    Wenn Unternehmen in überschaubarer Zeit verkauft werden sollen, ist eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend für den Verkaufserfolg.

  • Berater finden leicht gemacht

    Die Beraterbörse von DUB.de hilft Ihnen, den richtigen Unternehmensberater für Ihr Projekt zu finden.

  • Jung, begabt, sucht ...

    ... findet und kauft Firma: Ein neues Modell aus den USA bringt Käufer und Verkäufer elegant zusammen.

  • Wie Franchisesysteme neue Partner finden

    Neue Partner zu finden, ist für Franchisesysteme momentan besonders schwer. So klappt’s trotzdem.

  • Fremdwort Disruption

    Der Begriff ist in aller Munde. Viele Chefs wissen aber nicht, wie sie mit innovativen Unternehmen umgehen sollen.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen

Jetzt Newsletter bestellen

DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick