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Teil 2: IoT als Zugpferd unter den Zukunftstechnologien

Viele Formen: IBMs Watson ist flexibel einsetzbar. Hier liefert er etwa das Gehirn würden Roboter "Pepper" (Foto: dpa/ThomasPadilla)

97 Prozent Zeitersparnis

Ein weiteres wichtiges Zugpferd unter den Zukunftstechnologien ist das Internet der Dinge (IoT). Vor allem im Industriebereich haben sich deutsche und in Deutschland ansässige Unternehmen auf diesem Feld einen Namen gemacht. Nicht umsonst ist das Schlagwort von der „Industrie 4.0“, der Verzahnung der Produktion mit Informationstechnologien, in der Bundesrepublik entstanden. Insgesamt 280 konkrete Anwendungsbeispiele finden sich auf der Website „Plattform Industrie 4.0“, einem Gemeinschaftsprojekt der deutschen Wirtschaftsverbände Bitkom, VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) und ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie). Ein gutes Praxisbeispiel für die erfolgreiche Vernetzung der Fertigung ist das Werk von Bosch Automotive Products in Suzhou, Ostchina. In vier Fertigungsbereichen mit jeweils bis zu 2.500 Maschinen, Prüfständen und Messtechnik werden dort unter anderem Fahrgestelle und Autoelektronik hergestellt. Um das Maschineninventar zu zählen, mussten die Bosch-Mitarbeiter früher jedes Jahr einen immensen Aufwand betreiben. „Allein in der ABS-Fertigung hat sich das Zählen manchmal über einen Monat hingezogen, die Produktion stand teilweise still. Wir haben Listen ausgedruckt und uns damit auf die Suche nach den Anlagen gemacht. Teilweise mussten wir zwischen die Maschinen kriechen, um die Plaketten mit den Daten zu finden“, erklärte Zhao Chunya, Produktplanerin bei Bosch in Suzhou, dem Fachportal konstruktionspraxis.de. Nun hat das Unternehmen den gesamten Maschinenpark mit RFID-Chips (englisch: Radio-Frequency Identification) ausgestattet, einer Funktechnologie, mit der sich Objekte berührungslos identifizieren lassen. Für die Inventur muss ein Mitarbeiter jetzt ­lediglich einen eigens bei Bosch kreierten Antennenwagen durch die Fertigungshallen schieben, der die Maschinenbestände automatisch in eine Liste einträgt. Dadurch wurde die Inventurzeit von 440 auf lediglich vier Arbeitsstunden verkürzt – eine Zeitersparnis von 97 Prozent. In Zukunft will Bosch die RFID-Funktechnik durch netzwerkfähige Sensoren ersetzen. Dann entfällt sogar der Spaziergang. Industrie 4.0 ist elementarer Bestandteil von Boschs Geschäftsmodell: „Die Fabrik der Zukunft 
ist flexibel, vernetzt und intelligent. Menschen, Maschinen und Produkte kommunizieren miteinander“, sagt Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Bosch.

Virtuelles Probesitzen

Neue Vertriebsformen: Virtual-Reality-Brillen machen noch nicht existierende Produkte erlebbar. (Foto: iStock.com/LDProd)

Ob Samsung, Microsoft oder Intel – sie alle bringen 2017 neue VR-Brillen auf den Markt. Dabei schielen die Hersteller wohl vor allem auf den Konsumentenbereich, denn mit den sogenannten Head-Mounted-Displays können Konsolen- und PC-Spieler sowie Smartphone- und Tablet-User ganz neue Erfahrungen in 3-D erleben. Wie aber lassen sich Augmented und Virtual Reality konkret im Unternehmen einsetzen? VR-Brillen etwa ermöglichen vor allem im Vertrieb neue Möglichkeiten. Sie zeigen anschauliche Animationen von weit entfernten oder nur digital existierenden Produkten. So können Kunden Prototypen oder Waren schon vor dem eigentlichen Marktstart testen, individualisierbare Produkte wie Outfits oder Autos können potenzielle Käufer einfach virtuell konfigurieren. Audi beispielsweise stattet derzeit ausgewählte Händler mit VR-Stationen aus. Interessenten können damit jede beliebige Pkw-Konfiguration in der virtuellen Realität erleben und sogar bis zu fünf Meter um das Auto herumlaufen. Dabei ist der Detailgrad extrem hoch: Jedes Schräubchen lässt sich genau erkennen, sogar Spiegelungseffekte werden berücksichtigt.

Teil 1: Lädt noch

Teil 2: IoT als Zugpferd unter den Zukunftstechnologien

Teil 3: Nicht jede Cloud ist gleich

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