Führung statt Führhand

Zielstrebigkeit und Disziplin

Wer waren, wer sind Ihre Vorbilder?

Klitschko: Ich habe eine ganze Reihe Vorbilder, etwa Robinson Crusoe aus dem gleichnamigen Roman. Mich hat immer fasziniert, wie Crusoe seinen Verstand einsetzt. Der Mut, zu machen, anstatt sich seinem Schicksal zu überlassen, ist vorbildlich. Vor allem aber dieser unbändige Wille, zu überleben, die Situationen zu meistern, erscheinen sie zunächst noch so ausweglos.

Mein Tipp:

„Im Ring wie in der Wirtschaft gilt: Drehe deinem Gegner nie den Rücken zu."

Und im wahren Leben?

Klitschko: Ganz klar war meine Familie Vorbild und hat mich stark geprägt: Meine Eltern brachten mir Zielstrebigkeit, Disziplin und Durchhaltevermögen 
bei. Meine Großmutter hat mir gezeigt, dass sich mit Kreativität und Leichtigkeit auch unschöne Situationen bewältigen lassen. Das begleitet mich bis heute. Zuletzt hat mich ein deutscher Unternehmer stark beeindruckt: Jörg Mittelsten Scheid, der 82-jährige Chef von Vorwerk. Er hat die Einstellung eines 20-
Jährigen. Er ist neugierig auf Ideen, auf Veränderungen. Dieser Elan, diese Haltung ist meines Erachtens der Schlüssel zum wirklich nach-haltigen Erfolg.

Was bedeutet Misserfolg für Sie?

Klitschko: Früher dachte ich: Ein Misserfolg ist keine Option. Heute weiß ich: Eine Niederlage mit -Passion ist durchaus eine Option. Ich habe noch nie so viel gewonnen wie beim Verlieren. Ich habe schon viele Siege erkämpft, aber für das Ende meiner sportlichen Karriere war das, was ich nach dem Kampf in Wembley erfahren habe, wichtiger als jeder sportliche Erfolg.

Teil 1: Wladimir Klischko: Unternehmer

Teil 2: Challenge Management

Teil 3: Höhere individuelle Qualifikation

Teil 4: Glück, großer Willen, Durchhaltevermögen

 

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