In Innovationen investieren

Das Land Israel ist eine der größten Innovationsschmieden der Welt. Der Erfolg der Start-up-Nation hat System, der Staat investiert massiv in Forschung und Entwicklung. Israel wurde so zum Gründer- und Investorenparadies.

teter Tropfen: Der Staat Israel sorgt dafür, das die Saat guter Ideen gefördert wird und aufgeht

Steter Tropfen: Der Staat Israel sorgt dafür, das die Saat guter Ideen gefördert wird und aufgeht (Foto: Getty Images/worldofvector)

„Es ist eine Pionierleistung Israels“, sagt Eli Cohen, israelischer Minister für Wirtschaft und Industrie. Er meint damit nicht den Aufbau eines modernen Staatswesens seit dessen Gründung vor 70 Jahren, sondern die Erkenntnis, wie wichtig Forschung, Entwicklung und Innovation für den Wohlstand des Landes sind – und wie wichtig es ist, darauf mit der Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen zu reagieren. „Seit mehr als 45 Jahren fördern wir die Zusammenarbeit zwischen Regierung und privatem Sektor mit dem Ziel, Entwicklungs- und Innovationsprozesse voranzutreiben – in dem Verständnis, dass Investition in Innovation der Schlüssel für nachhaltigen wirtschaftlichen Wohlstand ist.“

Der Sprung, den Israel von einer Wirtschaft mit durchschnittlichem Innovationsgrad zu einem globalen Technologiezentrum machte und in dessen Folge das Land als „Startup-Nation“ bezeichnet wurde, gilt als Vorbild sowohl für Industrie- als auch für Entwicklungs- und Schwellenländer. Heute rangiert Israel in den meisten Innovationsindizes extrem hoch und zeichnet sich durch einen der weltweit höchsten Etats für Forschung und Entwicklung aus – dieser betrug zuletzt 4,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Und das spiegelt sich in Zahlen wider. Nirgendwo sonst – nach dem Silicon Valley – gibt es bezogen auf die Einwohnerzahl so viele Startups, Business Angels, Inkubatoren und Investoren. Mehr als 320 multinationale Unternehmen wie Facebook, Microsoft, Google, IBM oder Deutsche Telekom betreiben Innovationszentren im Land.

Den Status bewahren

Zuständig für die Innovationspolitik ist seit 2015 die Behörde Innovation Authority, ehemals Chief Scientist Office im Wirtschaftsministerium. Ihr Ziel ist die Entwicklung der Hightech-Industrie. Aufgeteilt in Fachabteilungen mit einem Gesamtjahresetat von umgerechnet rund 470 Millionen US-Dollar, verteilt der Staat Zuschüsse für innovative technologische Forschung und Entwicklung, um den Status als Start-up-Nation zu bewahren. „Wir müssen diese Stellung erhalten und die Industrie mit allen erforderlichen Ressourcen versorgen, einschließlich der Aspekte Finanzen, Steuern, Humankapital und Forschung“, sagt Nachum Itzkowitz, Direktor der Innovation Authority und leitender Wissenschaftler im Wirtschaftsministerium.


 

Startup-Förderung

Die Israel Innovation Authority investiert gezielt in verschiedene Innovationsprogramme und -maßnahmen. Die Start-up-Abteilung etwa unterstützt Gründer und Jungunternehmer bei der Erforschung und Entwicklung technologischer Konzepte. Drei Beispiele:

TNUFA-programm:
Zielgruppe: Jungunternehmer. Die Mittel sind gedacht für die Entwicklung initialer Prototypen, den Schutz geistigen Eigentums sowie Geschäftsanbahnungen. Zuschuss: maximal rund 58.000 US-Dollar für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren.

Incubator-Incentive-Programm
Zielgruppe: Unternehmer, die mit einer innovativen Idee ein Startup gründen wollen. Technologie-Inkubatoren investieren 85 Prozent des benötigten Budgets (maximal 800.000 US-Dollar) binnen zwei Jahren aus staatlichen Mitteln. 15 Prozent generiert der Inkubator, zum Beispiel über Venture Capital.

Renewable Energy Technology Center
Zielgruppe: Unternehmen und Forscher, die Entwicklungsprojekte im Segment erneuerbare Energien und Energieeffizienz durchführen möchten. Das Center betreibt verschiedene Programme mit Förderbudgets in Höhe von bis zu rund 730.000 US-Dollar für ein Projekt.


 

Teil 1: In Innovationen investieren

Teil 2: 800.000 Dollar vom Staat

Teil 3: Mit Venture Capital zum Erfolg

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